
FC Thuns Champions-League-Traum endet in der Verlängerung nach Roter Karte für Kapitän Bürki und Dinamo-Zagreb-Aufholjagd
Eine 2:0-Führung nach 22 Minuten zerrann, als die Schweizer Meister Marco Bürki in der 67. Minute vom Platz stellten, sodass Dinamo Zagreb in der Verlängerung 3:2 gewann und sich in der zweiten Qualifikationsrunde mit 4:3 in der Addition durchsetzte.
Der FC Thun war nur 14 Minuten von der dritten Champions-League-Qualifikationsrunde entfernt, doch eine Rote Karte drehte die Begegnung und beendete den Lauf mit 3:2 nach Verlängerung im Stadion Maksimir in Zagreb.
Frühe Führung bringt das Heim-Publikum zum Schweigen
Die Schweizer Meister landeten zwei frühe Treffer in einem ausverkauften Stadion mit 20.000 Zuschauern, darunter ein paar hundert mitgereiste Fans. Brighton Labeau staubte in der 4. Minute nach einer flachen Hereingabe von Nassim Zoukit aus kurzer Distanz ab. Kapitän Marco Bürki erhöhte in der 22. Minute auf 2:0, als er einen Freistoß von Fabio Fehr per Kopf am Dinamo-Torwart vorbei ins Tor beförderte. Die Heimmannschaft brachte im restlichen Verlauf der ersten Halbzeit kaum etwas Zählbares zustande.
Offenbar gibts nach massiven Problemen mit der Bild- und Tonleitung in Zagreb bloss eine einzige Kameraeinstellung, die dem VAR und dem Schiedsrichter zur Verfügung steht.
Der Moment, der das Spiel kippte
In der 67. Minute verlor Bürki den Ball knapp außerhalb des eigenen Strafraums und foulte einen Angreifer in aussichtsreicher Position. Der Schiedsrichter zeigte zunächst die Gelbe Karte, hob sie nach VAR-Überprüfung jedoch auf Rot auf, da das Foul eine klare Torchance verhinderte. Dieselbe VAR-Überprüfung nutzte eine einzige verfügbare Kameraeinstellung, da die Übertragung aus Zagreb gestört war, was Schweizer TV-Zuschauer kurzzeitig ohne Bilder ließ.
Offenbar gibts nach massiven Problemen mit der Bild- und Tonleitung in Zagreb bloss eine einzige Kameraeinstellung, die dem VAR und dem Schiedsrichter zur Verfügung steht.
Zagreb nutzt die Überzahl
Dinamo glich innerhalb von 11 Minuten aus. Top-Torjäger Dion Beljo köpfte in der 74. Minute den ersten Treffer, und Mittelfeldspieler Lukas Kacavenda wiederholte das Kunststück in der 78. Minute – beide trafen gegen eine Thuner Abwehr, die noch in numerischer Überzahl war. Die Schweizer hielten in den Schlussminuten der regulären Spielzeit durch und erzwangen die Verlängerung.
Verlängerung und der entscheidende Schlag
In der 112. Minute zog Linksverteidiger Moris Valincic durchs Mittelfeld und donnerte einen Weitschuss ab, den Torwart Niklas Steffen nicht halten konnte. Das Tor bescherte Dinamo einen 4:3-Gesamtsieg und den Einzug in die dritte Qualifikationsrunde. Thuns einziger nennenswerter Versuch in der Verlängerung war ein Schuss von Michael Heule, der am Tor vorbeiging.
Valincic marschiert durchs halbe Mittelfeld und knallt die Kugel dann mit Wucht in die Maschen.
Wie es weitergeht
Thun steigt in die dritte Qualifikationsrunde der Europa League ein. Dinamo Zagreb setzt seinen Weg in Richtung Champions-League-Gruppenphase fort.
- Brighton Labeau trifft zur 1:0-Führung für Thun
- Kapitän Marco Bürki köpft einen Freistoß zum 2:0
- Bürki nach VAR-Überprüfung wegen Fouls als letzter Mann vom Platz gestellt
- Dion Beljo verkürzt für Dinamo Zagreb
- Lukas Kacavenda gleicht für Dinamo aus
- Moris Valincic erzielt den Siegtreffer für Dinamo (3:2)


