Starkregen durch die DANA Adam, ein isoliertes Höhentief, traf ab Sonntag, 18. Oktober, den Süden der Provinz Valencia und den Norden von Alicante; Flüsse traten über die Ufer, Häuser wurden überflutet. Die Generalitat Valenciana erklärte in den Gebieten Safor und Marina Alta den Notstand und verschickte einen roten Es-Alert, ihre höchste Hochwasserwarnstufe, mit der Aufforderung, sich von Flüssen und Bächen fernzuhalten, zu Hause zu bleiben und in obere Stockwerke zu gehen. Zudem ordnete sie die verpflichtende Ausgangssperre für die Einwohner von 145 Gemeinden an der Küste südlich von Valencia und nördlich von Alicante an. Am Sonntag wurden Straßen um Pego, Dénia und El Verger gesperrt, und bis zum späten Nachmittag standen mehrere Straßen in der Marina Alta unter Wasser.
Die Koordinierungsdienste für Notfälle meldeten bislang drei Todesfälle, alle Opfer waren Frauen. Die Unidad Militar de Emergencias (UME) bestätigte unter Berufung auf Quellen des Verteidigungsministeriums gegenüber dem Radiosender Cadena Ser, dass in Oliva eine Leiche geborgen wurde. Der Leichnam einer zweiten Frau wurde am frühen Morgen an einem Strand in Sagunto gefunden, wohin der Regen sie gespült hatte. Das dritte Opfer wurde in Cabrera del Mar (Barcelona) von einem Sturzbach mitgerissen, als sie versuchte, das Gebiet mit Angehörigen zu durchqueren, nachdem es seit Samstag in Katalonien Überschwemmungen gegeben hatte. Ihr Leichnam wurde am Sonntag in der Nähe der Mole von Premià del Mar geborgen.
Daten aus dem Artikeltext
In Oliva erklärte Bürgermeisterin Yolanda Pastor, 2.000 Menschen seien von sieben Campingplätzen evakuiert worden. Ein überfluteter Campingplatz in Xàbia führte zudem dazu, dass rund hundert Menschen in eine von der Stadtverwaltung und dem Roten Kreuz eingerichtete Unterkunft gebracht wurden.
Das Consorcio Provincial de Bomberos de Valencia aktivierte am Samstagnachmittag, 17. Oktober, seinen besonderen Verstärkungsplan und erklärte, dieser bleibe bis zum Ende des Montags aktiv. Am Sonntag regnete es durchgehend stark, und Einsatzkräfte der Guardia Civil arbeiteten die ganze Nacht hindurch und prüften, ob noch Menschen in Fahrzeugen saßen, die von den Fluten mitgerissen wurden. Die Guardia Civil setzte zudem ihre Unterwassergruppe GEAS aus Alicante ein.
Beamte der Guardia Civil orteten gemeinsam mit der Bergrettungseinheit GREIM ein vollständig überflutetes Haus in Oliva und brachten eine Frau und ihre zwei Kinder per Hubschrauber vom Dach in Sicherheit. Ein Hubschrauber der Salvamento Marítimo, die Helimer 202, rettete in Oliva auf Anfrage des Notfalldienstes der Generalitat acht Erwachsene, ein Kind, ein Baby und einen Hund und flog am Montag weiter über das Gebiet, falls ein weiterer Einsatz nötig würde. In Gandia rettete die Policía Nacional eine 93-Jährige, die in ihrem Haus eingeschlossen war, wo das Wasser mehr als 1,5 Meter hoch stand, mit einem Paddelbrett. Das Provinz-Feuerwehrkonsortium erklärte, ein großer Teil der Rettungen erfolge aus der Luft, weil der Zugang schwierig sei.
Die Gerichte in Dénia (Alicante) und Gandia (Valencia) setzten am Montag ihre ordentliche Tätigkeit aus, und das Gerichtsgebäude in Gandia wurde geschlossen. Das Leitungsgremium des Obersten Gerichtshofs von Valencia (TSJCV) trat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, leitete die Entscheidungen an den Generalrat der Judikative weiter und informierte das regionale Justizministerium sowie die Anwaltskammern. Der Bauernverband AVA-Asaja schätzte in einer ersten Einschätzung, dass Niederschläge von mehr als 600 Litern pro Quadratmeter rund 8.000 Hektar Anbauflächen und landwirtschaftliche Infrastruktur betreffen könnten, vor allem in Safor und der Marina. Am stärksten betroffen sind Zitrusfrüchte, insbesondere Navelina-Orangen, deren Ernte gerade erst begonnen hat; der Verband bat die Behörden um Fungizidbehandlungen, direkte Hilfen und steuerliche Maßnahmen – fast zwei Jahre nach der Katastrophe vom 29. Oktober 2024.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wandte sich an die Regionalpräsidentin der Balearen, Marga Prohens, um sich nach den Auswirkungen der DANA Adam zu erkundigen, wie sie auf X mitteilte.
„Der Präsident der Regierung Spaniens hat mich kontaktiert, um sich über die Auswirkungen der DANA Adam auf den Balearen zu informieren und die Lage zu erfahren.“
Prohens dankte zudem den UME-Einheiten, die am 18. Oktober über Nacht nach Mallorca und Eivissa entsandt wurden, sowie für den ständigen Kontakt mit dem staatlichen Wetterdienst Aemet. Die Behörden der Balearen bleiben angesichts von Regen und Unwetterlage mit größter Vorsicht im Einsatz.
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Pollar unterstützenSicherheit · Valencia, Oliva und Gandia
Die Einwohner von 145 Gemeinden wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, während die DANA Adam Starkregen über Valencia und Alicante brachte. Die Rettungskräfte zählten drei Tote, rund 2.000 Menschen wurden von Campingplätzen in Oliva in Sicherheit gebracht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press und ANSA.it. Geändert .