
Spidercam fängt Feuer und stürzt beim Ungarn-Kasachstan-Testspiel auf den Rasen – Kameramann nur knapp verfehlt
Eine hängende TV-Kamera fing Feuer und stürzte über 20 Meter tief auf das Spielfeld im Nagyerdei-Stadion in Debrecen, landete zwei Meter neben einem Kameramann und erzwang eine Unterbrechung in der ersten Halbzeit.
Was geschah
Eine Spidercam, die über dem Spielfeld im Nagyerdei-Stadion in Debrecen hing, begann Mitte der ersten Halbzeit des Testspiels zwischen Ungarn und Kasachstan am Dienstag, schwarzen Rauch auszustoßen. Ungarische Medien berichteten, ein Brand habe eines der Tragseile beschädigt, woraufhin die Kamera aus über 20 Metern Höhe abstürzte. Das Gerät landete direkt neben der Seitenlinie in der Nähe des ungarischen Aufwärmbereichs, etwa zwei Meter von einem Kameramann entfernt, der das Spiel von der Seitenlinie aus filmte. Niemand wurde verletzt.
Laut Augenzeugen flog sie fast zwanzig Meter weit, bevor sie in der Nähe der ungarischen Trainerzone genau neben einem der am Spielfeldrand stehenden Kameramänner zerschellte.
Spielunterbrechung
Der Schiedsrichter unterbrach die Partie in der 26. Minute, während Sicherheitskräfte die Trümmer beseitigten und den Bereich absicherten. Die Spieler nutzten die ungeplante Unterbrechung für eine Trinkpause. Nach einigen Minuten wurde die Partie ohne weitere Zwischenfälle fortgesetzt. Kasachstan führte zum Zeitpunkt der Unterbrechung mit 1:0, nachdem Serhiy Malyj in der neunten Minute getroffen hatte.
Das Ergebnis
Ungarn erholte sich nach der Pause und gewann 3:1. Dominik Szoboszlai, András Schäfer und Rajmund Tóth erzielten die Tore für die Gastgeber. Weder Ungarn noch Kasachstan qualifizierten sich für die bevorstehende Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, die am 11. Juni beginnt.
- Kasachstan geht in der 9. Minute durch Serhiy Malyj in Führung.
- Die Spidercam beginnt zu rauchen und stürzt aus über 20 Metern ab; der Schiedsrichter unterbricht das Spiel.
- Trümmer werden beseitigt und das Spiel nach einigen Minuten fortgesetzt.
- Ungarn vollendet das 3:1-Comeback mit Toren von Szoboszlai, Schäfer und Tóth.
Sicherheitsdebatte neu entfacht
Der Vorfall hat die Diskussion über die Sicherheit von Spidercam-Systemen neu entfacht, die im Sportübertragungsbereich immer häufiger eingesetzt werden. La Vanguardia merkte an, dass es in den letzten Jahren in verschiedenen Wettbewerben mehrere ähnliche Vorfälle gegeben habe, die jedoch meist ohne Verletzte ausgingen. Die Bilder aus Debrecen verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien, wobei viele Fans kommentierten, dass der Ausgang weitaus schlimmer hätte sein können.
Die Bilder aus Debrecen haben die Debatte über die Sicherheitsmaßnahmen für diese Geräte neu entfacht, die bei Sportübertragungen immer häufiger zum Einsatz kommen.
Beinahe-Katastrophe
Mehrere Quellen betonten, wie knapp eine Tragödie vermieden wurde. Die Kamera landete nur wenige Meter neben einem Kameramann am Spielfeldrand, der auf das Spiel konzentriert war und die Gefahr über sich nicht bemerkte. Auch befanden sich zum Zeitpunkt des Aufpralls keine Spieler in dem Bereich. Die Spidercam wurde als großes Gerät beschrieben, und das Filmmaterial ihres rauchenden Absturzes wurde zu einem der am weitesten verbreiteten Sportclips des Tages.


