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Konflikte·gestern

Schweizer Behörden stufen Messerangriff am Bahnhof Winterthur als Terrorismus ein – Angreifer rief 'Allahu Akbar'

Ein 31-jähriger Schweizer mit türkischen Wurzeln hat am Donnerstag am Bahnhof Winterthur bei Zürich drei Menschen niedergestochen und dabei 'Allahu Akbar' gerufen. Die Behörden stufen die Tat als Terrorismus ein und verweisen auf Radikalisierung und Extremismus.

Angriff am Bahnhof Winterthur

Am Morgen des 28. Mai 2026 griff ein Mann mit einer Klinge kurz nach 8:30 Uhr Ortszeit Passagiere am Bahnhof Winterthur bei Zürich in der Schweiz an. Drei Personen, alles Schweizer Staatsangehörige im Alter von 28, 43 und 52 Jahren, wurden niedergestochen und ins Krankenhaus gebracht. Ein Opfer erlitt schwere Verletzungen, die anderen beiden mittelschwere Wunden. Der Verdächtige, ein 31-jähriger Schweizer, wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen.

Einstufung als Terrorismus

Mario Fehr, Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, hielt am Nachmittag eine Pressekonferenz ab und bezeichnete den Vorfall explizit als terroristische Tat.

Ich betone besonders den Begriff 'Terroranschlag'.

Marius Weyermann von der Kantonspolizei Zürich ergänzte, das Motiv sei 'im Bereich der Radikalisierung und des Extremismus zu suchen.' Bundespräsident Guy Parmelin reagierte auf Social Media und sagte, er sei

schockiert über den Terroranschlag heute Morgen in Winterthur

. Die rasche Einstufung durch die Behörden unterstrich, wie ernst sie den Angriff nahmen.

Rufe von 'Allahu Akbar' und Panik

Mehrere Schweizer Medien, darunter der Blick, berichteten, der Angreifer habe vor und während der Tat 'Allahu Akbar' (Gott ist groß) gerufen. Ein Augenzeuge schilderte die Szene:

Ich war etwa 30 Meter entfernt und hörte, wie ein Mann hinter mir fünf- oder sechsmal 'Allah Akbar' rief.

anonymer Zeuge
Der Zeuge sah eine Gruppe von Kindergartenkindern und Passanten, die in Panik flohen. Ein weiteres Video, das der Blick erhielt, zeigt einen Mann, der mit einem Messer aus der Bahnhofshalle rennt und dabei den Ausspruch skandiert. Umstehende schrien und rannten weg. Der Taxifahrer Turhan Muslu (65) sagte, er habe gesehen, wie der Angreifer versuchte, einen Mann zu erstechen, der sich heftig wehrte, bevor Sicherheitskräfte den Verdächtigen überwältigten. Ein anderer Taxifahrer, Basharat Iqbal, drückte sein Entsetzen aus und sagte gegenüber AFP:

Wir wollen Frieden.

Hintergrund des Verdächtigen

Ermittlungen ergaben, dass der 31-jährige Verdächtige sowohl die schweizerische als auch die türkische Staatsbürgerschaft besaß und der Polizei bereits bekannt war. Laut ABC Español hatte der Mann frühere Verbindungen zur An-Nur-Moschee, die vor einem Jahrzehnt aufgrund ihrer Verbindungen zu radikalen islamistischen Bewegungen geschlossen wurde. Diese frühere Verbindung bekräftigte die Einschätzung der Behörden hinsichtlich extremistischer Motive. Die Polizei hat den Namen des Verdächtigen nicht veröffentlicht, und die Ermittlungen zu seinen genauen Motiven und möglichen Netzwerken dauern an.

Nachwirkungen und Sicherheit

Nach dem Angriff waren Polizeiabsperrungen innerhalb und außerhalb des Bahnhofs sichtbar, die Züge verkehrten jedoch planmäßig, wie die SBB der AFP mitteilten. Die schnelle Festnahme und das Ausbleiben weiterer Gewalt begrenzten das Ausmaß des Vorfalls, doch das Ereignis hat in der Schweiz, einem Land, das selten mit groß angelegten Terroranschlägen in Verbindung gebracht wird, einen Schock ausgelöst. Der Anschlag auf einen belebten Bahnhofsknotenpunkt hat erneute Diskussionen über Radikalisierung und öffentliche Sicherheit ausgelöst.

Winterthur

8 Quellen

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