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Stürme und Starkregen fegen über Polen hinweg: IMGW gibt Warnungen für acht Woiwodschaften heraus

Polen bereitet sich auf eine dynamische und lokal gefährliche Wetteränderung vor: Das IMGW gibt ab Sonntagnachmittag erststufige Warnungen vor Stürmen, starkem Regen und kräftigen Windböen für acht Woiwodschaften heraus.

In den kommenden Stunden steht Polen ein deutlicher Wetterumschwung bevor: Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) warnt vor Stürmen, heftigen Regenfällen und starken Windböen. Die instabilen Bedingungen sollen am Sonntagnachmittag einsetzen und bis in die Nacht zum Montag, dem ersten Tag des meteorologischen Sommers, anhalten. Ein aus dem Atlantik heranziehendes Tiefdruckgebiet, das mit einem Sekundärtief namens Mechthild verbunden ist, sorgt für das unbeständige Wetter.

Bedrohung am Sonntag: Nordosten im Visier

Am Sonntagnachmittag konzentriert sich die Hauptbedrohung auf den nordöstlichen Teil des Landes. Für ein Gebiet, das vom Raum Polesie Lubelskie über Podlachien, Ostmasowien bis hin zur Region Masuren reicht, werden Gewitter mit Niederschlagsmengen von bis zu 20 mm und Böen um 60 km/h vorhergesagt. Als Reaktion darauf hat das IMGW erststufige Unwetterwarnungen für große Teile der Woiwodschaften Ermland-Masuren und Podlachien sowie für die nordöstlichen Randgebiete Masowiens herausgegeben. Diese Warnungen gelten von 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

Der Sonntagnachmittag wird von einem mäßigen bis starken Bewölkungsgrad geprägt sein, mit Ausnahme des nördlichen Landesteils, wo es gegen Abend etwas mehr Aufhellungen geben könnte.

Verlagerung in der Nacht: Starker Regen zieht nach Süden

Mit Einbruch der Nacht verlagert sich der Schwerpunkt des Wettergeschehens in den Süden und Südwesten. Es wird erwartet, dass sich ein Band mit anhaltenden und intensiven Regenfällen, durchsetzt mit eingebetteten Gewittern, von den Sudeten in Richtung Karpaten verlagert. Die südlichen Teile der Woiwodschaften Niederschlesien, Oppeln und Schlesien werden voraussichtlich die stärksten Niederschläge erhalten, mit Mengen von bis zu 25 mm. Das IMGW hat erststufige Warnungen vor Starkregen mit Gewittern für die südwestlichen Woiwodschaften herausgegeben, darunter Lebus, Niederschlesien, Oppeln, Schlesien und Kleinpolen. Diese Warnungen gelten von Sonntag, 20:00 Uhr, bis Montag, 15:00 Uhr. Die Gesamtniederschlagsmenge in diesen Gebieten könnte zwischen 25 und 40 mm betragen.

Ausblick auf Montaglandesweit instabil

Der Montag wird voraussichtlich den Trend instabilen Wetters fortsetzen. Während der Süden anhaltende frontale Regenfälle erlebt, befindet sich der Rest des Landes in einem Strom feuchter Polarluft maritimen Ursprungs, was zur Bildung von Schauerwolken und lokalen Gewittern führt. Das höchste Gewitterrisiko am Montag wird für einen Gürtel von Ermland über Masowien bis in die Region Heiligkreuz vorhergesagt. Die Windböen während der Gewitter könnten bis zu 70 km/h erreichen. Die Gefahrenprognose des IMGW deutet darauf hin, dass am Montag für neun Woiwodschaften gelbe Warnungen vor Stürmen herausgegeben werden könnten, darunter Masowien, Lublin und Karpatenvorland.

Ablauf der Unwetterwarnungen
  1. Erststufige Unwetterwarnungen beginnen für Ermland-Masuren, Podlachien und den Nordosten Masowiens.
  2. Die Unwetterwarnungen für den Nordosten vom Sonntag laufen aus.
  3. Erststufige Warnungen vor Starkregen mit Gewittern für die südwestlichen Woiwodschaften treten in Kraft.
  4. Die Starkregenwarnungen für den Südwesten sollen auslaufen.
  5. Potenzielle erststufige Unwetterwarnungen für die östlichen Woiwodschaften (Podlachien, Lublin, Karpatenvorland).
  6. Risikogebiet verlagert sich nach Westen; potenzielle Warnungen von Westpommern bis Kleinpolen.
  7. Gewittrige Bedingungen könnten in die östliche Landeshälfte zurückkehren.

Vorläufer-Ereignis: Tornado in der Region Oppeln

Diese Vorhersage kommt nur einen Tag, nachdem in Polen bereits ein gefährliches Wetterereignis registriert wurde. Am Samstag, dem 30. Mai, zog ein Tornado durch den Kreis Strzelce, in der Nähe von Balcarzowice. Das IMGW bestätigte das Ereignis in den sozialen Medien und gab an, dass es erhebliche Schäden an Gebäuden und Wäldern verursachte, darunter abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume. Das Institut erklärte, dass solche Phänomene unter Bedingungen hoher atmosphärischer Instabilität und starker Windscherung entstehen, die die Entwicklung rotierender Stürme begünstigen.

Im Bereich von Balcarzowice ist ein Tornado aufgetreten, der erhebliche Schäden an Gebäuden und Baumbeständen verursacht hat.

IMGW

Ausblick: Eine stürmische Woche

Die Gefahrenprognose des IMGW deutet darauf hin, dass das unbeständige Wetter bis weit in die kommende Woche anhalten wird. Am Dienstag könnten erststufige Unwetterwarnungen für die östlichen Woiwodschaften erforderlich sein, darunter Podlachien, Lublin und Karpatenvorland. Bis Mittwoch verlagert sich das Risikogebiet voraussichtlich westwärts und könnte Woiwodschaften von Westpommern bis Kleinpolen abdecken. Am Donnerstag könnte es im östlichen Landesteil erneut zu gewittrigen Bedingungen kommen. Die Behörden warnen, dass die intensiven Regenfälle zu raschen Anstiegen der Flusspegel, lokalen Überschwemmungen und einer Überlastung der Regenwasserkanalisation führen könnten.

Warschau · Balcarzowice

8 Quellen

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