Sechs Drohnenkontrollen im Jahr 2026 ergaben zwei Geschwindigkeitsdelikte auf der Stoss-Passstraße und keine Delikte bei Mühlrüti an der Hulftegg.
Die Polizei meldete neben den Geschwindigkeitsverstößen fünf Verkehrsteilnehmer wegen nicht genehmigter technischer Änderungen an ihren Fahrzeugen.
Regina Kiener von der Universität Zürich und Patrice Martin Zumsteg von der ZHAW sagen, der Kanton stütze sich auf sehr allgemeine Normen und brauche spezifische Gesetze.
Eine SRF-Umfrage bei allen 26 Kantonspolizeien ergab, dass allein der Thurgau Drohnen für Geschwindigkeitskontrollen nutzt, und Zürich erklärt, die Rechtsgrundlage fehle.
Die Kantonspolizei St. Gallen hat am Freitag, 16. Oktober, auf der Hulftegg-Passstraße im Toggenburg ihre Drohnen-Geschwindigkeitskontrollen den Medien vorgestellt. Der Kanton setzt seit Anfang 2026 Drohnen im Straßenverkehr ein, und die Polizei bezeichnet die Testphase als erfolgreich, weshalb die Überwachung in begrenzten Zeitfenstern und an begrenzten Orten fortgesetzt wird. St. Gallen ist nach dem Thurgau der zweite Kanton, der Drohnen zur Geschwindigkeitsüberwachung einsetzt. Die Einsätze richten sich auf Straßenabschnitte, in denen polizeiliche Erkenntnisse auf massive Geschwindigkeitsüberschreitungen, illegale Rennen oder gefährliches Fahren hindeuten; auch Hinweise aus der Bevölkerung können sie auslösen.
Drohnen filmen den Verkehr aus der Luft und überwachen mehrere Stunden lang einen Straßenabschnitt, wobei sie gezielte Aufnahmen machen und nicht alles im Blickfeld erfassen. Nach der Landung einer Drohne werden die Bilder auf einen Computer übertragen und ausgewertet. Die Geschwindigkeit wird aus der Zeit berechnet, die ein Fahrzeug für eine festgelegte Strecke benötigt, wodurch die Polizei die Durchschnittsgeschwindigkeit und das Fahrverhalten über einen längeren Abschnitt beurteilen kann. Ergibt die Berechnung ein Geschwindigkeitsdelikt, wird der Fahrer wie bei einer Radarmessung an die Justiz gemeldet.
Philipp Sennhauser, Leiter der kantonalen Verkehrspolizei, sagte, der Fokus liege auf Fahrern, die deutlich über dem Limit liegen.
„Es geht um diejenigen, die massiv zu schnell fahren.“
Er sagte außerdem, wer bewusst zu schnell fahre oder Rennen organisiere, fahre die Strecke zuerst ab, um zu prüfen, ob die Polizei präsent sei, und eine Drohne könne sie unauffälliger beobachten.
Im Jahr 2026 wurden sechs Drohnenkontrollen durchgeführt, fünf auf der Stoss-Passstraße und eine bei Mühlrüti an der Hulftegg. Die Kontrollen am Stoss ergaben zwei Geschwindigkeitsdelikte, die Kontrolle bei Mühlrüti keines. Die Polizei meldete zudem fünf Verkehrsteilnehmer wegen nicht genehmigter technischer Änderungen an ihren Fahrzeugen. Die Polizei nennt das Ergebnis positiv und erklärt, die Drohnen würden weiter eingesetzt.
Daten aus dem Artikeltext
Die Polizei erklärt außerdem, Drohnen würden seit 2020 zur Suche nach Vermissten, zur Identifizierung von Tatverdächtigen und zur Überwachung großer Veranstaltungen eingesetzt. Watson berichtet, die Drohnen-Geschwindigkeitsmessung sei erstmals 2025 getestet worden, bevor Anfang 2026 der offizielle Einsatz begann.
Rechtsexperten bezweifeln, ob Drohnen so eingesetzt werden dürfen. Regina Kiener, Expertin für Polizeirecht an der Universität Zürich, verweist auf den Schutz der Privatsphäre.
„Niemand will Raser schützen, aber solche Kontrollen müssen auch rechtsstaatlichen Grundsätzen genügen.“
Patrice Martin Zumsteg, Experte für Polizeirecht an der ZHAW, sagt, der Kanton stütze sich auf sehr allgemeine Bestimmungen und es brauche spezifische Rechtsgrundlagen sowohl im Polizeigesetz als auch in der Strafprozessordnung. Die Strafprozessordnung erlaubt die Verwendung rechtswidrig erlangter Beweise bei schweren Straftaten. Die eigenen Medienunterlagen der Polizei zitieren Bestimmungen aus vier verschiedenen Gesetzen.
Die rechtliche Begründung St. Gallens stützt sich auf ein Urteil des Thurgauer Obergerichts von 2024, das die Beschwerde eines Motorradfahrers abwies. Der Motorradfahrer war von einer Drohne der Thurgauer Polizei mit mehr als 200 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer gefilmt worden. Die Thurgauer Polizei setzt seit 2020 gelegentlich eine Drohne ein, um Raser zu erwischen. Eine SRF-Umfrage bei allen 26 Kantonspolizeien ergab, dass der Thurgau der einzige andere Kanton ist, der Drohnen für Geschwindigkeitskontrollen nutzt, während die übrigen darauf verzichten. Einige Korps erklärten, sie beobachteten die Entwicklung, und die Kantonspolizei Zürich schrieb, die Rechtsgrundlage für solche Kontrollen fehle.
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Pollar unterstützenSicherheit · St. Gallen und Hulftegg-Pass
Die Kantonspolizei St. Gallen hat am Freitag, 16. Oktober, Drohnen-Geschwindigkeitskontrollen vorgestellt und ist damit nach dem Thurgau der zweite Kanton. Sechs Einsätze ergaben zwei Geschwindigkeitsdelikte, und Rechtsexperten bezweifeln die Regeln.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, SRF News, SWI swissinfo.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht .