
St. Pauli im 2.-Bundesliga-Auftakt 1:1 gegen Greuther Fürth
Der abgestiegene FC St. Pauli startete mit einem 1:1-Unentschieden gegen Greuther Fürth in die 2. Bundesliga. Marcus Mathisen brachte die Hamburger in Führung, doch Felix Klaus glich sechs Minuten später aus.
Spielüberblick
Der FC St. Pauli, in der Vorsaison aus der Bundesliga abgestiegen, eröffnete seine 2.-Bundesliga-Saison 2026/27 mit einem 1:1-Unentschieden gegen die SpVgg Greuther Fürth im Millerntor-Stadion in Hamburg. Die Partie, die laut zwei Quellen vor 29.218 Zuschauern stattfand (eine Quelle nennt 29.128), markierte das Pflichtspieldebüt des neuen St.-Pauli-Cheftrainers Marcel Rapp. Fürth, das sich in der Vorsaison erst durch die Relegation gegen Rot-Weiss Essen den Klassenerhalt gesichert hatte, holte laut einer Quelle einen verdienten Punkt.
Die erste Halbzeit endete torlos, obwohl beide Teams Chancen hatten. St. Pauli begann mit dem ballbesitzorientierten Ansatz, den Rapp fordert, doch gegen eine gut organisierte Fürther Abwehr, die ihren ehemaligen Kapitän Hrgota eng bewachte, fehlte oft der letzte entscheidende Pass.
Chancen in der ersten Halbzeit
Martijn Kaars hatte in der 13. Minute die erste Gelegenheit für die Gastgeber, doch sein Schuss mit links aus etwa zwölf Metern war zu schwach und wurde von Fürths Torhüter Florian Hellstern sicher gehalten. Der 18-jährige Hellstern, einer von fünf Neuzugängen in Fürths Startelf, streckte sich in der 25. Minute auch, um einen aufs lange Eck gezielten Kopfball abzuwehren.
Fürth wurde im Konter zunehmend gefährlicher. Kapitän Felix Klaus, 33, hatte vor der Pause drei klare Chancen: ein Alleingang in der 19. Minute nach einem langen Ball von Shinta Appelkamp, eine Möglichkeit aus kurzer Distanz in der 36. Minute und ein weiterer Schuss in der 43. Minute. Bei jeder Gelegenheit behielt St. Paulis neuer Torhüter Ben Voll die Oberhand. In der 44. Minute setzte Klaus einen weiteren Versuch knapp über die Latte.
Tore in der zweiten Halbzeit
Der Bann brach 54 Sekunden nach dem Wiederanpfiff. Branimir Hrgota, der Fürth im Sommer nach sieben Jahren verlassen hatte, um zu St. Pauli zu wechseln, brachte einen ruhenden Ball in den Strafraum, den Marcus Mathisen aus fünf Metern per Kopf zum 1:0 für die Gastgeber verwertete. Drei Quellen beschreiben die Hereingabe als Ecke, eine berichtet von einer Freistoßflanke. Mathisen, ebenfalls ein Sommertransfer vom 1. FC Magdeburg, traf unbedrängt ins linke Eck.
Die Antwort von Fürth kam sechs Minuten später. Klaus erhielt einen Steilpass von Jannik Dehm, drehte sich und schoss aufs linke Eck. Mathisen versuchte zu blocken, lenkte den Ball aber an seinem eigenen Torhüter vorbei ins rechte Eck und glich in der 52. Minute zum 1:1 aus. Das Tor wurde Klaus zugeschrieben.
- Kaars' Schuss aus 12 Metern von Hellstern gehalten
- Klaus' Alleingang von Voll gehalten nach Appelkamp langem Ball
- Hellstern streckt sich, um einen aufs lange Eck gezielten Kopfball abzuwehren
- Klaus' Schuss aus kurzer Distanz von Voll gehalten
- Klaus' Schuss erneut von Voll gehalten
- Klaus schießt knapp über die Latte
- Mathisen köpft nach Hrgota ruhendem Ball ein, 1:0 St. Pauli
- Klaus gleicht per Ablenker von Mathisen aus, 1:1
- Kaars' Tor wegen Abseits aberkannt
Späte Vorfälle und Aufstellungsnotizen
Ein Tor von Kaars für St. Pauli in der 56. Minute (eine Quelle nennt die 57.) wurde wegen Abseits korrekt aberkannt. Schiedsrichter Harm Osmers gab nach einem Zusammenstoß zwischen Fürths Jannis Heuer und St. Paulis Ricky-Jade Jones im Strafraum keinen Elfmeter – eine Entscheidung, die eine Quelle als diskutabel bezeichnete und anmerkte, der Fürther sei beim Luftzweikampf zu spät gekommen.
Fürths Trainer Heiko Vogel bot fünf Debütanten in seiner Startelf auf: Hellstern (aus Stuttgart), Krisztián Keresztes (von Nyíregyháza Spartacus), Heuer (aus Münster), Ole Pohlmann (von Rio Ave) und Appelkamp (aus Düsseldorf). St. Paulis Kader zeigte die Auswirkungen des personellen Umbruchs, mehrere Stammspieler und Führungsspieler der Vorsaison haben den Verein verlassen, und das Offensivspiel unter Rapp wirkte noch nicht vollständig verfeinert. Nach dem Ausgleich flachte die Partie ab, da beide Teams unter den hohen Temperaturen litten.


