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Sicherheit·22. Aug.

Kantabrien: Rinderzüchter stirbt nach Stierangriff und Krankenhausinfektion

Ein 58-jähriger Landwirt aus Llerana starb nach zweiwöchigem Aufenthalt auf der Intensivstation, nachdem er von seinem Stier niedergestoßen worden war und sich im Valdecilla-Krankenhaus eine bakterielle Infektion zugezogen hatte.

Der Angriff in Llerana

Ein 58-jähriger Rinderzüchter ist in Kantabrien gestorben, nachdem er in der Ortschaft Llerana, in der Gemeinde Saro, von einem seiner eigenen Stiere verletzt worden war. Der Vorfall ereignete sich während routinemäßiger landwirtschaftlicher Arbeiten, als der Landwirt den Stier aus seinem Unterstand losband und freiließ, damit das Tier Wasser trinken konnte. Nachdem er freigelassen worden war, wandte sich der Stier gegen den Landwirt und griff ihn aus nächster Nähe an, wobei er ihn mit den Hörnern stieß. Nach dem Angriff gelang es dem verletzten Landwirt, den Stier physisch zu bändigen und festzubinden, um weitere Angriffe zu verhindern. Trotz der Sicherung des Tieres war die Schwere der Verletzungen so groß, dass er völlig bewegungsunfähig war und sich nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Bereich befreien konnte.

Entdeckung und Notfallreaktion

Der Landwirt wurde in der landwirtschaftlichen Anlage von seinem Bruder entdeckt, der als gewählter Gemeinderat in der Gemeindeverwaltung von Saro tätig ist. Der Bruder hatte sich entschlossen, zum Hof zu gehen, nachdem er sich Sorgen wegen einer ungewöhnlichen Unterbrechung des täglichen Arbeitsablaufs gemacht hatte. Insbesondere fand der Bruder es verdächtig, dass das Opfer noch nicht mit der abendlichen Melkroutine für die 80 Rinder der Familie begonnen hatte. Als er den verletzten, bewegungsunfähigen Landwirt fand, alarmierte der Bruder sofort die Rettungsdienste für eine medizinische Notfallversorgung. Der regionale Notrufdienst 112 Cantabria registrierte den Notruf offiziell um 19:38 Uhr am 6. August.

Zeitleiste des Vorfalls und der medizinischen Versorgung in Saro
  1. 6. Aug., 19:38112 Cantabria nimmt Notruf entgegen, nachdem Landwirt in Llerana von seinem Stier angegriffen wurde
  2. 6. August, abends061-Rettungswagen der erweiterten Notfallversorgung stabilisiert Landwirt und bringt ihn ins Valdecilla-Krankenhaus
  3. 2026-08Landwirt zeigt zunächst Besserung, bevor er sich auf der Intensivstation eine tödliche bakterielle Infektion zuzieht
  4. 21. Aug. 2026Trauerfeier in der Pfarrkirche San Lorenzo in Llerana

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Medizinische Evakuierung und erste Stabilisierung

Nach dem Notruf um 19:38 Uhr alarmierte das regionale Koordinationszentrum den medizinischen Notdienst 061, der zu dem ländlichen Anwesen entsandt wurde. Der Dienst schickte einen Rettungswagen mit erweiterter Notfallversorgung, der als mobile Intensivstation (UVI móvil) fungiert, direkt zum Einsatzort in Llerana. Rettungssanitäter und medizinisches Personal leisteten dem Landwirt vor Ort sofortige lebensrettende Stabilisierung und Erste Hilfe. Sobald sein Zustand für den Transport ausreichend stabilisiert war, brachte die mobile Einheit ihn direkt in das Hospital Universitario Marqués de Valdecilla in Santander. Das medizinische Team nahm den 58-jährigen Patienten auf der Intensivstation auf, um die schweren Verletzungen durch den Stierangriff zu behandeln.

Bakterielle Infektion und Krankenhauskomplikationen

In den ersten Tagen seines Krankenhausaufenthalts in Valdecilla stellte das medizinische Personal spürbare Fortschritte fest, da sich der Zustand des Patienten zunächst besserte. Während der weiteren Behandlung auf der Intensivstation zog sich der Landwirt jedoch eine sekundäre bakterielle Infektion zu. Die Infektion verschlechterte seinen klinischen Zustand in den folgenden Tagen und sprach nicht auf die medizinische Behandlung an. Der Patient blieb insgesamt zwei Wochen lang unter kontinuierlicher klinischer Betreuung im Krankenhaus, bevor er an den daraus resultierenden Komplikationen verstarb.

Beerdigung und Abschied der Gemeinde

Der tödliche Ausgang beendete eine zweiwöchige medizinische Tortur, die sowohl Rettungskräfte als auch regionales Gesundheitspersonal mobilisiert hatte. Nach seinem Tod organisierte die örtliche Gemeinde von Saro eine Trauerfeier, um dem langjährigen Landwirt die letzte Ehre zu erweisen. Die religiöse Trauerfeier fand am Freitag, dem 21. August, in der Pfarrkirche San Lorenzo im Dorf Llerana statt. Gemeindevertreter bestätigten die Einzelheiten des Unfalls und des anschließenden medizinischen Verlaufs, der zu seinem Tod führte.

Saro · Santander
SantanderSaro

3 Quellen

  • Muere un ganadero de Saro tras ser corneado por uno de sus toros e infectarse con una bacteria en la UCI
    20 minutos·22. Aug.
  • Muere un ganadero de 58 años tras sufrir la cornada de uno de sus toros en Saro (Cantabria)
    EL MUNDO·22. Aug.
  • Muere un ganadero de Saro tras ser corneado por un toro suyo
    europa press·22. Aug.

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