
Trump bezeichnet Schiedsrichter nach FIFA-Aufhebung der US-Stürmer-Sperre als „verdächtig“; Brasilien und Collina verteidigen Claus
US-Präsident Donald Trump bezeichnete den brasilianischen Schiedsrichter Raphael Claus nach der Aufhebung der Rot-Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun durch die FIFA als „verdächtig“, sodass dieser im WM-K.o.-System antreten darf. Der brasilianische Fußballverband und FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina haben die Integrität von Claus verteidigt.
Der Vorfall
Am 2. Juli wurde US-Stürmer Folarin Balogun in der 19. Minute der zweiten Halbzeit gegen Bosnien und Herzegowina nach einer VAR-Überprüfung wegen eines schweren Fouls an Tarik Muharemovic des Feldes verwiesen. Die direkte Rote Karte bedeutete eine automatische Sperre von einem Spiel, sodass er im Achtelfinale gegen Belgien ausfiel.
FIFA-überraschende Suspendierung
Das Disziplinarkomitee der FIFA hob die Sperre unerwartet auf, sodass Balogun spielen konnte. Die Entscheidung wurde vom Berufungskomitee bestätigt, das den Einspruch des belgischen Verbandes zurückwies. Der Schritt löste Vorwürfe politischer Einmischung aus.
Trumps Eingreifen
Präsident Trump bezeichnete die Rote Karte im Oval Office als „ungerecht“ und den Schiedsrichter als „etwas verdächtig“ und verwies auf frühere, fallengelassene Spielmanipulationsvorwürfe gegen Claus. Trump räumte ein, FIFA-Präsident Infantino kontaktiert zu haben.
Der Schiedsrichter ist etwas verdächtig … Ich will keine Kontroversen schüren, aber er ist verdächtig.
Verteidigung von Claus
Der brasilianische Fußballverband (CBF) gab eine Erklärung ab, in der er jede Andeutung gegen die Integrität von Claus zurückwies und ihn als „vorbildlichen Profi“ bezeichnete. FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina verteidigte Claus ebenfalls und erklärte, er sei ein „erfahrener und hoch angesehener“ Offizieller.
Raphael Claus leitet seine zweite Weltmeisterschaft … wir haben volles Vertrauen in ihn als zuverlässigen Spieloffiziellen.
Fragen zu Legalität und Transparenz
Der Sportrechtler Enrico Lubrano kritisierte die „absolute Intransparenz“ der FIFA und argumentierte, dass die automatische Sperre ohne klare Begründung nicht hätte aufgehoben werden dürfen. Er wies darauf hin, dass der belgische Verband beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung auf Schadensersatz einlegen könnte.
Es herrscht absolute Intransparenz seitens der FIFA.
Brasiliens Ausscheiden
Der frühere brasilianische Star Paulo Roberto Falcao kommentierte Brasiliens WM-Aus mit den Worten, der Zyklus von Trainer Carlo Ancelotti habe gerade erst begonnen, und der Fall Balogun sei „inakzeptabel, aber heute ist alles möglich“.


