Trump entlässt Sondergesandten Paolo Zampolli nach monatelangem E-Mail-Streit mit Vize-Außenminister Landau
Der Sondergesandte des Außenministeriums für globale Partnerschaften wurde am Donnerstag, dem 15. Oktober, informiert, wenige Stunden nachdem Politico über seinen Streit mit Vize-Außenminister Christopher Landau berichtet hatte. Ein Beamter erklärte, seine Aufgabe sei entzogen worden und er sei kein Regierungsangestellter mehr.
Entlassung am Donnerstag mitgeteilt
Donald Trump hat Paolo Zampolli von seinem Posten als Sondergesandter für globale Partnerschaften im Außenministerium entfernt, den er als persönlicher Freund des Präsidenten innehatte. Von ABC zitierte Quellen erklärten, Zampolli sei am Donnerstag, dem 15. Oktober, über die Entscheidung informiert worden. Ein von Politico zitierter Beamter bestätigte die Entlassung und erklärte, die Aufgabe als Gesandter sei entzogen worden und Zampolli sei kein Regierungsangestellter mehr. In einer Erklärung sagte Zampolli, dem Präsidenten und den Vereinigten Staaten zu dienen, sei die größte Ehre seines Lebens gewesen, und er dankte Trump, Außenminister Marco Rubio und dem gesamten Team.
Ein monatelanger E-Mail-Streit
Die Entlassung erfolgte wenige Stunden, nachdem Politico über einen seit Monaten schwelenden Streit zwischen Zampolli und Vize-Außenminister Christopher Landau berichtet hatte. Die E-Mails, die sich über fast ein Jahr erstreckten, drehten sich um die Befehlskette: Landau drängte Zampolli, sich auf sein Ressort der kulturellen Diplomatie zu beschränken, doch die Wortwechsel entwickelten sich zu erbitterten Auseinandersetzungen und unbegründeten Vorwürfen, darunter Anschuldigungen von Leaks an die Medien und Drohungen mit Verleumdungsklagen. In einer Nachricht vom 14. November 2025 ordnete Landau an, dass Zampolli unverzüglich jede Tätigkeit einstellen solle, die nicht unmittelbar mit kultureller Diplomatie zusammenhänge. Open berichtete, Landau habe unautorisierte und möglicherweise illegale kommerzielle Initiativen befürchtet und mit disziplinarischen Maßnahmen bis hin zur Entlassung gedroht. Mehrere Berichte besagen, dass mehr als ein Dutzend Beamte die Wortwechsel in Kopie erhielten, wobei Il Messaggero in einigen E-Mails mindestens 16 zählte und La Stampa Dan Scavino, den Leiter des Präsidialpersonals, als einen von ihnen nannte.
- Landau schreibt Zampolli eine E-Mail und ordnet an, Tätigkeiten außerhalb der kulturellen Diplomatie einzustellen
- Politico veröffentlicht einen Bericht über den monatelangen E-Mail-Streit
- Zampolli wird laut ABC-Quellen informiert, dass seine Aufgabe als Gesandter entzogen wird
Zampollis Darstellung
Zampolli sagte zu Politico, Landau sei von Anfang an gegen ihn gewesen und habe versucht, alles zu zerstören, was er getan habe, und nur der Präsident könne ihm die Rolle geben oder nehmen. In einem kurzen Telefoninterview sagte er, er sei nach Erscheinen des Artikels überhaupt nicht überrascht gewesen von der Entlassung. Auf X schrieb er, seine Ernennung sei auf ein Jahr angelegt gewesen und Trump habe sie um mehr als sechs Monate verlängert. Er berichtete zudem, Trump habe ihn gefragt, warum er für die Regierung arbeiten wolle, wenn er doch all diese Geschäfte abschließen könne, und sagte, Trump habe ihn Jahre zuvor in das Immobiliengeschäft geholt. Zampolli, ein ehemaliger Modelagent, ist dafür bekannt, Melania mit Trump bekannt gemacht zu haben, und saß laut Open während Trumps erster Amtszeit im Vorstand des Kennedy Center.
Kontext im Außenministerium
Die Entlassung ist der zweite abrupte Abgang aus dem Außenministerium innerhalb weniger Tage, nach dem von Kimberly Guilfoyle, der US-Botschafterin in Griechenland und ehemaligen Partnerin von Donald Trump Jr. ANSA berichtet, sie sei unter Druck des Weißen Hauses zum Rücktritt gezwungen worden, nachdem Korruptionsvorwürfe aufkamen, während Außenminister Rubio in Athen war. In den Monaten vor seiner Entlassung hatte Zampolli laut ANSA vorgeschlagen, Italien anstelle des Iran zur WM 2026 zuzulassen. In seiner Erklärung sagte Zampolli, er sei dem Präsidenten dankbar und wende sich nun dem Geschäft zu, baue Beziehungen auf und schließe Geschäfte ab.

