
Suche zwischen Italien und Griechenland nach spanischem Segler fortgesetzt, der nach Ausrutschen auf Thunfischblut verloren ging
Die Seebehörden Spaniens, Italiens und Griechenlands suchen nach dem 66-jährigen Juan José Mutilba Obregón, der zwischen Sizilien und Griechenland nach einem Ausrutscher auf Thunfischblut von einem Katamaran über Bord fiel.
Verschwinden im Ionischen Meer
Rettungsteams aus Italien und Griechenland suchen nach Juan José Mutilba Obregón, einem 66-jährigen pensionierten spanischen Geschäftsmann aus Burgos, der zwischen Sizilien und Griechenland über Bord fiel. Mutilba, ein lizenzierter Yachtkapitän und Segelbegeisterter, war am Montag, dem 17. August 2026, zusammen mit seiner Frau vom sizilianischen Hafen Syrakus abgefahren. Ihr Ziel war die Küstenstadt Pylos im Süden Griechenlands. Am Morgen des Dienstags, 18. August 2026, während der Fahrt durch offene Gewässer zwischen den beiden Ländern, fing Mutilba einen Thunfisch an Deck. Laut Berichten seiner Familie gegenüber der Nachrichtenagentur EFE und der Regionalzeitung Diario de Burgos rutschte er auf dem Blut des Fisches aus und fiel ins Meer.
Drei Tage treibend ohne Kommunikation
Nach dem Sturz blieb Mutilbas Frau an Bord des französisch beflaggten Katamaran-Segelboots, konnte das Schiff jedoch nicht anhalten oder Manöver durchführen, um ihren Mann zu erreichen und zu retten. Sie versuchte sofort nach dem Unfall einen Notruf abzusetzen, aber das Schiff hatte in diesem Seegebiet keine Mobilfunkabdeckung. Der Katamaran trieb außer Kontrolle weiter und entfernte sich von der Stelle, an der Mutilba ins Wasser gefallen war. Die Frau blieb drei Tage lang ohne Kommunikation an Bord gestrandet und trieb zwischen Süditalien und dem Südwesten Griechenlands umher.
- Juan José Mutilba Obregón und seine Frau brechen von Syrakus, Sizilien, zu einer Reise nach Pylos, Griechenland, auf.
- Mutilba fällt am Morgen nach einem Ausrutscher auf Fischblut über Bord und lässt seine Frau treibend an Bord des Schiffes zurück.
- Frau erhält Mobilfunksignal, alarmiert Notdienste über einen Freund, und griechische Einsatzkräfte fangen das Boot 18 Seemeilen vor Pylos ab.
- Die Suchbemühungen der italienischen und griechischen Behörden auf See bleiben aktiv.
Internationaler Sucheinsatz
Am Freitag, dem 21. August 2026, drei Tage nach dem Vorfall, bekam die Frau wieder Mobilfunkempfang und rief einen Familienfreund mit Navigationserfahrung an. Der Freund kontaktierte die spanische Seenotrettungsbehörde Salvamento Marítimo, die die Notfallmeldung an ihre italienischen und griechischen Kollegen weiterleitete. Die griechischen und italienischen Behörden mobilisierten Ressourcen in den Sektor und setzten zwei Küstenwachboote, ein Landfahrzeug und das kommerzielle Fischereischiff IOANNA-MARINA ein. Griechische Rettungskräfte orteten das französisch beflaggte Segelboot etwa 18 Seemeilen vor der Küste von Pylos, Griechenland, wo es ohne Navigationskontrolle trieb. Die Retter schleppten den Katamaran mit der Frau an Bord sicher in den Hafen von Pylos.
Hintergrund des Schiffs und diplomatische Benachrichtigung
Mutilba trat 2021 in den Ruhestand und widmete seither einen großen Teil seiner Zeit dem Freizeitsegeln mit seiner Frau, so die Aussagen seines Sohnes Sergio Mutilba. Das Paar hatte das Katamaran-Segelboot im Februar 2026 gekauft. Die Familie erklärte, dass die Frau zwar grundlegende Segelkenntnisse besitze, aber mit den spezifischen Bedienelementen des neu erworbenen Katamarans nicht vertraut sei – ein Schiff, das in einem Notfall für eine einzelne Person schwierig zu handhaben sei. Die Suche nach dem vermissten Geschäftsmann bleibt im Meereskorridor zwischen Italien und Griechenland aktiv. Die Familie hat auch die spanische Botschaft in Rom benachrichtigt, um weitere institutionelle Unterstützung zu erbitten.


