
Sprengsätze beschädigen Umspannwerk nahe Kraftwerk Jänschwalde in Ostdeutschland
Selbstgebaute Sprengsätze haben am Dienstagmorgen Stromleitungen und eine Pipeline am Umspannwerk Preilack in Brandenburg beschädigt und eine Untersuchung wegen Sabotage an kritischer Infrastruktur ausgelöst.
Detonation am Umspannwerk Preilack
Mehrere selbstgebaute Sprengsätze wurden am Dienstag, 1. September 2026, am Umspannwerk Preilack in Ostdeutschland entdeckt. Das Umspannwerk befindet sich in Turnow-Preilack, nahe der Stadt Cottbus im Bundesland Brandenburg, etwa 100 Kilometer südöstlich von Berlin und nahe der Grenze zu Polen. Die Polizei entdeckte die Vorrichtungen gegen 08:00 CEST (06:00 GMT). Mindestens einer der improvisierten Sprengsätze detonierte an der Infrastruktur, während mehrere andere auf dem Gelände platzierte Vorrichtungen nicht zündeten. Die Explosion verursachte Sachschaden an einer vor Ort befindlichen Pipeline und durchtrennte mehrere Übertragungsleitungen, die an das regionale Netz angeschlossen sind. Die Behörden bestätigten, dass bei der Explosion kein Personal verletzt wurde und es in den umliegenden Gemeinden zu keinem großflächigen Stromausfall kam. Ein Sprecher der Polizei Brandenburg erklärte, dass Einsatzkräfte den Ort gesichert hätten.
Sie sind nicht explodiert, niemand wurde verletzt, und wir hatten keine Probleme mit der Stromversorgung.
Auswirkungen auf das Stromnetz und Inspektion des Kraftwerks
Die Detonation verursachte eine kurze Unterbrechung der lokalen Stromverteilung, bevor die Netzsicherheitssysteme den normalen Fluss wiederherstellten. Der Netzbetreiber 50Hertz berichtete, dass unbekannte Täter während des Vorfalls mehrere Stromleitungen beschädigt hätten, bestätigte jedoch, dass Wartungsteams die Betriebsfähigkeit der betroffenen Netzverbindungen schnell wiederhergestellt hätten.
Es kam zu einer kurzen Unterbrechung. Alle Leitungen sind jetzt wieder in Betrieb. Die allgemeine Stromversorgung ist derzeit nicht betroffen.
Das Umspannwerk Preilack dient als primärer Einspeisepunkt für die Energie des nahegelegenen Kohlekraftwerks Jänschwalde. Der Kraftwerksbetreiber LEAG gab in einer offiziellen Erklärung bekannt, dass ein Angriff auf die Umspannwerksanlage stattgefunden habe. Zusätzlich zu den Schäden außerhalb des Kraftwerksgeländes meldete LEAG einen technischen Fehler in einer der Jänschwalde-Stromerzeugungseinheiten. Ingenieure und Techniker des Unternehmens leiteten gemeinsam mit den Strafverfolgungsbehörden eine interne Überprüfung ein, um festzustellen, ob der mechanische Fehler direkt mit der Explosion oder den daraus resultierenden elektrischen Schwankungen zusammenhängt.
- Sprengsätze am Umspannwerk Preilack entdeckt, nachdem mindestens einer detoniert ist
- Netzbetreiber 50Hertz stellt beschädigte Stromleitungen nach kurzer Unterbrechung wieder her
- Kraftwerksbetreiber LEAG meldet technischen Fehler an der Jänschwalde-Stromerzeugungseinheit
- Polizei Brandenburg leitet strafrechtliche Ermittlungen ein, um Angreifer und Motive zu identifizieren
Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden und regionaler Sicherheitskontext
Die Polizei Brandenburg leitete ein formelles strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein, um die Täter zu finden, und erklärte am Dienstag, dass die Identität der Angreifer und ihre zugrundeliegenden Motive unbekannt blieben. Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund jüngster Sabotageanschläge auf Industrie- und Energieinfrastruktur in Ostdeutschland. Im Januar durchtrennte ein Brandanschlag Hochspannungskabel im Südwesten Berlins und unterbrach die Stromversorgung von Zehntausenden Haushalten und Tausenden Unternehmen für fast eine Woche bei eisigen Wintertemperaturen. Eine sich selbst als Vulkangruppe bezeichnende linksextreme militante Gruppe bekannte sich zu dieser Kabelzerstörung, und dieselbe Organisation hatte zuvor zwei separate Sabotageaktionen gegen das Tesla-Elektrofahrzeugwerk außerhalb Berlins für sich beansprucht. Deutsche Bundes- und Landessicherheitsbehörden halten eine erhöhte Alarmbereitschaft für Sabotage- und Spionagebedrohungen der kritischen Infrastruktur aufrecht, einschließlich Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine.


