Migration · Brüssel
Spaniens Sánchez beim EU-Gipfel isoliert: 19 Nationen fordern schnelle Abschiebezentren und geraten über Regularisierung aneinander
Pedro Sánchez stand beim Europäischen Rat allein da, nachdem Dänemark, Italien und 17 weitere Länder die schnelle Schaffung von Rückführungszentren außerhalb der EU forderten, während der spanische Ministerpräsident seine Ablehnung von Abschiebezentren in Drittstaaten und seine Politik der Massenregularisierung bekräftigte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, EL MUNDO, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Europäische Parlament verabschiedete die neue Rückführungsverordnung mit 418 zu 218 Stimmen bei 30 Enthaltungen, die eine Inhaftierung von bis zu 24 Monaten (verlängerbar auf 30) erlaubt und den Weg für Rückführungszentren in Drittstaaten ebnet.
Ein von Dänemark und Italien vorangetriebener und von 19 Staats- und Regierungschefs unterzeichneter Brief forderte die schnelle Schaffung von Abschiebezentren in Drittstaaten und bezeichnete sie als wirksamstes Mittel, um Schleppernetzwerke zu zerschlagen und irreguläre Migranten abzuschieben.
Pedro Sánchez wurde von Giorgia Meloni und Mette Frederiksen offen für Spaniens Massenregularisierung und seine Ablehnung von Rückführungszentren kritisiert, wobei sich auch Bart De Wever, Péter Magyar und Friedrich Merz den Kritiken anschlossen.
Die Intensität der Debatte veranlasste die EU-Staats- und Regierungschefs, Migration auf die Tagesordnung des Europäischen Rates im Oktober zu setzen, wo das Thema erneut auf höchster Ebene diskutiert wird.

- 17.06.Europäisches Parlament verabschiedet Rückführungsverordnung (418-218-30), die Inhaftierung von bis zu 30 Monaten und Rückführungszentren in Drittstaaten erlaubt.
- 19.06.19 Mitgliedstaaten unter Führung Dänemarks und Italiens verbreiten einen Brief, der eine schnelle Umsetzung von Rückführungszentren in Drittstaaten fordert.
- 19.06.Debatte im Europäischen Rat über Migration bricht aus; Sánchez' Zusammenstoß mit Meloni und Frederiksen führt dazu, dass Migration auf die Tagesordnung des Oktober-Gipfels gesetzt wird.
Eine gespaltene Union
Das Europäische Parlament hat am Mittwoch die Rückführungsverordnung mit einer deutlichen Mehrheit von 418 zu 218 Stimmen bei 30 Enthaltungen verabschiedet. Das Gesetz erlaubt eine Inhaftierung von bis zu 24 Monaten (verlängerbar auf 30) und gibt grünes Licht für sogenannte „Rückführungszentren“ in Drittstaaten. Sieben Nicht-EU-Staaten – Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Kosovo, Indien, Marokko und Tunesien – wurden bereits als sicher für Abschiebungen eingestuft, weitere aus Beitrittskandidatenländern werden erwartet. Einige Bestimmungen traten sofort in Kraft; andere werden innerhalb von 12 Monaten folgen.
„Wir müssen konkrete Ergebnisse vorlegen, die einen echten Unterschied für unsere Bürger machen, und so schnell wie möglich mit Lösungen auf der Grundlage von Drittstaaten vorankommen.“
Der Vorstoß der 19 Nationen
Am Freitagmorgen wurde ein von der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geführter Brief an den Rat weitergeleitet, unterzeichnet von 19 der 27 Mitgliedstaaten. Österreich, Bulgarien, Zypern, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien und Schweden schlossen sich Belgien, Dänemark, Griechenland, Italien und den Niederlanden an und forderten eine schnelle Inbetriebnahme der Zentren. Die Unterzeichner argumentierten, dass die Zerschlagung der Geschäftsmodelle der Schlepper und die Sicherstellung der Rückführung von Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus die wirksamste Abschreckung gegen irreguläre Migration sei. Deutschland unterstützte die Idee, unterzeichnete jedoch nicht, während Portugal und Spanien den Vorschlag offen ablehnten.
