
Hubschrauber mit Touristen stürzt am Mount Ololokwe in Kenia ab – keine Überlebenden
Ein Eurocopter EC130 B4 auf einem Rundflug zwischen Loisaba und Ewaso Nyiro stürzte am Mittwochmorgen im Samburu County ab, woraufhin das Kenianische Rote Kreuz Drohnen zur Suche einsetzte.
Hubschrauber stürzt bei Rundflug am Mount Ololokwe ab
Ein Eurocopter EC130 B4 mit Touristen an Bord ist am Mittwoch, dem 19. August 2026, an den Hängen des Mount Ololokwe im Samburu County in Zentralkenia abgestürzt. Die Kenianische Zivilluftfahrtbehörde bestätigte, dass der Vorfall gegen 09:13 Uhr Ortszeit (06:13 GMT) stattfand. Der Flug war von einem Wildreservat in Loisaba gestartet und flog nach Ewaso Nyiro, einem Fluss, der an mehrere Nationalparks in der Region grenzt. Der Mount Ololokwe liegt etwa 250 Kilometer nördlich von Nairobi und erreicht eine Gipfelhöhe von 2.000 Metern. Der Berg hat kulturelle Bedeutung als heilige Stätte für das Volk der Samburu und ist ein beliebtes Ziel für Wander- und Rundflugtouren. In sozialen Medien kursierten kurz nach dem Absturz Bilder, die dicken Rauch über den Berghängen zeigten.
Widersprüchliche Angaben zu Opferzahlen und Passagierzahlen
Die Luftfahrtbehörden und Rettungsdienste bestätigten, dass es keine Überlebenden an Bord gab. Es gab Diskrepanzen hinsichtlich der genauen Zahl der Insassen. Flugunfallbeamte und die Kenianische Zivilluftfahrtbehörde erklärten, dass sechs Menschen, darunter alle Passagiere und die Besatzung, bei dem Absturz getötet wurden. Im Gegensatz dazu berichteten frühere Polizeiangaben in kenianischen Zeitungen, darunter The Star und Standard, dass sich sieben Touristen an Bord befanden, bevor der Hubschrauber abstürzte. Die Abteilung für Flugunfalluntersuchung teilte mit, dass die Identitäten und Nationalitäten der Opfer noch nicht bestätigt seien.
Eine Luftfahrtquelle schilderte AFP die Folgen des Absturzes.
Ich bestätige, dass es einen Hubschrauberabsturz gab. Es gibt keine Überlebenden.
Drohneneinsatz und Herausforderungen des unwegsamen Geländes
Die Such- und Bergungsarbeiten stießen aufgrund des abgelegenen, steilen Geländes des Mount Ololokwe sofort auf Hindernisse. Das Kenianische Rote Kreuz erklärte, dass Rettungskräfte die Absturzstelle nicht zu Fuß erreichen konnten, da das Gebiet schwer zugänglich ist. Die Rettungsteams setzten Drohnen über dem Berghang ein, um das Wrack zu inspizieren, die Lage zu bewerten und Bodenteams zur Aufprallzone zu führen. Die Kenianische Zivilluftfahrtbehörde gab bekannt, dass sie die Logistik von Nairobi aus koordiniere und mit den örtlichen Rettungsteams zusammenarbeite.
- Sechs Menschen, darunter ein Parlamentsabgeordneter, sterben bei einem Hubschrauberabsturz im Westen Kenias.
- Ein Eurocopter EC130 B4 stürzt während eines Fluges von Loisaba nach Ewaso Nyiro am Mount Ololokwe ab.
- Das Kenianische Rote Kreuz setzt Drohnen zur Inspektion der unzugänglichen Absturzstelle ein, während die Verkehrsbehörden eine Untersuchung einleiten.
Untersuchung des Verkehrsministeriums und jüngste Sicherheitsbilanz
Das kenianische Ministerium für Straßen und Verkehr und seine Abteilung für Flugunfalluntersuchung haben eine offizielle Untersuchung zur Klärung der technischen und umweltbedingten Ursachen des Absturzes eingeleitet. Die Ermittler werden die Flugroute zwischen Loisaba und Ewaso Nyiro, die Wartungsunterlagen des Eurocopter EC130 B4 und die vorherrschenden Wetterbedingungen über dem Samburu County zum Zeitpunkt des Fluges überprüfen. Mehrere kommerzielle Luftfahrtunternehmen bieten Rundflüge mit Hubschraubern in Zentral- und Nordkenia an, um Besucher zwischen Safarilodges und Nationalparks zu transportieren. Der Absturz ist der zweite tödliche Hubschrauberunfall in Kenia im Jahr 2026, nach einem Absturz am 1. März im Westen Kenias, bei dem sechs Menschen, darunter ein Parlamentsabgeordneter, ums Leben kamen.


