
Griechische Polizei nimmt auf Kreta zehn Personen wegen Subventionsbetrugs und Drogenhandels fest
Die griechischen Behörden in Mylopotamos haben eine kriminelle Bande zerschlagen, die beschuldigt wird, Viehsubventionen betrogen und Betäubungsmittel vertrieben zu haben. Bei koordinierten Razzien auf Kreta am 19. September 2026 wurden zehn Personen festgenommen.
Koordinierte Operation in Mylopotamos
Die Polizeibehörden auf Kreta führten am Morgen des 19. September 2026 eine koordinierte Operation in der Gemeinde Mylopotamos durch. Die Operation wurde von der Abteilung für Drogenverfolgung der Unterdirektion für Strafverfolgung und Ermittlungen in Rethymno nach einer mehrmonatigen Untersuchung organisierter illegaler Aktivitäten geleitet. Spezialisierte Einheiten unterstützten die Operation, darunter die Polizeieinsatzabteilungen von Mylopotamos und Rethymno, die Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung (EKAM) von Kreta sowie Teams zur Kriminalitätsprävention und -bekämpfung aus Rethymno und Iraklio. Die Beamten vollstreckten Durchsuchungsbefehle in Wohnhäusern, Schafställen und umliegenden ländlichen Einrichtungen, die von den Verdächtigen genutzt wurden. Die Operation führte zur Festnahme von zehn Personen, von denen die meisten derselben Familie angehören.
- Griechische Staatsangehörige
- 8
- Ausländische Staatsangehörige
- 2
Agrarsubventionsbetrug und Viehbestandsprüfungen
Ein zentraler Schwerpunkt der Untersuchung betrifft betrügerische Anträge auf Agrar- und Viehsubventionen über OPEKEPE. Bei physischen Inspektionen der Schafställe der Verdächtigen zählten die Beamten den Viehbestand und stellten Verstöße gegen polizeiliche Vorschriften zur Bekämpfung von Viehdiebstahl fest, insbesondere die Unfähigkeit der Betreiber, ihre Herden zur Inspektion zusammenzutreiben. Wo immer eine Zählung möglich war, stellten die Behörden deutlich weniger Schafe und Ziegen fest als die offiziell in den Verwaltungsunterlagen angegebenen Zahlen. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die Gruppe gefälschte Dokumente und geliehene Tiere verwendete, um Herdengrößen falsch darzustellen und illegale finanzielle Vorteile zu erlangen. Die illegalen Einnahmen aus dem Subventionsbetrug und dem Drogenhandel wurden anschließend in den Erwerb von Mobiltelefonen und Immobilien gewaschen.
Anbaufläche und beschlagnahmte Vermögenswerte
Neben den finanziellen Unregelmäßigkeiten entdeckten die Suchteams eine aktive Betäubungsmittelanbaufläche neben einem Schafstall, der einem der griechischen Verdächtigen gehörte. Die Plantage befand sich in einem speziell angelegten Bereich, der durch natürliche Einzäunung verborgen war, und enthielt 11 kultivierte Cannabispflanzen mit einer Höhe von bis zu 3 Metern. Zwei ausländische Staatsangehörige, die ohne gültige Aufenthaltsdokumente in Griechenland lebten, wurden vor Ort mit Cannabismengen angetroffen. An allen durchsuchten Orten beschlagnahmten die Behörden 995 Gramm verarbeitetes Cannabis, 1.850 Euro Bargeld aus illegalen Aktivitäten, 18 Mobiltelefone, drei Messer und zwei Präzisionswaagen. Die Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmten außerdem acht Kraftfahrzeuge und stellten eine gestohlene Baumaschine sicher, die ihrem rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben wurde.
- Mobiltelefone
- 18 Stück
- Cannabispflanzen
- 11 Stück
- Lastkraftwagen
- 7 Stück
- Messer
- 3 Stück
- Waagen
- 2 Stück
- Personenkraftwagen
- 1 Stück
- Baumaschinen
- 1 Stück
Gerichtsverfahren und laufende Ermittlungen
Die zehn Festgenommenen, bestehend aus acht griechischen und zwei ausländischen Staatsangehörigen, sollten dem Amtsanwalt von Rethymno überstellt werden. Die formellen Anklagen umfassen die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Agrarsubventionsbetrug, Drogenhandel, Waffenverstöße, Verstöße gegen Einwanderungsgesetze, Steuerhinterziehung, Sachbeschädigung, Diebstahl und Verstöße gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Viehdiebstahl. Die Abteilung für Drogenverfolgung der Unterdirektion für Strafverfolgung und Ermittlungen in Rethymno bleibt für die vorläufigen Ermittlungen zuständig. Die Ermittlungen werden fortgesetzt, um die genaue Rolle jedes Teilnehmers zu klären und den gesamten Umfang der Finanztransaktionen zu untersuchen.


