
Bernard d'Ormale verurteilt Auktion von Brigitte Bardots persönlichen Gegenständen im Hôtel Drouot
Bernard d'Ormale bezeichnete eine bevorstehende Pariser Auktion von mehr als 300 persönlichen Gegenständen der verstorbenen französischen Schauspielerin Brigitte Bardot als skandalös und behauptete, sie hätte den Verkauf abgelehnt.
Streit um Pariser Auktionslose
Bernard d'Ormale, der 85-jährige Witwer von Brigitte Bardot, sprach sich gegen eine bevorstehende öffentliche Versteigerung der persönlichen Gegenstände der verstorbenen Schauspielerin aus, die von ihrer gleichnamigen Stiftung organisiert wurde. Die Auktion ist für Montag, den 21. September 2026, im Auktionshaus Hôtel Drouot in Paris angesetzt und umfasst mehr als 300 Lose. Laut d'Ormale stammen etwa drei Viertel der Gegenstände aus Bardots Pariser Wohnung in der Rue de la Tour, während die restlichen Stücke aus ihrem Anwesen La Madrague in Saint-Tropez im Département Var stammen. Der Katalog umfasst persönliche Porträts, Pflegeutensilien, eine Flamenco-Gitarre und ein schwarzes Tutu. In einem Gespräch mit AFP am 19. September 2026, nach ersten Äußerungen in Var-Matin, bezeichnete d'Ormale die Auktion als respektlos gegenüber dem Andenken an Bardot, die am 28. Dezember 2025 starb. Er argumentierte, dass die Stiftung über ausreichend Immobilienvermögen verfüge, das stattdessen verkauft werden könnte, wenn Betriebsmittel für ihre Tierschutzprogramme benötigt würden.
Das sind intime Gegenstände, und warum diese Versteigerung? Für die Tiere? Das ist ein Witz: Die Stiftung besitzt Gebäude, sie muss nur eines verkaufen. Es ist ein Mangel an Respekt für Brigittes Andenken.
Meinungsverschiedenheit über die Genehmigung des Vorstands
Die Brigitte-Bardot-Stiftung widersprach d'Ormales Darstellung, der Verkauf sei nicht autorisiert gewesen. Ein Sprecher der Tierschutzorganisation erklärte, der Vorstand der Stiftung habe im Juni 2026 einstimmig für die Durchführung der Auktion gestimmt. Der Sprecher wies darauf hin, dass d'Ormale selbst während seiner Amtszeit als Stiftungspräsident für die Maßnahme gestimmt habe. Daraufhin beharrte d'Ormale darauf, dass ihm zum Zeitpunkt der Abstimmung nicht bewusst gewesen sei, dass intime Haushaltsgegenstände und persönliche Erinnerungsstücke in den Katalog aufgenommen würden. Er erklärte, er sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden, ohne zu den konkreten katalogisierten Gegenständen konsultiert worden zu sein, und bestand darauf, dass Bardot dem Verkauf niemals zugestimmt hätte.
Brigitte hätte diesem Verkauf sicher nicht zugestimmt, sie hätte ihnen gesagt, sie sollen sich verziehen.
- Brigitte Bardot gründet die Brigitte-Bardot-Stiftung für den Tierschutz.
- Max Guazzini wird Verwalter und Generalsekretär der Stiftung.
- Brigitte Bardot stirbt, und Bernard d'Ormale übernimmt die Stiftungspräsidentschaft.
- Der Stiftungsvorstand stimmt einstimmig für die Organisation einer öffentlichen Auktion.
- Der Vorstand beendet d'Ormales Präsidentschaft und wählt Max Guazzini zum Präsidenten.
- Das Hôtel Drouot in Paris veranstaltet die Auktion von über 300 persönlichen Losen.
Führungswechsel und Zugang zu La Madrague
Die öffentliche Kontroverse folgt auf eine administrative Umstrukturierung der Brigitte-Bardot-Stiftung, einer Tierschutzorganisation, die die Schauspielerin 1986 gründete. Am Mittwoch, den 16. September 2026, stimmte der Vorstand dafür, d'Ormales Amtszeit als Präsident zu beenden, eine Position, die er nach Bardots Tod im Dezember 2025 übernommen hatte. Der Vorstand wählte Max Guazzini, ehemaliger Präsident der NRJ-Mediengruppe und seit 2020 Generalsekretär der Stiftung, zum neuen Präsidenten. Während d'Ormale als Verwalter im Vorstand bleibt, äußerte er sich frustriert über die Einschränkungen seines Zugangs zum Anwesen in Saint-Tropez, in dem er 35 Jahre lang lebte. Er beharrte darauf, dass die persönlichen Artefakte intakt hätten bleiben sollen, um sie auszustellen, falls La Madrague in Zukunft für öffentliche Führungen geöffnet wird.