Sánchez unter Beschuss
Während der Ratsdebatte dankte Frederiksen der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, für die Begleitung des Gesetzes, was Sánchez veranlasste, sein Unbehagen zu äußern. Er bezeichnete die Zentren als ineffektiv und verschwenderisch und erklärte, die Maßnahme sende ein falsches Signal an Herkunfts- und Transitländer. Meloni warf ihm daraufhin direkt Spaniens Massenregularisierung vor und sagte: „Was Sie tun, wirkt sich auf andere Länder aus.“ Dieser Kritik schlossen sich der belgische Ministerpräsident Bart De Wever, Ungarns Péter Magyar und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz an. Sánchez blieb standhaft, verteidigte Spaniens Bilanz und bestand darauf, dass die Zentren gegen die EU-Werte verstoßen.
„Was Sie tun, wirkt sich auf andere Länder aus.“
„Diese Lösung der Rückführungszentren ist nicht effektiv. Sie wird nichts lösen, wie die Erfahrung zeigt. Und sie sendet ein falsches Signal an die Herkunfts- und Transitländer, mit denen wir zusammenarbeiten. Und darüber hinaus widerspricht sie den Werten der EU.“
Spaniens Gegenargument
Sánchez führte aus, dass die irregulären Ankünfte in Spanien in den ersten fünf Monaten dieses Jahres insgesamt um 35 Prozent zurückgegangen seien und auf den Kanarischen Inseln im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um 71 Prozent gefallen seien. Er betonte, dass die überwältigende Mehrheit der regularisierten Migranten Lateinamerikaner seien, die seit Jahren in Spanien lebten und arbeiteten und keine Integrationsprobleme darstellten. Nach Angaben der spanischen Regierung haben die Regularisierungsanträge bis zu 900.000 erreicht. Sánchez, der sagte, die Politik werde sowohl von der katholischen Kirche als auch von Wirtschaftsverbänden unterstützt, schlug sogar vor, die Amtskollegen könnten den Vatikan konsultieren.
Wie es weitergeht
Der hitzige Austausch, den Diplomaten als „notwendige Debatte“, andere jedoch als „Zusammenstoß“ bezeichneten, sorgte dafür, dass Migration auf die Tagesordnung des Europäischen Rates im Oktober gesetzt wurde. Die Verordnung, die den Weg für Rückführungszentren ebnete, bedarf noch der formellen Annahme durch den Rat, bevor bestimmte Maßnahmen in Kraft treten können, aber die 19 Unterzeichner sind bereits aktiv: Italien hat damit begonnen, abschiebbare Migranten in Zentren in Albanien im Rahmen eines bestehenden bilateralen Abkommens zu überstellen, und andere Mitglieder sondieren mögliche Partnerschaften.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónSend them back! (¡Enviarlos de vuelta!) "¡Qué vergüenza!"
- EL MUNDOLos líderes de la UE fuerzan una discusión sobre inmigración tras el choque de Sánchez con Merz, Meloni y Frederiksen
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLTensión y duro debate en Europa con Sánchez por su política migratoria que afecta a toda la UE
- JNPortugal rejeita mas 19 países da UE pedem centros de retorno para imigrantes
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, der die EU-Rückführungszentren ablehnte und die Massenregularisierungspolitik seines Landes verteidigte.
- Giorgia Meloni
- Ministerpräsidentin Italiens, Mitunterzeichnerin des 19-Nationen-Briefs und Kritikerin von Sánchez' Regularisierungsmaßnahmen.
- Mette Frederiksen
- Ministerpräsidentin Dänemarks, Hauptautorin des Briefes, der die schnelle Schaffung von Rückführungszentren in Drittstaaten fordert.
- Roberta Metsola
- Präsidentin des Europäischen Parlaments, gelobt für die Steuerung der Rückführungsverordnung durch das Parlament.
- Bart De Wever
- Ministerpräsident Belgiens, der Meloni und Frederiksen während der Ratsdebatte unterstützte.
- Péter Magyar
- Ungarns Führungspolitiker, der die Kritik an Spaniens Migrationspolitik auf dem Gipfel unterstützte.
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler Deutschlands, der sich der Debatte zur Unterstützung strengerer Rückführungen anschloss, obwohl Deutschland den Brief nicht unterzeichnete.
- Orte
- Brüssel
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