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Fußball·vor 2 Std.

Spaniens Trainer De la Fuente verspricht nach dem Unentschieden gegen Kap Verde Änderungen und ein schärferes Gesicht

Luis de la Fuente versprach am Sonntag ein deutlich schärferes Spanien gegen Saudi-Arabien, nachdem das torlose WM-Auftaktspiel gegen Kap Verde seinen Kader durch die kritische Berichterstattung „wund und sehr getroffen“ zurückgelassen hatte.

Ein durch Kritik verletzter Kader

Luis de la Fuente erschien im Presseraum von Atlanta im weißen Auswärtstrikot der Mannschaft und schlug einen trotzigen, aber optimistischen Ton an. Er räumte die Frustration über ein 0:0-Unentschieden gegen Kap Verde ein, das seiner Überzeugung nach anders bewertet worden wäre, wenn zwei zusätzliche Tore gefallen wären. „Die Mannschaft ist wund und sehr getroffen von der Kritik“, sagte der spanische Trainer und fügte hinzu, dass der Wettbewerbscharakter seiner Spieler bedeute, dass harte Worte ihre Motivation nur noch schärften.

Die Mannschaft ist wund und sehr getroffen von der Kritik. Manchmal motiviert ungerechte Kritik sogar noch mehr.

De la Fuente wies jede Panikstimmung zurück und wiederholte: „Es gibt kein Drama, aber jetzt müssen wir gewinnen“, vor dem Spiel gegen Saudi-Arabien. Er behauptete, der Kader sei durch Unterstützungsbekundungen aus Spanien gestärkt worden und begierig darauf, die Empfindungen wiederzuerlangen, die vor der Partie gegen Kap Verde vor fünf Tagen geherrscht hatten.

Aufstellungsänderungen ohne jemanden herauszugreifen

Er bestätigte, dass es Änderungen in der Startelf geben werde, weigerte sich jedoch, die beteiligten Spieler zu nennen, und betonte, dass jede Anpassung dazu diene, eine andere Dimension hinzuzufügen, anstatt schwache Leistungen zu bestrafen. Der Trainer deutete an, dass Lamine Yamal, wieder fit, von Beginn an spielen könnte, obwohl er keine Einsatzminuten zusagte.

Die beste Nachricht ist, dass er zurück ist und einen ungeheuren Wunsch hat, bei dieser Meisterschaft etwas Wichtiges zu bewirken. Wir müssen ihn noch ein wenig bremsen. Er ist ein Genie, eine andere Art von Fußballer. Als Dalí und Michelangelo ein Gemälde malten, dachte man auch, dass es sehr schwierig sei, aber es kam natürlich heraus.

Die fehlende Breite ist ein Problem: Nico Williams ist noch nicht in Topform, Víctor Muñoz hat einen Rückfall erlitten, und Yamal hat noch nicht die volle Spieltauglichkeit. De la Fuente sagte, Spanien müsse die schnelle Ballzirkulation und Schärfe wiederfinden, die während des EM-Laufs Räume schuf.

Das Pedri-Dilemma

Ein Großteil der taktischen Debatte dreht sich um Pedri, dessen Leistung gegen Kap Verde der hellste Moment einer tristen Nacht war. Er legte 12,6 Kilometer zurück, führte das Team bei Torschüssen (14), Pressing auf den gegnerischen Spielaufbau (58), erzwungenen Ballverlusten des Gegners (21) und Flanken in den Strafraum (12) an. Der 23-jährige Mittelfeldspieler wird von De la Fuente näher am gegnerischen Strafraum eingesetzt, obwohl er bekanntermaßen eine tiefere Spielmacherrolle bevorzugt. Eine mögliche Lösung ist, Dani Olmo einzuführen, Pedri weiter nach hinten zu verschieben und Fabián zu schonen – eine Kombination, die unter dem aktuellen Trainer selten getestet wurde.

Er kann auf jeder Position spielen. Wenn Luis es für richtig hält, ihn näher am Strafraum aufzustellen, wird es einen Grund geben. Er ist ein spektakulärer Spieler und hilft uns, wo immer er spielt. Er ist einer der besten der Welt.

Pedris Schlüsselzahlen gegen Kap Verde
Zurückgelegte Distanz (km)
12.63
Torschüsse
14
Druck auf gegnerischen Spielaufbau
58
Erzwungene Ballverluste des Gegners
21
Flanken in den Strafraum
12

Ein Pflichtsieg ohne Drama

Spanien war als einer der Turnierfavoriten in die Vereinigten Staaten gereist, mit einer günstigen Gruppenauslosung, die Kap Verde und Saudi-Arabien vor einem Aufeinandertreffen mit Uruguay vorsah. Ein zweiter Ausrutscher würde den weiteren Verlauf erschweren, aber der Trainer betonte, es gebe keine Dringlichkeit, sondern nur den kollektiven Wunsch, ein ganz anderes Gesicht zu zeigen. Er sagte, die Mannschaft müsse wieder zu sich selbst finden, mit oder ohne bestimmte Spieler, und die emotionale Kraft in der Kabine werde jedes taktische Hindernis überwinden.

Atlanta

7 Quellen

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