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Konflikte·vor 4 Std.

Trump droht mit 100-Prozent-Zoll auf französischen Wein, falls Paris die Digitalsteuer nicht streicht – kurz vor G7-Gipfel

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, Zölle von 100 Prozent auf französische Weine und Spirituosen zu erheben, sollte Frankreich seine Steuer auf digitale Dienstleistungen nicht aufgeben. Dies verschärft die Handelsspannungen unmittelbar vor einem G7-Gipfel in den Alpen.

Die erneute Drohung

Am Montag, den 15. Juni, warnte Donald Trump in einem Interview mit der New York Post, dass den Vereinigten Staaten "keine andere Wahl" bleibe, als 100-prozentige Zölle auf französische Weine und Champagner zu erheben. Ziel ist Frankreichs Digitalsteuer, eine Abgabe auf große Technologieunternehmen, die Paris bisher nicht aufgeben wollte. Die Drohung erfolgt just in dem Moment, als der US-Präsident für einen G7-Gipfel in den französischen Alpen eintrifft.

Wenn sie es tun, werde ich keine andere Wahl haben.

Ein langwieriger Streit

Der Konflikt um die französische Steuer ist nicht neu. Le Figaro merkt an, dass das Tauziehen bereits seit mehreren Jahren andauert. Die 3-prozentige Steuer gilt für Einnahmen aus digitalen Dienstleistungen, die in Frankreich generiert werden, und trifft amerikanische Technologiekonzerne, deren europäische Hauptsitze oft in Niedrigsteuerländern liegen. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat bereits erklärt, dass die Steuer, die jährlich hunderte Millionen Euro in die Staatskasse spült, nicht zurückgenommen wird.

Es sind nicht die Vereinigten Staaten, die das entscheiden.

Wirtschaftliche Einsätze

Die französischen Alkoholexporte sind stark vom amerikanischen Markt abhängig. Laut Le Figaro sind die Verkäufe französischer alkoholischer Getränke in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr um 21 Prozent zurückgegangen, was auf frühere Zölle der republikanischen Regierung zurückgeführt wird. Die Drohung mit zusätzlichen Abgaben trifft einen Sektor, der bereits unter Druck steht, direkt.

Reaktion der Industrie

Michel-Édouard Leclerc, Leiter des strategischen Komitees der Einzelhandelsgruppe E. Leclerc, warnte vor einer Eskalation und verwies auf die wirtschaftlichen Verflechtungen und die gegenseitige Abhängigkeit beider Länder.

In Frankreich mögen wir die Amerikaner und den amerikanischen Mythos. Donald Trump sollte vorsichtig sein.

Das Ziel Champagner

Seit Monaten agiert die Wein- und Spirituosenindustrie im Schatten von Strafzoll-Drohungen. L'Opinion berichtet, dass französische Weine und Champagner ein "bevorzugtes Ziel" des amerikanischen Präsidenten seien, wobei Champagner ein besonders symbolträchtiges und hochwertiges Exportsegment darstellt. Die Branche hat bereits die Kosten früherer Zölle getragen und sieht sich nun mit neuer Unsicherheit konfrontiert, während der G7-Gipfel zusammenkommt.

Zeitstrahl des französisch-amerikanischen Wein-Zollkonflikts
  1. Frühere US-Zölle auf französische Exporte verhängt
  2. Verkäufe französischer alkoholischer Getränke in die USA fallen um 21 Prozent im Jahresvergleich
  3. Trump gibt Interview bei der New York Post und droht mit 100-Prozent-Zöllen
  4. Macron bekräftigt Weigerung, die Digitalsteuer zu streichen; französische Industrie und Einzelhändler reagieren
  5. Trump trifft in den französischen Alpen zum G7-Gipfel ein
Paris · Washington

8 Quellen

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