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Verkehr·vor 4 Std.

Spanien treibt neuen Fernbus-Konzessionsplan mit 22 % Preissenkung und Direktverbindungen voran

Das Verkehrsministerium hat die öffentliche Konsultation für 31 Fernbuskorridore eingeleitet und verspricht eine durchschnittliche Preissenkung von 22 %, den Erhalt aller bestehenden Haltestellen sowie die Einführung von Direktverbindungen zwischen Großstädten, trotz Einwänden der Wettbewerbsbehörde.

Was der neue Plan beinhaltet

Das Verkehrsministerium gab am 15. Juni bekannt, dass die verbleibenden 31 Korridore des neuen staatlichen Busnetzes in die öffentliche Anhörung gehen. Zusammen mit drei bereits genehmigten Verbindungen (Castro Urdiales–Bilbao, Madrid–Valencia und Madrid–Zaragoza–Barcelona) umfasst der Gesamtplan 34 Korridore, 600 Routen, 2.294 Haltestellen und 1.682 Gemeinden auf einer Strecke von 190.424 Kilometern. Das Ministerium rechnet mit jährlich über 30 Millionen Fahrgästen.

Tarife und Wirtschaftlichkeit

Eine zentrale Neuerung ist die geplante Senkung der durchschnittlichen Fahrpreise um 22 %, was einem Standardtarif von 0,06715 Euro pro Personenkilometer entspricht. Zehn Korridore mit geringerer Nachfrage erhalten eine jährliche staatliche Unterstützung in Höhe von 8,6 Millionen Euro, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Routen behalten alle aktuellen Haltestellen und Frequenzen bei, während Direktverbindungen zwischen den größten Städten die Reisezeiten verkürzen sollen.

Das öffentliche Bussystem ist das, was unser Land am besten zusammenhält, weil es jeden Winkel erreicht.

Der Wettbewerbsstreit

Das Konzessionsmodell, bei dem ein einzelner Betreiber eine Exklusivlizenz für jeden Korridor hält, stößt auf starken Widerstand. Die CNMC argumentiert, dass gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen nur für Routen reserviert sein sollten, die der Markt nicht profitabel bedienen kann, und dass die Gestaltung der Ausschreibungen – große Vertragspakete, Fahrzeuganforderungen und Erfahrungskriterien – kleinere Wettbewerber ausschließt. Branchenquellen teilten La Razón mit, die Bedingungen seien „dazu verdammt, vor Gericht zu landen“.

Dieser Plan respektiert und behält alle aktuellen Haltestellen und Frequenzen bei und fügt Direktrouten zwischen den größten Städten hinzu, um das Reisen schneller zu machen.

Nächste Schritte

Die Entwürfe werden in Kürze im BOE veröffentlicht, was eine 30-tägige Konsultationsfrist auslöst. Nach Prüfung der Stellungnahmen geht der endgültige Plan zur Genehmigung an den Ministerrat. Das Ziel der Regierung ist es, den gesamten Plan vor Ende 2026 zu verabschieden.

Madrid

5 Quellen

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