
Gericht in Ceuta weist elf marokkanische Staatsangehörige aus, während spanische Soldaten erneut mit Steinwürfen angegriffen werden
Die spanischen Behörden haben am Samstag in Ceuta vier Personen festgenommen, nachdem eine militärische Fußpatrouille mit Steinen beworfen worden war – einen Tag, nachdem ein örtliches Gericht die Ausweisung von elf marokkanischen Staatsangehörigen wegen eines ähnlichen Hinterhalts angeordnet hatte.
Angriff auf Fußpatrouille am Samstag
Die spanischen Sicherheitskräfte haben in der nordafrikanischen Exklave Ceuta vier Personen festgenommen, nachdem am Morgen des 29. August 2026 eine militärische Fußpatrouille angegriffen worden war. Nach Angaben des Generalstabs der Verteidigung bewarf eine Gruppe die Soldaten mit Steinen, während diese zu Fuß unterwegs waren und ihre Patrouillenfahrzeuge in der Nähe parkten. Die Soldaten verfolgten die Angreifer und stellten zwei von ihnen. Eingetroffene Guardia-Civil-Beamte leisteten Unterstützung und nahmen vier Verdächtige fest, die der Nationalpolizei übergeben wurden. Bei dem körperlichen Einsatz zur Festnahme der Verdächtigen erlitt ein Feldwebel leichte Verletzungen mit Prellungen am Rücken. Sanitäter brachten den Soldaten zur vorsorglichen Beobachtung in eine medizinische Einrichtung.
- Ein Fahrzeug der Grupo de Regulares wird in Benzú durch Steine zerstört, vier Soldaten werden verletzt, zwölf Personen werden festgenommen.
- Das Strafgericht von Ceuta ordnet die Ausweisung von elf marokkanischen Staatsangehörigen mit fünfjährigem Einreiseverbot nach einer Vereinbarung an.
- Eine Fußpatrouille wird in Ceuta mit Steinen angegriffen, was zu vier Festnahmen und Prellungen eines Feldwebels führt.
Hinterhalt auf Fahrzeug am Donnerstag in Benzú
Der Vorfall am Samstag folgte auf einen früheren Angriff in den frühen Morgenstunden des Donnerstags, 27. August 2026, im Stadtteil Benzú an der Nordwestspitze Ceutas. Eine Gruppe irregulärer Migranten, deren Größe laut El Periódico auf 30 bis 40 Personen und laut LaSexta auf bis zu 70 Personen geschätzt wird, bewarf ein Patrouillenfahrzeug der Grupo de Regulares mit großen Steinen. Der Beschuss zerstörte das Fahrzeug. Angesichts der Heftigkeit des Angriffs verließen die Soldaten das Fahrzeug und zogen sich zu Fuß in einen sicheren Bereich zurück, von wo aus sie den Notdienst um Verstärkung riefen.
Vier Soldaten erlitten bei dem Hinterhalt in Benzú Verletzungen unterschiedlicher Schwere, während ersten Berichten zufolge insgesamt bis zu fünf Personen verletzt wurden. Nach dem Angriff führten die örtlichen Sicherheitskräfte eine koordinierte Suchaktion in der Gegend durch, die zur Festnahme von zwölf Personen führte. Gerichtliche Dokumente hielten später fest, dass sich die Gruppe in der Nähe von Benzú versammelt hatte, um Aktionen gegen Fahrzeuge in der Gegend durchzuführen.
- Ausgewiesen mit 5-jährigem Einreiseverbot
- 11 Angeklagte
- In Untersuchungshaft
- 1 Angeklagte
Gerichtsurteil und Ausweisung marokkanischer Staatsangehöriger
Am Freitag, dem 28. August 2026, schloss das Strafgericht von Ceuta (Juzgado de lo Penal de Ceuta) das Gerichtsverfahren gegen elf der zwölf nach dem Hinterhalt von Benzú Festgenommenen ab. Alle elf Angeklagten, die als marokkanische Staatsangehörige identifiziert wurden, akzeptierten eine zwischen der Staatsanwaltschaft und den Verteidigern ausgehandelte Einigung. Die Angeklagten bekannten sich des Angriffs auf Amtsträger schuldig und akzeptierten eine zweijährige Haftstrafe. Der vorsitzende Richter ordnete an, die Haftstrafen durch die sofortige Ausweisung aus Spanien und ein fünfjähriges Einreiseverbot für spanisches Hoheitsgebiet zu ersetzen, wodurch ein Hauptverfahren entfiel.
Umstrittener Fall in Untersuchungshaft
Für den zwölften Angeklagten verlief das Verfahren anders: Er lehnte die von der Staatsanwaltschaft vorgelegte Vereinbarung ab. Bei seiner Anhörung vor dem Strafgericht von Ceuta bestritt der Verdächtige, an dem Steinwurf auf das Patrouillenfahrzeug der Regulares beteiligt gewesen zu sein oder in irgendeinem Zusammenhang mit dem Vorfall zu stehen. Der Angeklagte sagte aus, er habe geschlafen, als die Polizei in Benzú eingriff. Da der Verdächtige die Vorwürfe bestritt und die Vereinbarung ablehnte, ordnete der Richter seine vorläufige Untersuchungshaft ohne Kaution an, während das Gericht ein Hauptverfahren vorbereitet.


