
Imperial March aus Star Wars ertönt auf AfD-Parteitag in Erfurt
Während der Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden auf dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt erklang plötzlich der ‚Imperial March‘ aus Star Wars über die Lautsprecher des Saals, was Verwirrung und eine Suche nach der Quelle auslöste.
Die Störung
Während der Wahl der stellvertretenden Parteivorsitzenden am 4. Juli 2026 begann in der Erfurter Messehalle der ‚Imperial March‘, das mit Darth Vader assoziierte Thema, zu spielen. Die Musik kam abwechselnd von der linken und rechten Seite des Raumes und dauerte mehrere Minuten. Die Anwesenden reagierten mit Irritation und Fassungslosigkeit. Parteifunktionäre und Polizei konnten die Quelle zunächst nicht identifizieren.
Suche und Entdeckung
Techniker und Polizeibeamte durchsuchten die Halle und leuchteten mit Taschenlampen die Emporen ab. Nach etwa 15 Minuten fanden sie mindestens einen Bluetooth-Lautsprecher, der hinter einem Vorhang unter dem Hallendach versteckt war. Das Gerät war vor der Veranstaltung dort platziert worden, was Fragen aufwarf, wie es an den Sicherheitsvorkehrungen vorbeigeschmuggelt werden konnte. Die Musik stoppte, nachdem der Lautsprecher geortet worden war.
Sicherheitsfragen
Der Vorfall warf Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen an dem stark bewachten Veranstaltungsort auf. Trotz einer massiven Polizeipräsenz und umfangreicher Absperrungen rund um das Konferenzgelände gelang es jemandem, einen drahtlosen Lautsprecher im Saal zu verstecken. Die Pressesprecher der Partei und die Strafverfolgungsbehörden konnten die Sicherheitslücke zunächst nicht erklären.
Proteste in Erfurt
Der Parteitag fand vor dem Hintergrund großer Proteste statt. Bis zu 60.000 Demonstranten versammelten sich in Erfurt, einige blockierten am Morgen Autobahnen. Zwei Journalisten wurden verletzt gemeldet, die Mehrheit der Proteste verlief jedoch friedlich. Aufgrund des Ereignisses befand sich die Stadt im Ausnahmezustand.
Parteigeschäft
Vor der Störung wurden die Co-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Stefan Möller wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Parteitag wurde nach dem Musikvorfall fortgesetzt.


