Apple und Nvidia spendeten jeweils 25 Millionen Dollar für Trumps Ballsaal, Spenderliste der Washington Post liegt vor
Die Liste weist 333 Millionen Dollar an privaten Spenden aus, darunter mindestens 77 Millionen Dollar von anonymen Spendern; Trumps eigener Name taucht darin nicht auf.
Die Spenderliste
Die Washington Post hat eine interne Tabellenkalkulation erhalten, die die Beiträge zur Spendenkampagne für Donald Trumps Ballsaal im Weißen Haus erfasst. Darin sind 67 Spenden von jeweils mehr als 10.000 Dollar verzeichnet, mit Angabe des Spenders, des Datums und der Summe; die Einträge reichen bis Ende September 2026. Nvidia und Apple sagten jeweils 25 Millionen Dollar zu, die höchsten Beträge auf der Liste. Die Familie Adelson und der Milliardär Charles Ergen, Mitgründer und Vorsitzender von Dish Network, sind auf demselben Niveau aufgeführt. Die Liste weist 333 Millionen Dollar von privaten Spendern aus, eine Summe, die mit den öffentlichen Angaben der Regierung übereinstimmt, und weitere Unterlagen zeigen, dass mindestens 77 Millionen Dollar von Spendern stammten, die Anonymität verlangten.
- Trump erklärt, das Projekt werde von ihm und Freunden bezahlt, Tage nach Beginn des Abrisses des Ostflügels
- Das Weiße Haus nennt öffentlich 37 Spender, ohne einzelne Beträge offenzulegen
- Spendenunterlagen mit Stand Ende September, mit 67 Beiträgen über 10.000 Dollar
- Die Washington Post veröffentlicht die Spenderliste
Technologiekonzerne und Telekommunikation
Apple und Nvidia führen eine Gruppe von Technologieunternehmen an, die The Verge zu den Spendern zählt, darunter Google, das 22 Millionen Dollar im Rahmen eines umstrittenen Vergleichs aus dem Jahr 2025 gab. Palantir und Microsoft sind mit jeweils 10 Millionen Dollar aufgeführt, Comcast NBCUniversal mit 7,5 Millionen Dollar. Amazon, Meta, T-Mobile, Cisco und die Krypto-Börse Coinbase sind mit jeweils 5 Millionen Dollar verzeichnet. MacRumors nennt zudem HP, Salesforce und Micron als Spender, ohne Beträge. Die Summen der beiden Medien unterscheiden sich im Umfang: The Verge bezifferte die Spenden aus dem Silicon Valley und dem Krypto-Sektor auf über 150 Millionen Dollar, während Engadget mehr als 183 Millionen Dollar von Technologie-, Telekom- und Krypto-Unternehmen zählte.
- Apple
- 25 Mio. $
- Nvidia
- 25 Mio. $
- 22 Mio. $
- Palantir
- 10 Mio. $
- Microsoft
- 10 Mio. $
- Comcast NBCUniversal
- 7.5 Mio. $
- Amazon
- 5 Mio. $
- Meta
- 5 Mio. $
- T-Mobile
- 5 Mio. $
- Cisco
- 5 Mio. $
Trumps Rolle bei der Finanzierung
Trump steht nicht auf der Liste, obwohl er erklärt hat, er helfe bei der Bezahlung des Ballsaals. Tage nach Beginn des Abrisses des alten Ostflügels im Jahr 2025 sagte er:
Es wird zu hundert Prozent von mir und einigen meiner Freunde bezahlt.
Das Weiße Haus nannte im Oktober 2025 öffentlich 37 Personen, Unternehmen und Stiftungen als Spender, ohne die Höhe der einzelnen Gaben zu nennen. Die Spenden werden von einer gemeinnützigen Organisation eingesammelt und dann an die Regierung und auf ein Konto des Weißen Hauses geleitet, das der Präsident unmittelbar kontrolliert. Gewöhnliche politische Zuwendungen erfordern eine öffentliche Offenlegung und fallen unter die Regeln zur Wahlkampffinanzierung, während diese Ballsaal-Spenden über eine gemeinnützige Organisation fließen. Unabhängige Experten und Wissenschaftler haben Alarm wegen möglicher Einflussnahme und erzwungener Spenden geschlagen.
Kosten, Steuerzahler und die Reaktion des Weißen Hauses
Eine Kostenschätzung eines Bauunternehmers vom Juni bezifferte die Kosten des Ballsaals auf rund 600 Millionen Dollar, wobei mehr als die Hälfte davon nach Angaben von MacRumors aus Steuergeldern stammt. Die endgültigen Kosten wurden nicht veröffentlicht. Trump hat erklärt, der geplante Saal werde etwa 90.000 Quadratfuß umfassen und 1.000 Gäste fassen, an der Stelle, an der der Ostflügel abgerissen wurde. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, die Regierung werde die Hintermänner des Leaks unerbittlich verfolgen. Die Unterlagen zeigen, dass die meisten Mittel von Unternehmen und wohlhabenden Einzelpersonen mit Interessen gegenüber der Bundesregierung stammten, belegen jedoch keine Verbindung zwischen den Gaben und wohlwollenden Maßnahmen der Regierung.
