
Berliner Attentäter fährt Lieferwagen in Pride-Menge, tötet Frau und verletzt 16; Tatverdächtiger als Islamist identifiziert, Großfahndung läuft
Ein weißer Lieferwagen ist am Samstagabend während der Christopher-Street-Day-Parade in eine Menschenmenge im Berliner Tiergarten gefahren, dabei wurde eine Frau getötet und mindestens 16 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schweben in Lebensgefahr.
Der Anschlag
Gegen 22 Uhr am Samstag, den 25. Juli, steuerte ein Fahrer einen weißen Lieferwagen in eine Menschenmenge im Tiergarten, nahe Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, wo Hunderttausende die jährliche Christopher-Street-Day-Parade feierten. Das Fahrzeug erfasste mehrere Menschen, bevor es gegen einen Baum prallte. Zeugen, die von der Bild zitiert wurden, beschrieben den Angreifer als flüchtend zu Fuß, nachdem er den Lieferwagen verlassen hatte. Die Polizei sperrte das Gebiet sofort ab und bat die Teilnehmer gemeinsam mit den Organisatoren, die Innenstadt zu verlassen.
Einige der Verletzten wurden nach Angaben einer Polizeimeldung, die von der Ostdeutschen Allgemeinen zitiert wurde, auch durch einen scharfen Gegenstand verletzt. Ein Polizeisprecher bestätigte später den Einsatz von Spezialeinheiten und Hubschraubern und erklärte, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei. Die Parade ist eine der größten Pride-Veranstaltungen in Europa.
## Opfer Eine Frau starb am Tatort, der Tod wurde von der Berliner Polizei bestätigt. Gegen 1 Uhr nachts am Sonntag lag die offizielle Zahl der Verletzten bei 16, obwohl frühere Berichte von 14 sprachen. Von diesen befanden sich drei Menschen in einem kritischen Zustand und acht waren schwer verletzt; fünf erlitten leichtere Verletzungen. Die Feuerwehr teilte mit, dass weitere 30 Personen psychologische Betreuung erhielten. Für Angehörige, die Informationen suchen, wurde eine Hotline eingerichtet: +49 (0) 30 8485 4460.
Verdächtiger als Berliner Islamist identifiziert
Berlins Polizeisprecher Florian Nath gab über Nacht bekannt, dass der Tatverdächtige als Mitglied der Berliner Islamistenszene identifiziert worden sei. Er wird von lokalen Medien als 21-jähriger Abdul B. genannt, beschrieben als schlank, etwa 190 cm groß, mit schwarzem Haar. Zum Zeitpunkt des Angriffs trug er einen schwarzen Kapuzenpulli und weiße Hosen. Die Polizei veröffentlichte sein Foto und warnte die Öffentlichkeit, dass er bewaffnet und gefährlich sein könnte.
Der mutmaßliche Täter, der noch nicht festgenommen wurde, ist der Polizei als Mitglied der Berliner Islamistenszene bekannt.
Beamte durchsuchten eine Wohnung im Bezirk Schöneberg, fanden dort aber niemanden. Der Mann soll Familie in Berlin haben und wurde im Mai 2026 aus der Jugendstrafanstalt entlassen. Die Fahndung läuft weiter, und die Polizei bittet Zeugen, Fotos oder Videos hochzuladen.
Politische Reaktionen
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, besuchte den Tatort in der Samstagnacht und schrieb auf X, die Versammlung sei auf brutalste Weise angegriffen worden.
Nach einer friedlichen und bunten CSD-Versammlung, die für ein tolerantes und friedliches Berlin stand, wurde sie auf brutalste Weise angegriffen.
Bundeskanzler Friedrich Merz nannte den Vorfall eine schreckliche Tat und stand nach Angaben eines Regierungssprechers in sehr engem Kontakt mit Innenminister Alexander Dobrindt und wurde von den Sicherheitsbehörden fortlaufend informiert.
Wie es weitergeht
Die Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten wurden unmittelbar nach dem Anschlag abgesagt. Die Polizeioperationen dauerten die Nacht über mit Spezialkräften und Hubschraubern an, die auch am Sonntagmorgen noch im Einsatz waren. Der Tatverdächtige ist weiterhin auf der Flucht, und das Gebiet um den Potsdamer Platz ist abgesperrt. Die Behörden haben jeden, der die Person sichtet, aufgefordert, den Notruf zu wählen, ohne sich ihm zu nähern.
- Weißer Lieferwagen fährt während der CSD-Parade in die Menschenmenge im Tiergarten und prallt gegen einen Baum
- Fahrer flüchtet zu Fuß; Polizei riegelt den Bereich ab, ruft restliche Feierlichkeiten ab
- Rettungskräfte versorgen Verletzte; Bürgermeister Wegner trifft am Tatort ein
- Polizei bestätigt 1 Tote, 16 Verletzte; drei Menschen schweben in Lebensgefahr
- Verdächtiger als 21-jähriger Islamist Abdul B. identifiziert; Wohnung in Schöneberg durchsucht
- Großfahndung läuft weiter, Spezialkräfte bleiben stadtweit im Einsatz


