Die Anordnung von Castilla y León streicht die Förderung 2026 für Filme, Dokumentationen und Serienpiloten, die als indoktrinär oder parteipolitisch propagandistisch gelten; Anträge sind bis zum 3. November möglich.
Ernest Urtasun erklärte am Mittwoch, dem 21. Oktober, das nationale Kulturministerium werde die Anordnung anfechten, und nannte die Maßnahme Zensur.
Alberto Díaz Pico zufolge sollen Beamte und Branchenexperten ideologische Bedeutung und Qualität bewerten; ein Veto gegen Filme bestreitet er.
Gleichstellungsministerin Ana Redondo warf Vox auf X vor, die künstlerische Freiheit zu zensieren, während Urtasun versprach, ideologische Bedingungen für Kreativförderung nicht hinzunehmen.
Das Kulturressort von Castilla y León unter Leitung von Alberto Díaz Pico (Vox) hat die Förderungen für das Jahr 2026 für Spielfilme, Dokumentarfilme, Fiktion, Animation und Pilotfolgen von Fernsehserien gestrichen, die ideologische Indoktrination, parteipolitische Propaganda oder ausdrückliche Unterstützung für bestimmte politische Optionen beinhalten. Anträge auf die Förderung können bis zum 3. November gestellt werden. Europa Press datiert die Veröffentlichung der Anordnung im regionalen Amtsblatt, dem Bocyl, auf den 9. Oktober, während EL PAÍS berichtet, das Ressort habe sie am 8. Oktober publik gemacht. Die Anordnung lässt offen, wer darüber entscheidet, was als Indoktrination gilt und welche Kriterien angelegt werden; EL PAÍS berichtet, die Maßnahme habe scharfe Kritik aus der Filmbranche ausgelöst. Bekannt wurde die Klausel am Dienstag, dem 20. Oktober.
Spaniens Kulturminister Ernest Urtasun sagte am Mittwoch, dem 21. Oktober, in Barcelona vor Journalisten – nach einem Besuch der Ausstellung des Teatre Lliure im Palau Robert –, die Resolution der Region sei „absolut inakzeptabel“ und greife die Meinungsfreiheit an. Urtasun erklärte, das Ministerium werde die Anordnung vor Gericht bringen. Seine Haltung formulierte er unmissverständlich:
„Der Versuch, Förderungen für die Kreation in unserem Land an ideologische und politische Kriterien zu knüpfen, ist eine Form von Zensur, die ich nicht hinzunehmen gedenke.“
Auch Gleichstellungsministerin Ana Redondo griff Vox an und schrieb auf X, die Partei zensiere die künstlerische Freiheit, seit sie in der Region an der Macht sei. In ihrem Beitrag stand dieser Satz:
„Diejenigen, die sich als Verteidiger der Freiheit bezeichnen, zensieren, sobald sie an die Macht kommen, die künstlerische Freiheit und das Schaffen.“
Díaz Pico bestritt nach der Plenarsitzung im Regionalparlament, dass irgendein Film ein Veto erhalte. Er sagte, eine Kommission aus technischem Personal und Beamten, die mit Branchenexperten zusammenarbeite, werde die Projekte bewerten und ihre ideologische Bedeutung abwägen. Projekte mit ausreichender Qualität würden gefördert, fügte er hinzu, und öffentliches Geld dürfe keine ideologischen Positionen oder politische Propaganda finanzieren. Seine Haltung fasste er so zusammen:
„Der gesunde Menschenverstand sollte entscheiden, was ideologisiert ist und was nicht.“
Díaz Pico kritisierte zudem, was er ideologische Schlagseiten in der Zentralregierung nannte, und sagte, er sei es gewohnt, dass die nationale Regierung die Gerichte einsetze, wenn es ihr passe. Carlos Hernández Quero von Vox sagte vor Journalisten im Regionalparlament, bei der Förderung müsse es um Qualität statt um Ideologie gehen, und stellte die Kriterien des Zentralministeriums zu LGTBI-Themen, Umweltfragen und Quoten infrage. Beide lehnten es ab, La Bola Negra zu beurteilen, einen Film, nach dem die Journalisten fragten, weil sie ihn nicht gesehen hätten.
Díaz Pico sagte, das Filmfestival von Valladolid, Seminci, habe „bei der ideologischen Neutralität viel nachzuholen“. Er kritisierte das Festival dafür, dass es einem – wie er es nannte – stärker ideologisierten Kino Raum gebe, und regte an, es für soziologische Debatten jenseits der derzeit vorherrschenden zu öffnen. Der Regionalbeitrag zur Seminci bleibe im Haushaltsentwurf für 2027, sagte er, vorbehaltlich der parlamentarischen Zustimmung. EL PAÍS berichtet, dass die 72. Ausgabe des Festivals in wenigen Tagen beginnt. Redondos Beitrag endete mit einem Abschied vom Festival, und die Junta erklärt, sie werde die Klage des Ministeriums abwarten, bevor sie weiter Stellung nimmt.
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Das von Vox geführte Kulturressort in Castilla y León hat Filmförderungen für Werke gestrichen, denen ideologische Indoktrination vorgeworfen wird. Spaniens Kulturminister Ernest Urtasun erklärte am Mittwoch, dem 21. Oktober, sein Ministerium werde die Anordnung vor Gericht anfechten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, europa press, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht .