Ein Toter und über eine Million Franken Schaden nach Gebäudebrand in Oberwinterthur
Nach einem Dachbrand in Oberwinterthur entdeckten die Rettungskräfte in einer Dachwohnung eine tote Person. Mehrere Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen, der Sachschaden übersteigt eine Million Franken.
Einsatz und Evakuierung
Am Dienstagmorgen, 6. Oktober 2026, ging bei den Rettungskräften gegen 09:30 Uhr ein Notruf wegen eines Gebäudebrands am Heiniweg im Winterthurer Quartier Oberwinterthur ein. Aus dem Dach des Mehrfamilienhauses stieg dichter Rauch auf, kurz darauf schlugen sichtbare Flammen durch die Dachkonstruktion. Die Stadtpolizei Winterthur rückte als erste Einsatzeinheit aus und evakuierte unverzüglich alle Bewohner des Gebäudes, während die Kantonspolizei Zürich und die Feuerwehr zur Unterstützung aufgeboten wurden. Nicole Mettler, Sprecherin von Schutz und Intervention Winterthur, und Roger Bonetti, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, bestätigten den Einsatz. Der Augenzeuge Leandro, der rund zehn Feuerwehrautos am Einsatzort beobachtete, schilderte, wie er sich dem Quartier auf dem Heimweg von einer Sportanlage näherte.
Auf dem Heimweg vom Fitnessstudio sah ich schon von Weitem dichten Rauch aufsteigen. Je näher ich meinem eigenen Haus kam, desto näher kamen die Flammen, und ich dachte nur: Hoffentlich brennt es nicht bei mir.
Eindämmung und Warnung der Bevölkerung
Das Feuer breitete sich rasch im Dachraum aus, wo schwierige bauliche Verhältnisse die Löscharbeiten der Einsatzkräfte erschwerten. Wegen der starken Rauchentwicklung und eines unangenehmen Geruchs, der über das Quartier Wallrüti zog, verbreiteten die Behörden über die Handy-App Alertswiss eine Warnung. Darin wurden Anwohner aufgefordert, sich vom betroffenen Gebiet fernzuhalten, alle Fenster und Türen zu schließen, Klima- und Lüftungsanlagen abzustellen und die lokalen Straßen zu umfahren. Der Verkehr in den umliegenden Straßen war stark beeinträchtigt, weil die Einsatzkräfte den Perimeter absperrten. Die Feuerwehr brachte die Flammen im Laufe des Morgens unter Kontrolle, und die kantonalen Behörden hoben die Alertswiss-Gefahrenmeldung gegen 15:00 Uhr auf. Um 16:00 Uhr hatten die Feuerwehrleute das Feuer gelöscht, nur noch einzelne Glutnester waren übrig.
- Notruf geht ein: Rauch und Flammen aus dem Dach am Heiniweg gemeldet
- Einsatzkräfte finden bei den Arbeiten in einer Dachwohnung eine tote Person
- Behörden heben die Alertswiss-Warnung vor Rauch und Geruch für Wallrüti auf
- Die Feuerwehr löscht den Brand bis auf einzelne Glutnester
Fund des Opfers und Identifizierung
Bei den Löscharbeiten am Dienstagnachmittag entdeckten die Einsatzkräfte in einer Dachwohnung eine tote Person. Zuvor hatten die Behörden nach der ersten Evakuierung des Gebäudes eine vermisste Person gemeldet. Die Kantonspolizei Zürich leitete gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland und dem Institut für Rechtsmedizin eine Untersuchung ein, um die Identität des Opfers zu klären und die Todesursache festzustellen. Forensiker des Forensischen Instituts Zürich sicherten vor Ort Spuren und Beweismittel im ausgebrannten Obergeschoss, um zu prüfen, ob es sich bei der toten Person um die vermisste Bewohnerin oder den vermissten Bewohner handelt.
Gebäudeschaden und laufende Ermittlungen
Der Gebäudeschaden machte mehrere Wohneinheiten im Mehrfamilienhaus unbewohnbar. Vertreter der Stadtverwaltung Winterthur und der Stadtpolizei organisierten Ersatzunterkünfte für die vertriebenen Bewohner, die nicht in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Erste Schätzungen beziffern den Gesamtschaden auf mehr als eine Million Franken. Brandermittler der Kantonspolizei Zürich untersuchen das Gebäude weiter, um den genauen Ausgangspunkt und die Ursache des Feuers zu klären; diese sind nach wie vor unbestätigt.

