
Sparta Wrocław will gegen Toruń im Finale der PGE Ekstraliga einen 20-Punkte-Rückstand aufholen
Betard Sparta Wrocław empfängt am Sonntag PRES Grupa Deweloperska Toruń im Stadion Olimpijski und muss einen 20-Punkte-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen, um den polnischen Speedway-Meistertitel zu gewinnen.
Der Rückstand und die Finalkonstellationen
PRES Grupa Deweloperska Toruń ist am Sonntagabend zu Gast bei Betard Sparta Wrocław im Rückspiel des Finales der PGE Ekstraliga und verteidigt eine 55:35-Führung aus dem Hinspiel. Wrocław muss einen Gesamtrückstand von 20 Punkten aufholen, um sich die sechste Goldmedaille bei den polnischen Mannschaftsmeisterschaften im Speedway zu sichern. Noch nie in der Geschichte der Playoff-Finals der PGE Ekstraliga hat ein Team einen Rückstand dieser Größe umgedreht. Das größte erfolgreiche Comeback in einem Finale gelang 2022 Motor Lublin, als der Verein einen 12-Punkte-Rückstand aus dem Hinspiel gegen Stal Gorzów aufholte. Gewinnt Wrocław mit genau 20 Punkten und gleicht damit den Gesamtscore auf 90:90 aus, holen sich die Gastgeber den Titel, weil sie in der Hauptrunde besser platziert waren.
- Motor Lublin (2022)
- 12 Pkt.
- Betard Sparta Wrocław (2026)
- 20 Pkt.
Kaderentscheidungen und Verletzungssorgen
Wrocław hat vor dem Rückspiel Kaderprobleme. Der Fahrer der zweiten Reihe, Bartłomiej Kowalski, erholt sich seit mehreren Wochen von einer Schulterverletzung, seine Einsatzchancen sind minimal. Kowalski kam zu Hause auf einen Schnitt von 2,000 Punkten pro Lauf und erzielte in der Hauptrunde gegen Toruń 10 Punkte plus drei Bonuspunkte. Sollte Kowalski weiter ausfallen, werden die Junioren Mikkel Andersen und Marcel Kowolik jeweils in fünf Läufen antreten, um gegen die gastierenden Nachwuchsfahrer Punkte zu sammeln. Wrocławs Sportdirektor Piotr Protasiewicz äußerte sich zur Aufgabe des Gastgeberteams.
Wir brauchen eine herausragende Leistung, was bei der derzeitigen Form von Toruńs Fahrern extrem schwierig werden wird. Wir hissen aber nicht die weiße Flagge und werden bis zum Ende kämpfen.
Wrocław setzt zudem auf die Seniorenfahrer Artiom Łaguta, Daniel Bewley, Maciej Janowski und Brady Kurtz, wobei Janowski und Kurtz nach schwächeren Einzelleistungen in das Entscheidungsrennen gehen.
Toruńs Form und Titelverteidigung
Toruń geht in das Rückspiel mit dem Ziel, den polnischen Mannschaftstitel erstmals in der Vereinsgeschichte zu verteidigen, nachdem vier frühere Versuche gescheitert waren. Im Hinspiel in der Motoarena führte Toruń nach acht Läufen 25:23, ehe es Wrocław in den letzten sieben Läufen mit 30:12 distanzierte. Mikkel Michelsen erzielte in jedem Playoff-Rennen zweistellige Werte und kam auf einen Schnitt von 2,649 Punkten pro Lauf – Bestwert aller Fahrer in der Medaillenrunde. Toruń verfügt zudem über den Einzelweltmeister 2026, Robert Lambert, sowie über Patryk Dudek, Emil Sajfutdinow und Norick Bloedorn. Der frühere Speedway-Manager Sławomir Kryjom äußerte sich zu den taktischen Optionen von Toruńs Manager Piotr Baron.
Piotr Baron hat vier Kanonen in seinem Kader, und das letztjährige Finale hat gezeigt, dass er nicht zögern wird, sie einzusetzen.
Stadion, Zeitplan und Anreise
Das Finalspiel im Stadion Olimpijski beginnt am Sonntag um 19:30 Uhr. Die Vereinsorganisatoren öffnen ab 16:30 Uhr eine offizielle Fan-Zone vor dem Stadion, inklusive einer Autogrammstunde um 16:45 Uhr mit Kowalski und Andersen. Der Nahverkehrsbetreiber MPK Wrocław richtet eine eigene T3-Straßenbahnlinie zwischen Dworzec Główny und dem Stadion ein, deren Bahnen nach Ende des Rennens alle drei bis sechs Minuten fahren.
- Fan-Zone öffnet für die Anhänger vor dem Stadion Olimpijski
- Autogrammstunde mit Bartłomiej Kowalski und Mikkel Andersen beginnt
- Rückspiel des Finales der PGE Ekstraliga beginnt


