Konflikte · Rakka und Berlin

Deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann nach fünf Monaten aus syrischem Gefängnis entlassen

Eva Maria Michelmann, eine deutsche Journalistin aus Köln, kehrte am Freitag nach fünf Monaten in syrischer Haft nach Deutschland zurück, wo sie ohne Anklage festgehalten und gefoltert wurde. Ihre Freilassung erfolgte nach monatelangen diplomatischen Bemühungen Berlins und einer öffentlichen Kampagne ihrer Familie.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, Η Ναυτεμπορική, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rakka, Berlin · Syrien, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 18.01.Festgenommen während einer syrischen Regierungsoperation in Rakka zusammen mit Kollege Ahmed Polad.
  2. 9.06.Anwalt warnt, dass sich ihr Gesundheitszustand nach Folter und unablässigen Verhören drastisch verschlechtert hat.
  3. 12.06.Deutsches Konsulat besucht Michelmann im Gefängnis.
  4. 19.06.Am Morgen freigelassen, am selben Nachmittag über Jordanien nach Deutschland zurückgekehrt.

Freilassung und Rückkehr

Eva Maria Michelmann landete am Freitagnachmittag in Berlin, nachdem sie am selben Tag aus einem syrischen Gefängnis freigelassen worden war, wie ihr Anwalt Roland Meister mitteilte. Sie wurde dann von ihrem Bruder Antonius abgeholt, der sagte:

„Ihr geht es den Umständen entsprechend gut.“

Antonius Michelmann, Bruder
Ihrer Freilassung gingen eine längere Zeit der Einzelhaft und ein sich verschlechternder Gesundheitszustand voraus. Meister bestätigte:

„Es kann bestätigt werden, dass Eva M. Michelmann heute Morgen freigelassen wurde und am Nachmittag nach Deutschland zurückgekehrt ist.“

Roland Meister, Anwalt

Festnahme und Verhör

Michelmann wurde am 18. Januar 2026 während einer Militäroperation der syrischen Regierung in der Stadt Rakka festgenommen, einem Gebiet, das zuvor unter kurdischer Kontrolle stand. Nach Angaben des syrischen Informationsministeriums wurden sie und ihr türkisch-kurdischer Kollege Ahmed Polad in einem Gebäude festgesetzt, das mit den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in Verbindung steht. Sie wurde ohne Anklage festgehalten und in Einzelhaft gesteckt. Ihr Bruder berichtete, dass sie Stromschläge erlitt. Ihr Anwalt erklärte später:

„Sie wurde gefoltert und unablässigen Verhören ausgesetzt, selbst nachts.“

Roland Meister, Anwalt
Der Anwalt warnte etwa zehn Tage vor ihrer Freilassung, dass sie stark an Gewicht verloren habe und ihr Gesundheitszustand sich drastisch verschlechtere.

Familienkampagne und konsularischer Druck

Monatelang hatten Michelmanns Familie und Anwalt keine Informationen über ihren Aufenthaltsort. Sie führten eigene Ermittlungen durch, um sie im syrischen Gefängnis aufzuspüren, und starteten eine öffentliche Kampagne mit Mahnwachen und Pressekonferenzen, während sie der deutschen Regierung Untätigkeit vorwarfen. Antonius Michelmann beschrieb die Erfahrung als

„eine unerträgliche Belastung zwischen Hoffnung und Enttäuschung.“

Antonius Michelmann, Bruder
Das deutsche Konsulat in Damaskus sicherte schließlich konsularische Besuche; der letzte bekannte Besuch war am 12. Juni. Auch hochrangige Gespräche des Auswärtigen Amts in Berlin trugen zum Druck auf Damaskus bei, und der Bruder glaubt, dass öffentlicher Druck eine entscheidende Rolle bei ihrer Freilassung spielte.

Wichtige Daten

Schicksal von Ahmed Polad

Michelmanns Kollege Ahmed Polad, ein türkisch-kurdischer Journalist, der mit ihr für die in Istanbul ansässige Nachrichtenagentur Etkin News Agency (ETHA) und Özgür TV arbeitete, wurde im Januar zusammen mit ihr festgenommen und ist weiterhin verschollen. Antonius Michelmann sagte, es gebe noch immer keine Spur von ihm. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) hatte zuvor die mangelnde Transparenz der syrischen Regierung verurteilt und Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit im Land geäußert.

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