
Gedenkfeiern für sechs Opfer der Schießerei in Stader Jugendeinrichtung; Ministerpräsident nennt Tat ‚brutal, grausam, unbegreiflich‘
Sechs Menschen wurden am Montag bei einer Schießerei in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade, Deutschland, getötet. Gedenkgottesdienste am Samstag zogen Hunderte an, Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies nannte den Angriff ‚brutal, grausam, unbegreiflich‘.
Der Angriff
Am Montag, dem 29. Juni, eröffnete ein 45-jähriger Mann mutmaßlich das Feuer in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade, Niedersachsen, und tötete sechs Menschen. Drei der Opfer waren Angestellte der Einrichtung, drei waren Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover, die zu einem Treffen nach Stade gereist waren. Der Tatverdächtige, ein Bewohner von Garbsen, soll im Zusammenhang mit einem Sorgerechtsstreit um seine kleine Tochter gehandelt haben.
Gedenkgottesdienste
Am Samstag, dem 4. Juli, versammelten sich Hunderte zu Gedenkveranstaltungen in Garbsen und Stade. In Garbsen veranstalteten die Stadt und die Region einen interreligiösen Gottesdienst in einem Schulzentrum, bei dem die Teilnehmer Kerzen anzündeten und ein Kondolenzbuch unterzeichneten. In Stade folgte auf einen stillen Trauermarsch ein Benefizkonzert, organisiert vom Verein Abend fürs Leben, dessen Erlös der Einrichtung und den Familien der Opfer zugutekommt.
Es ist unerträglich, und es schmerzt uns alle. Wir sind im ganzen Land vereint in unserer Trauer, in unserer Fassungslosigkeit – und auch in der Wut, dass so ein Verbrechen passieren kann.
Politische Reaktion
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hielt eine Rede beim Garbsener Gottesdienst und bezeichnete die Tötungen als „brutal, grausam, unbegreiflich“. Er betonte die unverzichtbare Rolle der Jugendhilfemitarbeiter und forderte Unterstützung für Kollegen, die nun mit Angst und Unsicherheit konfrontiert seien.
Viele von ihnen gehen dieser Tage mit einem anderen Gefühl zur Arbeit. Mit großer Unsicherheit? Mit Angst? Viele fragen sich, ob sie sicher sind. Wir müssen uns diesen Sorgen widmen.
Sicherheitsmaßnahmen
Als Reaktion auf die Schießerei kündigte die Stadt Burgdorf an, den Zugang zu einem städtischen Gebäude zu beschränken, in dem das Jugendamt, Schulen sowie die Familien- und Kinderabteilung untergebracht sind. Bürgermeister Armin Pollehn (CDU) sagte, die Maßnahme sei ein kurzfristiger Schritt, um die Kontrolle zu erhöhen, ohne den Kontakt zu den Bürgern abzubrechen.
Die Ereignisse in Stade haben uns alle tief getroffen. Gleichzeitig nehmen wir sehr ernst, dass das Sicherheitsbedürfnis unserer Mitarbeiter gestiegen ist.
- Sechs Menschen bei Schießerei in Jugendhilfeeinrichtung in Stade getötet
- Interreligiöser Gedenkgottesdienst in Garbsen abgehalten
- Stiller Trauermarsch und Benefizkonzert in Stade
- Burgdorf kündigt eingeschränkten Zugang zu städtischem Gebäude an


