
Luft- und Seesuche vor der Île d'Yeu eingeleitet, nachdem leere 13-Meter-Segelyacht treibend gefunden wurde
Französische Rettungskräfte setzten einen Hubschrauber und ein Seeaufklärungsflugzeug vor der Vendée-Küste ein, nachdem eine kommerzielle Fähre eine verlassene 13-Meter-Segelyacht ohne aktiven Notrufsender entdeckt hatte.
Erste Sichtung vor der Île d'Yeu
Am Montag, dem 17. August 2026, leiteten die französischen Seebehörden eine Suchaktion vor der Küste der Île d'Yeu im Département Vendée ein. Der Alarm wurde am späten Nachmittag von einem Passagier an Bord einer kommerziellen Fähre der Reederei Brittany Ferries ausgelöst. Das Passagierschiff befand sich auf seiner planmäßigen internationalen Route zwischen Portsmouth im Vereinigten Königreich und Bilbao in Spanien. Während der Überquerung der Gewässer vor der Atlantikküste Westfrankreichs bemerkte der Passagier eine 13-Meter-Segelyacht, die offenbar in Schwierigkeiten war und unkontrolliert trieb. Die Beobachtung wurde umgehend der Fährenbesatzung mitgeteilt, die Vorbereitungen traf, um die Situation direkt zu beurteilen.
Rettungsbootinspektion findet leeres Schiff
Nach Erhalt der Passagiermeldung unterbrach das Schiff der Brittany Ferries seine Fahrt nach Bilbao, um eine sofortige Bewertung vorzunehmen. Die Fährenbesatzung setzte ein Rettungsboot mit drei Besatzungsmitgliedern aus, um sich der 13-Meter-Yacht zu nähern. Die drei Männer legten längsseits an und inspizierten sowohl das Deck als auch die umliegende Wasseroberfläche. Sie fanden an Bord der Yacht keine Lebenszeichen und auch keine Spur von Besatzungsmitgliedern oder Passagieren im nahen Meer. Ein Journalist der Agence France-Presse, der ebenfalls als Passagier an Bord der britischen Fähre reiste, beobachtete den Einsatz und berichtete, dass das Inspektionsteam keine Insassen auf dem Schiff fand.
Koordination durch CROSS Étel
Nach dem ersten Bericht der Fährenbesatzung übernahm das Regionale Operationszentrum für Überwachung und Rettung (CROSS) mit Sitz in Étel die Koordination der Notfallsuche. Die Rettungsleitstelle mobilisierte am späten Nachmittag spezielle Luftfahrzeuge, um mögliche Insassen zu orten, die sich vom Boot getrennt haben könnten. Der Sucheinsatz umfasste einen Rettungshubschrauber, unterstützt von einem Seeaufklärungsflugzeug. Die Flugzeuge führten in geringer Höhe Suchflüge über dem Seegebiet vor der Île d'Yeu durch, um vor Einbruch der Dunkelheit Personen im Wasser zu entdecken. Die Präfektur des Atlantiks bestätigte, dass die Rettungsteams damit beauftragt waren, mögliche Insassen der 13-Meter-Segelyacht im ausgewiesenen Suchgebiet zu finden.
- Ein Passagier auf der Strecke Portsmouth–Bilbao der Brittany Ferries entdeckt eine 13-Meter-Segelyacht, die bei leichter See treibt.
- Die Fähre unterbricht ihre Fahrt und setzt drei Besatzungsmitglieder in einem Rettungsboot aus, die an Bord keine Lebenszeichen finden.
- CROSS Étel übernimmt die Koordination und setzt einen Suchhubschrauber sowie ein Seeaufklärungsflugzeug ein.
- Die Präfektur des Atlantiks bestätigt die laufenden Suchmaßnahmen und stellt fest, dass kein Notrufsender ausgelöst wurde.
Suchbedingungen und Funkstille
Die Suchoperationen fanden bei relativ ruhigen Seebedingungen statt, die von den Seebehörden als leichte See mit geringem Wellengang beschrieben wurden. Trotz des Einsatzes von Luftsucheinheiten am gesamten Montagabend blieb die genaue Anzahl der Personen, die sich an Bord der 13-Meter-Segelyacht befunden hatten, völlig unbekannt. Die Sicherheitsbehörden stellten fest, dass vor der Sichtung durch den Fährpassagier keine Notrufe abgesetzt worden waren.
Kein Notrufsender wurde ausgelöst.
Das Fehlen eines aktivierten Notrufsenders ließ die Suchteams ohne automatische Positionsdaten oder einen Zeitstempel des Notrufs für das Schiff zurück. Während die Einsätze in der Nacht zum Montag, dem 17. August 2026, fortgesetzt wurden, hielten die französischen Seebehörden die Luftüberwachung im Sektor Vendée aufrecht, um mögliche vermisste Seeleute des treibenden Schiffs zu lokalisieren.


