
Mads Pedersen gewinnt die vierte Etappe der Tour de France aus einer Ausreißergruppe, Torstein Traeen übernimmt die Gesamtführung
Mads Pedersen sprintete auf der vierten Etappe der Tour de France aus einer Ausreißergruppe zum Sieg, während Torstein Traeen das Gelbe Trikot übernahm, nachdem Tadej Pogacar die Führung an einem glühend heißen Tag in Südfrankreich abgab.
Pedersen gewinnt aus Ausreißergruppe
Mads Pedersen (Lidl-Trek) gewann am Dienstag die vierte Etappe der Tour de France und sprintete aus einer 34-köpfigen Ausreißergruppe auf der 181,9 km langen Strecke von Carcassonne nach Foix zum Sieg. Der ehemalige Weltmeister überquerte die Ziellinie vor seinem Teamkollegen Quinn Simmons, was einen Doppelsieg für Lidl-Trek bedeutete, während der Spanier Raul Garcia Pierna (Movistar) Dritter wurde. Es war Pedersens dritter Etappensieg bei der Tour und sein erster Sieg seit 300 Tagen. Der Sieg brachte ihm auch das Grüne Trikot ein, das er dem Titelverteidiger Tadej Pogacar abnahm.
- 34 Fahrer setzen sich nach etwa 25 km ab.
- Biniam Girmay gewinnt den Zwischensprint vor Jasper Philipsen und Mads Pedersen.
- Angriffe reduzieren die Führungsgruppe auf zehn Fahrer; Lidl-Trek kontrolliert die Bewegungen.
- Pedersen gewinnt den Sprint vor Simmons und Garcia Pierna; das Peloton kommt 13 Minuten später an.
Die Ausreißergruppe bildete sich früh und baute einen Vorsprung von über 13 Minuten bis zum Ziel auf. Am Anstieg der zweiten Kategorie, dem Col de Montségur, reduzierte sich die Gruppe auf zehn Fahrer, wobei Lidl-Trek die zahlenmäßige Überlegenheit nutzte, um Angriffe zu kontrollieren. Mathias Vacek zog unter der Flamme Rouge ein hohes Tempo an, und nach einem späten Angriff von Kevin Vauquelin startete Pedersen einen kraftvollen Sprint, um den Sieg zu sichern.
Traeen übernimmt Gelbes Trikot
Torstein Traeen (Uno-X Mobility) wurde Achter auf der Etappe und ist der neue Gesamtführende, 28 Sekunden vor dem Amerikaner Sean Quinn. Der 30-jährige Norweger, bei dem vor drei Jahren Hodenkrebs diagnostiziert wurde und der sich vollständig erholt hat, ist nach Thor Hushovd und Alexander Kristoff erst der dritte Norweger, der das Gelbe Trikot der Tour trägt.
Es gibt nicht viel zu sagen im Moment. Ich bin gerade etwas müde. Es ist natürlich ein kleiner Junge-Traum, der wahr wird. Ein guter Tag bei der Arbeit, wie man so sagt.
Pogacar, der die Führung am Montag übernommen hatte, kam mit dem Peloton fast 13 Minuten später ins Ziel und fiel auf den vierten Gesamtrang zurück, 7 Minuten und 53 Sekunden zurück. Er bleibt zeitgleich mit seinem Rivalen Jonas Vingegaard auf Platz fünf. Mathias Vacek rückte mit 3:50 Minuten Rückstand auf Platz drei vor und führt nun die Nachwuchswertung an.
- Torstein Traeen
- 0 Sekunden
- Sean Quinn
- 28 Sekunden
- Mathias Vacek
- 230 Sekunden
- Tadej Pogacar
- 473 Sekunden
- Jonas Vingegaard
- 473 Sekunden
Glühende Hitze und UCI-Maßnahmen
Die Temperaturen in Südfrankreich stiegen auf 40 °C, die Fahrer verwendeten Kühlpacks und nahmen große Mengen Wasser zu sich. Die UCI traf eine Ausnahmeregelung, um in ausgewiesenen Zonen volle Verpflegungsbeutel statt nur Flaschen zu erlauben, damit die Teams mehrere Flaschen auf einmal verteilen konnten.
Bei dieser Hitze zu fahren ist gefährlich, wenn man die Körpertemperatur nicht niedrig hält. Es ist ein logistischer Albtraum. Als Team geben wir uns wirklich Mühe, den Fahrern so viel Wasser und Eis wie möglich zu bringen. Manchmal, wenn das Tal lang ist – 10 bis 15 Kilometer – fahren drei Fahrer zurück zum Auto, um Flaschen und Eis zu holen, damit ihr weiter herunterkühlen könnt.
GC-Umbruch und Vorschau auf Etappe 5
Die neue Gesamtwertung zeigt Traeen mit 28 Sekunden Vorsprung vor Quinn, Vacek ist Dritter mit 3:50 Minuten Rückstand. Pogacar und Vingegaard liegen 7:53 Minuten zurück, während der deutsche Fahrer Florian Lipowitz auf den 11. Platz mit 8:46 Minuten Rückstand abrutschte. Die 5. Etappe am Mittwoch ist eine flache 158,3 km lange Strecke von Lannemezan nach Pau, die voraussichtlich in einem Massensprint enden wird.


