
Herabstürzender Felsbrocken tötet Frau auf dem Weg zur Beerdigung ihrer Mutter bei Rieti
Eine 66-jährige Frau starb und sieben Menschen wurden am 12. September verletzt, als ein 20 Kilogramm schwerer Felsbrocken von einer Klippe abbrach und einen Trauerzug auf der Regionalstraße 521 bei Rieti, Italien, traf.
Felssturz auf der Regionalstraße 521
Eine 66-jährige Frau starb am Nachmittag des Samstags, 12. September 2026, nachdem ein abgelöster Felsbrocken in einen Pkw krachte, der an einem Trauerzug in der Provinz Rieti in Mittelitalien teilnahm. Das Opfer, identifiziert als Maria Antonietta D'Andrea, saß auf dem Beifahrersitz eines von ihrem Ehemann gefahrenen Chevrolet Spark. Die Familie bewegte sich in einer Fahrzeugkolonne in Richtung Coronella, einem kleinen Weiler in der Gemeinde Cascia in der Provinz Perugia, um an der Beerdigung und Beisetzung von D'Andreas alter Mutter teilzunehmen. Gegen 13:30 Uhr löste sich auf der Regionalstraße 521 (SR 521) zwischen Morro Reatino und Leonessa ein von den Rettungskräften auf etwa 20 Kilogramm geschätzter Felsbrocken von der über der Straße gelegenen Klippe. Der Felsbrocken rollte den Hang hinab und durchschlug Windschutzscheibe und Dach des Fahrzeugs, wobei D'Andrea sofort getötet wurde.
Opfer und Rettungseinsatz
Der Aufprall und die anschließenden Gesteinssplitter verteilten sich über die Straßenoberfläche und trafen mehrere andere Fahrzeuge, die direkt hinter dem Leichenwagen fuhren. Sieben weitere Personen im Trauerkonvoi erlitten durch den Felssturz und umherfliegende Trümmer Verletzungen. Der regionale Rettungsdienst (Ares 118) entsandte zwei Krankenwagen und einen spezialisierten Notarztwagen zum Unfallort und alarmierte gleichzeitig einen Notarzt-Hubschrauber. Die Rettungskräfte bestätigten, dass vier der verletzten Passagiere dringend mit dem Krankenwagen in die Notaufnahme des Krankenhauses San Camillo De Lellis in Rieti transportiert werden mussten. Die medizinischen Behörden gaben an, dass keiner der sieben Verletzten in Lebensgefahr schwebte. Die Feuerwehr aus dem Provinzkommando Rieti sicherte die Wrackteile, barg das Opfer aus dem Auto und unterstützte die übrigen Passagiere.
- Ein 20 Kilogramm schwerer Felsbrocken löst sich von einer Klippe und trifft den Trauerkonvoi auf der SR 521
- Rettungskräfte sperren die SR 521 und transportieren vier verletzte Passagiere ins Krankenhaus in Rieti
- Die Beerdigung und Beisetzung der Mutter des Opfers findet in Coronella statt
Ermittlungen und geologische Bedingungen
Carabinieri-Bedienstete der Stationen Leonessa, Labro und Contigliano sperrten den Bereich ab und leiteten vorläufige Ermittlungen ein, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Die Behörden sperrten die SR 521 in beide Richtungen komplett, um den Rettungskräften sicheres Arbeiten zu ermöglichen und Technikern die Beurteilung der Felswandstabilität zu erlauben. Die Regionalstraße verbindet Morro Reatino mit Leonessa, bevor sie etwa 20 Kilometer weiter nach Cascia führt und dabei mehrere enge Bergschluchten durchquert. Der spezifische Bergkorridor weist eine Vorgeschichte von Hanginstabilität und Felsstürzen auf, weshalb die örtlichen Straßenbehörden zuvor Schutznetze und Betonmauern errichtet hatten. Die Ermittler wiesen darauf hin, dass die in den vorangegangenen Tagen in der Umgebung verzeichneten starken Regenfälle den Boden des Hangs aufgelockert und den Felsabbruch ausgelöst haben könnten.
Beerdigung der Mutter und gerichtliche Schritte
D'Andrea war Bewohnerin des Stadtteils Acilia im Südwesten Roms, wo sie ein örtliches Bekleidungsgeschäft im nahegelegenen Ostia besaß und betrieb. Trotz des tödlichen Unfalls, der einen Teil des Familienkonvois stoppte, wurde die geplante Trauerfeier und Beisetzung von D'Andreas Mutter am späteren Nachmittag im Dorf Coronella durchgeführt. Unterdessen stellte der zuständige Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Rieti D'Andreas Leiche für formelle forensische Untersuchungen zur Verfügung und leitete eine Untersuchung ein, um eine mögliche Haftung zu ermitteln und zu prüfen, ob entlang der Klippe ausreichende Schutzmaßnahmen gegen Felsstürze vorhanden waren.

