
Spanien plant Verlegung von 500 Migrantinnen aus Ceuta, während 1.400 Minderjährige Unterkünfte überfüllen
Die spanische Zentralregierung will innerhalb weniger Wochen 500 unbegleitete Migrantinnen aus Ceuta in Aufnahmezentren auf dem Festland verlegen, um die massive Überbelegung nach einem Anstieg der Ankünfte im Juli zu bewältigen.
Geplante Verlegung von 500 Minderjährigen
Der spanische Staatssekretär für Jugend und Kinder, Rubén Pérez Correa, bestätigte am 21. August 2026, dass die Zentralregierung die Verlegung von 500 unbegleiteten Migrantinnen aus Ceuta auf das Festland innerhalb weniger Wochen für machbar hält. Die Initiative soll den massiven Druck auf den Kinderschutzdienst der autonomen Stadt verringern, der derzeit 1.400 Minderjährige in dafür vorgesehenen Aufnahmezentren unterbringt. Die Behörden stellten fest, dass sich weitere Minderjährige ohne formelle Identifizierung oder Registrierung auf der Straße aufhalten. Einige Jugendliche meiden Polizeiunterkünfte aus Angst vor Abschiebung, während andere sich in Privathaushalten bei Verwandten oder Bekannten versteckt halten. Ein erheblicher Teil der privat untergebrachten Minderjährigen sind Mädchen, die vor dem Anstieg der Grenzübertritte am 30. Juli 2026 ankamen.
Ich halte es für machbar zu sagen, dass wir, wenn alle an einem Strang ziehen, in der Lage sind, diese Mädchen innerhalb weniger Wochen in spezialisierte Einrichtungen zu bringen.
- In Ceuta-Unterkünften untergebracht
- 1400 Minderjährige
- Für Verlegung aufs Festland vorgesehene Mädchen
- 500 Minderjährige
Operativer Rahmen und ministerielle Ressourcen
Die Zentralverwaltung bereitet individualisierte Dossiers für jeden Minderjährigen vor, um deren Verlegung in spezialisierte Betreuungszentren zu beschleunigen. Die operative Planung umfasst vier verschiedene Ministerien: das Ministerium für Gleichstellung, das Ministerium für Integration, das Ministerium für Jugend und Kinder sowie das Innenministerium. Staatsbeamte haben Gespräche mit Sozialhilfeträgern und privaten Organisationen geführt, die über Aufnahmekapazitäten auf dem spanischen Festland verfügen. Bereits für Ceuta bereitgestellte Mittel werden die Unterbringung finanzieren, sobald eine offizielle Vereinbarung zwischen der Stadtverwaltung und den beteiligten Einrichtungen getroffen ist. Pérez Correa erklärte, dass überfüllte Aufnahmezentren akute Sicherheitsbedenken für schutzbedürftige Jugendliche hervorrufen, weshalb eine schnelle Unterbringung in speziellen Einrichtungen notwendig sei.
- Migrationsanstieg in Ceuta erhöht Ankünfte unbegleiteter Minderjähriger
- Staatssekretariat kündigt Plan zur Verlegung von 500 Mädchen in Einrichtungen auf dem Festland an
Politische Spannungen um formelle Vorschläge
Der Umsiedlungsplan stößt auf politische Spannungen zwischen Madrid und der autonomen Regierung von Ceuta, die die rechtliche Vormundschaft für unbegleitete Minderjährige in ihrem Hoheitsgebiet innehat. Der Präsident von Ceuta, Juan Manuel Vivas, erklärte öffentlich, die Zentralregierung habe der Stadtverwaltung keinen konkreten Verlegungsvorschlag vorgelegt. Daraufhin erklärte Pérez Correa, dass bereits informelle Gespräche mit der Präsidentschaft von Ceuta, deren Jugendabteilung und dem Minister für die Präsidentschaft stattgefunden hätten. Er brachte Vivases öffentliches Zögern mit einem gemeinsamen Auftritt mit dem Vorsitzenden der Volkspartei, Alberto Núñez Feijóo, in Verbindung, der den Ansatz der Zentralregierung ablehnte. Pérez Correa versprach, die endgültigen schriftlichen Unterlagen unverzüglich an die lokalen Behörden zu übergeben.
Wenn die Regierung von Ceuta einen konkreten Vorschlag wünscht, wird sie ihn selbstverständlich erhalten.
Rechtliche Präzedenzfälle und Festlandsunterbringungsmodelle
Die Beamten der Zentralregierung entschieden sich für direkte Kooperationsvereinbarungen anstelle eines Königlichen Dekret-Gesetzes, mit der Begründung, dass bilaterale Abkommen mit sozialen Organisationen schnellere Ergebnisse liefern. Pérez Correa verwies auf frühere Operationen auf den Kanarischen Inseln, wo der Oberste Gerichtshof die staatliche Verantwortung für asylsuchende Minderjährige festlegte. Während dieser früheren Operation halfen Partnerorganisationen dabei, innerhalb von etwa einem Monat mehr als 600 Kinder von Inselunterkünften in Zentren auf dem Festland zu verlegen. Der Staatssekretär lehnte auch Vorschläge der Volkspartei ab, die eine generelle Rückführung aller ankommenden Migranten forderten. Er erklärte, dass die nationalen und regionalen Kinderschutzgesetze unbegleitete Minderjährige ausdrücklich vor summarischen Ausweisungen schützen.


