
Spanien besiegt Deutschland 81:58 und gewinnt Bronze bei der Basketball-WM der Frauen 2026
Spanien sicherte sich am Sonntag den dritten Platz bei der FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen 2026 in Berlin, indem es das Gastgeberland Deutschland mit 81:58 besiegte, angeführt von 22 Punkten der Spielmacherin Iyana Martín.
Spanien sichert sich den dritten Platz in Berlin
Spanien besiegte Deutschland am Sonntagnachmittag im Spiel um Bronze der FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen 2026 in der Berliner Arena am Ostbahnhof mit 81:58. Zwischen 12.187 und 12.650 Zuschauer verfolgten die Begegnung des letzten Tages, in der Spanien das erste und letzte Viertel dominierte. Die spanische Spielmacherin Iyana Martín war mit 22 Punkten die beste Werferin, während Nyara Sabally und Alexis Peterson jeweils 13 Punkte für das Gastgeberland beisteuerten. Das Ergebnis folgte auf Deutschlands 86:64-Niederlage gegen Frankreich im Halbfinale am Samstag, sodass das Gastgeberland ohne Podiumsplatz blieb.
- Iyana Martín (Spanien)
- 22 Punkte
- Nyara Sabally (Deutschland)
- 13 Punkte
- Alexis Peterson (Deutschland)
- 13 Punkte
Spielverlauf und Aufholjagd im zweiten Viertel
Spanien übernahm früh die Kontrolle, zog mit einem 8:0-Lauf auf 25:12 davon, nach einem Dreipunktwurf von Mariona Ortiz, und beendete das erste Viertel mit 25:15. Deutschland antwortete im zweiten Viertel mit einem 9:0-Lauf, bei dem Marie Gülich, Alex Wilke, Peterson und Nyara Sabally Körbe erzielten. Stürmerin Emma Eichmeyer verwandelte einen And-One-Spielzug und verkürzte auf 31:33, und Luisa Geiselsöder glich in der 16. Minute zum 33:33 aus, bevor Spanien mit 40:36 in die Halbzeit ging.
Spanien erlangte im dritten Viertel hinter Stürmerin Raquel Carrera wieder die Kontrolle und produzierte einen 15:0-Lauf, nachdem der deutsche Cheftrainer Olaf Lange beim Stand von 39:49 eine Auszeit genommen hatte. Deutschland verwandelte in den ersten sieben Minuten des dritten Viertels nur einen Feldkorb und ging mit 51:61 zurückliegend ins Schlussviertel. Spanien sicherte sich den 81:58-Sieg dann mit zwei aufeinanderfolgenden Dreipunktwürfen und hielt Deutschland im letzten Viertel auf sieben Punkte.
Deutsche Leistung und Spielerinnenreaktionen
Deutschland beendete das Turnier auf dem vierten Platz, was der Platzierung der DDR von 1967 entspricht und eine Verbesserung gegenüber dem 11. Platz bei der einzigen vorherigen WM-Teilnahme 1998 darstellt. Das Gastgeberteam spielte das gesamte Turnier ohne den Star Satou Sabally, die vor dem Turnier aufgrund der Folgen einer Gehirnerschütterung ausfiel. Die deutsche Teamleaderin Leonie Fiebich äußerte sich nach dem Schlusspfiff zum Ergebnis.
Ich hätte mir gewünscht, dass das Team eine Medaille bekommt, ich denke, wir hätten sie verdient. Dass es jetzt nicht geklappt hat, ist eine Erfahrung, die wir mitnehmen müssen, ein Schmerz, den wir mitnehmen und in Aggression und Motivation für das nächste große Turnier umwandeln müssen.
Fiebich stellte fest, dass die unmittelbare Nachwirkung der Niederlage für die Spielerinnen schmerzhaft blieb, trotz der positiven Aufnahme durch die heimischen Fans während des gesamten Turniers.
Turnierbesuch und Zukunftsaussichten
Die Gesamtzuschauerzahl erreichte an den zehn Wettkampftagen in der Arena am Ostbahnhof und der Max-Schmeling-Halle rund 230.000. Der vierte Platz beendete eine Medaillenserie des Deutschen Basketball-Bundes, der seit 2022 jedes Jahr mindestens eine Medaille bei internationalen Seniorenturnieren gewonnen hatte. Der frühere Nationalspieler Dirk Nowitzki, der die Schlussrunde gemeinsam mit dem Kapitän der Herren-Nationalmannschaft Dennis Schröder verfolgte, äußerte sich zur Atmosphäre in Berlin.
Die Wertschätzung ist gewachsen, für Frauen und Männer. Das kann man sehen.
Bundeskanzler Friedrich Merz, der am Eröffnungsspiel Deutschlands teilnahm, erklärte, die Atmosphäre unterstütze die geplante olympische Bewerbung des Landes. Deutschland wird sich bei der nächsten Möglichkeit für einen Podestplatz, der Nachfolgeveranstaltung der WM 2026, die für 2030 in Japan geplant ist, um eine Medaille bemühen.
- Deutschland verliert 53:83 gegen Spanien
- Deutschland gewinnt vier Spiele in Folge und besiegt den Europameister Belgien
- Deutschland unterliegt Frankreich in Berlin mit 64:86
- Spanien besiegt Deutschland 81:58 und wird Dritter


