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Sicherheit·vor 2 Std.

Forensische Ergebnisse entkräften Theorie des erweiterten Suizids bei Doppelmord in Aigio

Neue Ergebnisse aus dem Kriminallabor zeigen, dass das Küchenmesser abgewischt wurde und das weibliche Opfer keine Schmauchspuren aufwies, was die Behauptung des Angeklagten von einer gegenseitigen Tötung entkräftet.

Die Ermittlungen

Der Doppelmord im Dorf Loggos bei Aigio forderte das Leben einer 54-jährigen Frau und ihres 26-jährigen Sohnes. Der 65-jährige italienische Lebensgefährte der Frau, der am Tatort festgenommen wurde, befindet sich seit Samstag wegen vorsätzlichen Mordes in Untersuchungshaft. Er bestreitet weiterhin jede Beteiligung und behauptet, die Mutter habe ihren Sohn getötet und anschließend Suizid begangen.

Forensische Beweise widersprechen der Verteidigung

Berichte des Kriminallabors vom Montag stellen diese Darstellung infrage. Das Küchenmesser – eine 20 Zentimeter lange Klinge, die unter dem Körper der Frau gefunden wurde – wies keinerlei Fingerabdrücke auf. Polizeiquellen teilten Patrapress.gr mit: „Das Messer wurde aus der Küche ins Schlafzimmer gebracht. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass es zumindest den Abdruck dessen tragen müsste, der es zuletzt hielt. Das völlige Fehlen von Spuren sagt viel darüber aus, wie der Täter mit der Tatwaffe umgegangen ist.“ An den Händen der Frau wurden keine Schmauchspuren festgestellt, und der Bericht des Gerichtsmediziners schließt die Möglichkeit aus, dass sie den Schuss abgab, der ihren Sohn tötete.

Anzeichen für Inszenierung und Spurenbeseitigung

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatort bewusst so arrangiert wurde, um eine gegenseitige Tötung vorzutäuschen. Mit einem speziellen chemischen Mittel wurden in anderen Räumen des Hauses Blutspuren gefunden, die teilweise verwischt worden waren. Auch die Unterwäsche des Verdächtigen, die er gewaschen hatte, wies Blutspuren auf. Ein Messer und eine Waffe vom Typ Flobert wurden am Tatort zurückgelassen, doch die Fingerabdrücke der Frau auf der Waffe und einem Laptop waren blutig, was darauf hindeutet, dass sie diese erst berührte, nachdem sie bereits verletzt worden war. Die Polizeisprecherin Konstantina Dimoglidou erklärte: „Es gibt Beweise dafür, dass der Tatort verändert wurde. Jemand hat eingegriffen, um Spuren zu verwischen.“ Sie fügte hinzu, dass im Haus keine Reinigungsutensilien wie Besen oder Wischmopp gefunden wurden, während die ersten Beamten am Tatort einen starken Alkoholgeruch wahrnahmen.

Die Version des Verdächtigen

Der 65-Jährige behauptet, er habe geschlafen und nichts bemerkt. Er sagte den Behörden: „Ich ging nachsehen, ob er in seinem Zimmer ist, und da die Tür nicht aufging, ging ich hinten herum, aber sie war verschlossen. Vielleicht hat Maria ihren Sohn getötet und sich dann selbst getötet. Ihr ging es allgemein nicht gut.“ Er gibt an, voll kooperiert zu haben und der Polizei sogar dabei geholfen zu haben, Fragmente des Mobiltelefons seiner Partnerin zu finden.

Möglicher Komplize wird untersucht

Angesichts der offensichtlichen Reinigungsbemühungen und der Entfernung belastender Gegenstände prüft die Polizei nun, ob der Verdächtige einen Komplizen hatte, der ihn aus der Ferne – möglicherweise per Telefon – bei der Beseitigung von Beweisen anleitete. Ein Antrag auf Aufhebung des Fernmeldegeheimnisses wurde gestellt, da die Ermittler davon ausgehen, dass keine zweite Person physisch im Haus anwesend war.

Wichtige Ereignisse bei den Ermittlungen zum Doppelmord in Aigio
  1. Doppelmord in Loggos, Aigio; eine 54-jährige Frau und ihr 26-jähriger Sohn werden getötet.
  2. Der 65-jährige italienische Lebensgefährte der Frau ruft etwa sechs Stunden nach den Tötungen die Polizei.
  3. Der Mann wird wegen des Verdachts auf Doppelmord festgenommen.
  4. Er wird von einem Untersuchungsrichter und Staatsanwalt wegen vorsätzlichen Mordes in Untersuchungshaft genommen.
  5. Forensische Laborergebnisse zeigen ein abgewischtes Messer, blutige Fingerabdrücke und das Fehlen von Schmauchspuren, was der Aussage des Verdächtigen widerspricht.
Aigio

8 Quellen

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