Fußball · East Rutherford und Dallas
FIFA verbietet spanische Fragen bei WM-Pressekonferenzen trotz Mexiko als Gastgeber – Sprachenkontroverse entbrannt
Journalisten wurden von FIFA-Moderatoren unterbrochen, als sie versuchten, Spielern wie Achraf Hakimi, Vinicius Jr. und Frenkie de Jong auf Spanisch Fragen zu stellen. Der Verband begründete dies mit einem Mangel an verfügbaren Dolmetschern.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Fanpage, LaVanguardia, Le Parisien und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Spanische Fragen wurden bei Pressekonferenzen mit Achraf Hakimi, Vinicius Jr. und Frenkie de Jong blockiert.
FIFA erklärt, dass Fragen in den Sprachen der beiden Teams plus Englisch gestellt werden müssen, da nur für diese Sprachen Remote-Dolmetscher engagiert werden.
Alle drei Spieler waren bereit, Spanisch zu sprechen, antworteten aber nach dem Eingreifen der FIFA letztlich auf Englisch.
Die Vorfälle lösten Online-Kritik aus, die hervorhob, dass Mexiko Gastgeber ist und Spanisch in den USA weit verbreitet ist.
- 12.06.Pressekonferenz von Achraf Hakimi und Vinicius Jr. in New Jersey: Mexikanischer Journalist erfährt, dass spanische Fragen nicht erlaubt sind; Moderator verweist auf Dolmetschermangel.
- 13.06.Pressekonferenz von Frenkie de Jong in Dallas: Journalist wird gebeten, für die Übersetzung auf Englisch zu wechseln; de Jong stimmt zu.
Was geschah
Bei Pressekonferenzen der WM 2026 in den Vereinigten Staaten wurden Journalisten spanischsprachiger Medien mitten in der Frage gestoppt. Die bekanntesten Vorfälle betrafen den mexikanischen Reporter Rodrigo Ornelas von TV Azteca Deportes, der Marokkos Verteidiger Achraf Hakimi vor dem Spiel seiner Mannschaft gegen Brasilien im MetLife Stadium in New Jersey auf Spanisch ansprach. Ein FIFA-Moderator griff ein und sagte, dass spanische Fragen nicht erlaubt seien. Ähnliche Szenen spielten sich ab, als ein Reporter von DAZN España Vinicius Jr. in dessen eigener Sprache befragen wollte und als ein anderer Journalist den niederländischen Mittelfeldspieler Frenkie de Jong in Dallas auf Spanisch ansprach. In allen Fällen verwies der Moderator auf Englisch als erforderliche Sprache.
FIFAs Regel, kein Verbot
Der Weltverband betont, dass Spanisch bei dem Turnier nicht verboten sei. Vielmehr gelte ein praktisches Protokoll für Pressekonferenzen: Fragen müssen in den offiziellen Sprachen der beiden gegnerischen Teams sowie auf Englisch gestellt werden, für die eine Übersetzung bereitgestellt wird. Für das Spiel Brasilien–Marokko umfasste das Sprachenangebot Portugiesisch, Arabisch, Englisch und sogar Italienisch (auf Wunsch Brasiliens, da Trainer Carlo Ancelotti Italiener ist), jedoch kein Spanisch. Für Niederlande–Japan waren Niederländisch, Japanisch und Englisch zugelassen. FIFA weist darauf hin, dass Spanisch weiterhin eine ihrer institutionellen Sprachen sei, die Einschränkung sei jedoch logistischer Natur: Die Beauftragung von Remote-Dolmetschern für jede erdenkliche Sprache würde die Briefings verlangsamen und den Ablauf stören.
„Die Frage muss auf Englisch sein, damit übersetzt werden kann.“
„Wir haben keine spanischen Dolmetscher.“
Reaktionen der Spieler
Alle drei Spieler beherrschten Spanisch – Hakimi wurde in Madrid geboren und wuchs dort auf, Vinicius Jr. spielt für Real Madrid, und de Jong ist beim FC Barcelona. Hakimi scherzte, wie er nun vorgehen solle („Wie antworte ich, auf Englisch oder auf Spanisch?“), antwortete aber schließlich auf Englisch, nachdem der Moderator den Dolmetschermangel erklärt hatte. Vinicius forderte den DAZN-Reporter auf, einfach auf Spanisch zu fragen, doch der Journalist wurde von der FIFA erneut angewiesen, dass kein spanischer Remote-Dolmetscher verfügbar sei. De Jong erklärte sich nach dem Hinweis, dass Spanisch für ihn in Ordnung sei, ebenfalls bereit, auf Englisch zu antworten. In allen Fällen zeigten sich die Spieler kooperativ, die Unterbrechungen gingen ausschließlich von den Turnieroffiziellen aus.
Reaktionen und Kritik
Die Vorfälle wurden unter dem Schlagwort „FIFA erlaubt keine Fragen auf Spanisch in den Vereinigten Staaten“ in den sozialen Medien viral geteilt. Kritiker wiesen darauf hin, dass Mexiko ein Gastgeberland sei, die USA eine große spanischsprachige Bevölkerung hätten und Spanisch die zweithäufigste Sprache des Landes sei. Der mexikanische Sender TNT Sports Mexico erklärte in einem Video, dass pro Pressekonferenz nur drei Sprachen zugelassen seien: die beiden Amtssprachen der Nationen plus Englisch. Für viele wirkte das Protokoll in einem Turnier, das teilweise in einem spanischsprachigen Gastgeberland und in amerikanischen Städten mit großen hispanischen Gemeinden ausgetragen wird, taktlos. FIFA hat keine Änderung des Vorgehens angekündigt.
„¿Como respondo, en inglés o en español?“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- FanpagePerché la FIFA vieta domande in spagnolo nelle conferenze ai Mondiali: è la regola delle 3 lingue
- LaVanguardiaPolémica en el Mundial por evitar el uso del español en varias ruedas de prensa ante la falta de traductores
- Le ParisienCoupe du monde : Hakimi, Vinicius, de Jong... Pourquoi certains joueurs n'ont pas pu répondre en espagnol à la presse
- EL PAÍS¿Prohibido preguntar en español? La rueda de prensa de Vinicius y Hakimi en la que no se dejó usar el segundo idioma más hablado de Estados Unidos
- Achraf Hakimi
- Marokkos Verteidiger, dem es untersagt wurde, auf einer WM-Pressekonferenz eine Frage auf Spanisch zu beantworten
- Vinícius Júnior
- Brasilianischer Flügelspieler, der anbot, eine Frage auf Spanisch zu beantworten, aber durch das Sprachenprotokoll der FIFA blockiert wurde
- Frenkie de Jong
- Niederländischer Mittelfeldspieler, der nach einer abgelehnten spanischen Frage zustimmte, auf Englisch zu wechseln
- Rodrigo Ornelas
- Mexikanischer Journalist von TV Azteca Deportes, dessen Frage auf Spanisch von einem FIFA-Moderator unterbrochen wurde
- Orte
- Vereinigte Staaten, Mexiko
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