
Ehemaliger ukrainischer Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov wird Innovationsberater des italienischen Verteidigungsministeriums
Mykhailo Fedorov hat zugestimmt, den italienischen Verteidigungsminister Guido Crosetto zu Drohnen, unbemannten Systemen und Luftverteidigungstechnologien zu beraten, während er seinen Hauptsitz in Kiew behält.
Ernennung in Rom
Ehemaliger ukrainischer Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov hat eine Stelle als Verteidigungsinnovationsberater des italienischen Verteidigungsministeriums angenommen. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto gab die Ernennung am 28. August 2026 bekannt und veröffentlichte auf der Social-Media-Plattform X ein Foto neben Fedorov. Crosetto lobte Fedorov als treibende Kraft hinter militärischer Innovation, die der Ukraine half, im Konflikt mit Russland wieder die Initiative zu ergreifen. Der italienische Minister hatte das Angebot ursprünglich im Juli 2026 unterbreitet, kurz nachdem Fedorov die ukrainische Regierung verlassen hatte. Fedorov nahm die Rolle an, nachdem er konkurrierende Beratungsangebote aus den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und anderen europäischen Nationen abgelehnt hatte, und bestätigte, dass er seinen Sitz in Kiew behalten wird.
Ich bin daher froh, dass Mykhailo Fedorov angenommen hat, seine Dienste als Verteidigungsinnovationsberater anzubieten.
Entlassung und Kiewer Politik
Der 35-jährige Beamte war der jüngste Verteidigungsminister in der ukrainischen Geschichte und bekleidete das Amt von Januar 2026 bis zu seiner Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj sechs Monate später. Seine Amtszeit umfasste Beschaffungs- und Mobilisierungsreformen, die auf Widerstand von Militärkommandanten und politischen Gegnern stießen. Nach seiner Entlassung im Juli 2026 fanden in Kiew Straßendemonstrationen statt, bei denen Tausende seine Rückkehr ins Ministerium forderten. Selenskyj bot Fedorov anschließend am 23. Juli 2026 andere Positionen an, darunter die des Vize-Ministerpräsidenten für militärische Innovation. Die politischen Spannungen verschärften sich im August 2026, als Fedorov die Abhaltung von Wahlen vorschlug, die unter dem seit der russischen Invasion im Februar 2022 verhängten Kriegsrecht ausgesetzt bleiben.
- Tritt als Vize-Ministerpräsident und Minister für digitale Transformation in die ukrainische Regierung ein
- Zum Verteidigungsminister der Ukraine ernannt
- Von Präsident Wolodymyr Selenskyj aus dem Verteidigungsministerium entlassen; Crosetto unterbreitet Beratungsangebot
- Selenskyj schlägt alternative Rollen vor, darunter Vize-Ministerpräsident für militärische Innovation
- Fordert nationale Wahlen in der Ukraine
- Italienisches Verteidigungsministerium ernennt Fedorov zum Verteidigungsinnovationsberater
Technologischer Hintergrund und Mandat
Geboren in Vasylivka in der Region Saporischschja, trat Fedorov 2019 im Alter von 28 Jahren als Vize-Ministerpräsident und Minister für digitale Transformation in die Regierung ein, nachdem er an Selenskyjs Präsidentschaftswahlkampf gearbeitet hatte. In dieser Rolle schuf er die Diia-Anwendung zur Digitalisierung von Verwaltungsdiensten, bevor er die digitalen Kriegsbemühungen koordinierte, einschließlich der Integration von Starlink und unbemannter Luftfahrtsysteme. In Gesprächen mit Crosetto konzentrierte sich der bilaterale Fokus auf Drohnen, autonome Systeme und Luftverteidigungsfähigkeiten. Fedorov erklärte, dass schnelles Testen und Skalieren von Technologien zusammen mit industrieller Produktion den Kern der europäischen Verteidigungsplanung bilden müssen.
In dieser Rolle werde ich Italien dabei unterstützen, moderne Kriegstechnologien zu übernehmen, seinen Verteidigungssektor zu stärken und sich an neu entstehende globale Sicherheitsherausforderungen anzupassen.
Italienischer Koalitionskontext
Die Ernennung wurde vom italienischen Verteidigungsstaatssekretär Matteo Perego di Cremnago von Forza Italia begrüßt, der die Zusammenarbeit als Chance bezeichnete, die nationale Sicherheit durch technologische Modernisierung zu stärken. Italien hat während des gesamten Krieges militärische Ausrüstung an die Ukraine geliefert, darunter Radargeräte, Aster-30-Raketen und SAMP/T-Luftverteidigungssysteme. Die Entscheidung fällt mit internen Debatten über die italienische Verteidigungshilfe zusammen, wobei Persönlichkeiten wie Lega-Chef Matteo Salvini Vorbehalte hinsichtlich des Umfangs der Militärhilfe äußerten. Crosetto betonte, dass die Integration von Fachwissen über Schlachtfeldtechnologie die italienischen Streitkräfte mit den umfassenderen westlichen Betriebsverfahren innerhalb der NATO in Einklang bringe. Fedorov versicherte, dass er während seiner Auslandsberatungen weiterhin separate ukrainische Verteidigungsentwicklungsprojekte leiten werde.


