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Fußball·vor 3 Std.

Spanien eröffnet WM gegen Debütant Kap Verde und strebt nach jahrzehntelangen Auftaktproblemen einen starken Start an

La Roja startet am Montag mit dem Spiel gegen Kap Verde in die WM 2026. Der Inselstaat gibt sein WM-Debüt, während Spanien seine Geschichte von Auftaktpatzern hinter sich lassen will.

Der Debütantenfluch

Spanien geht als zweitplatziertes Team der FIFA-Weltrangliste in die WM, nur hinter dem Titelverteidiger Argentinien, und als Titelträger der Europameisterschaft, die es vor zwei Jahren in Deutschland gewonnen hat. Doch das Auftaktspiel war selten gnädig zu La Roja. In 16 WM-Debütpartien holte Spanien nur fünf Siege, vier Unentschieden und sieben Niederlagen. Das letzte Mal, dass Spanien ein WM-Auftaktspiel gewann, war 2002 gegen Slowenien; der Titelgewinn 2010 begann bekanntlich mit einer Niederlage gegen die Schweiz.

Spaniens WM-Auftaktspiele
  1. Spanien 3:1 Brasilien – erster WM-Sieg im Debüt
  2. Spanien 3:1 USA – zweiter Debütsieg in Folge
  3. Spanien 1:2 Österreich – Hansi-Krankl-Tor besiegelt Niederlage
  4. Spanien 1:1 Honduras – Debütant schockt Gastgeber in Valencia
  5. Spanien 3:1 Slowenien – erster Auftaktsieg seit 52 Jahren
  6. Spanien 0:1 Schweiz – Niederlage vor WM-Titel
  7. Spanien 7:0 Costa Rica – einziger Sieg der WM in Katar

Kap Verde wagt sich ins Unbekannte

Kap Verde ist eines von vier Teams, die ihr WM-Debüt in diesem auf 48 Mannschaften erweiterten Turnier geben, zusammen mit Curaçao, Jordanien und Usbekistan. Der Inselstaat, der auf Platz 67 der Weltrangliste steht, geht ohne die Last vergangener Niederlagen in dieses Turnier, aber auch fast ohne Erfahrung gegen Spitzenmannschaften. Der Kader hat ein bekanntes Gesicht für spanische Fans: Villarreal-Verteidiger Logan Costa. Der Klassenunterschied ist auf dem Papier gewaltig, doch im spanischen Fußballgedächtnis stecken warnende Beispiele wie das 1:1-Unentschieden gegen Debütant Honduras im Auftaktspiel 1982 im eigenen Land.

Eine Gruppe, die für den Fortschritt gemacht ist

Das Spiel im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta eröffnet die Gruppe H, in der Uruguay und Saudi-Arabien am folgenden Tag aufeinandertreffen. Da 32 der 48 Teilnehmer in die Runde der letzten 32 einziehen, ist der Fehlerspielraum in der Gruppenphase größer als in früheren Ausgaben. Dennoch kommt es auf den Ton an, der in den ersten 90 Minuten gesetzt wird. Stürmer Ferran Torres beschrieb die Denkweise: „Im ersten Spiel muss man stark beginnen, man muss damit beginnen, unseren Stil durchzusetzen.“

Stimmen aus dem Lager

Mittelfeldspieler Mikel Merino, einer von 14 WM-Debütanten im spanischen Kader, nachdem er das Turnier in Katar verpasst hatte, mahnte zur Besonnenheit. „Wichtig ist, uns auf uns selbst zu konzentrieren, auf das, was wir gut machen müssen. Wir kennen uns schon lange, wir müssen das Spiel mit Ernsthaftigkeit und einer guten Einstellung angehen. Es ist wichtig, in einem solchen Turnier einen guten Start zu erwischen, aber er bestimmt nicht den Weg“, sagte er aus dem Trainingslager der Mannschaft an der Kennesaw State University bei Atlanta.

Torwart David Raya betonte ebenfalls die Balance zwischen einem schnellen Start und Turniergeduld. „Ein guter Start in jedem Turnier, in einer WM oder einer Europameisterschaft, ist sehr wichtig, weil er einem das Selbstvertrauen gibt, voranzukommen, aber ich habe immer gesagt, es kommt nicht darauf an, wie man anfängt, sondern wie man aufhört. Jeder erinnert sich an Südafrika, aber wir werden versuchen, so gut wie möglich zu starten, und wenn nicht, kommt es darauf an, wie es endet.“

So wird das Spiel übertragen

Das Spiel beginnt am Montag, den 15. Juni, um 18:00 Uhr MEZ. In Spanien wird die Live-Übertragung auf La 1 und DAZN Mundial zu sehen sein, sowie im Stream auf RTVE Play. Spanische Zuschauer können auch den Live-Ticker auf ABC.es verfolgen.

Spanien vs. Kap Verde: FIFA-Rang und WM-Teilnahmen
Spanien FIFA-Rang
2
Kap Verde FIFA-Rang
67
Spanien WM-Teilnahmen
17
Kap Verde WM-Teilnahmen
1

Spaniens Vorbereitungsspiele lieferten gemischte Ergebnisse: ein 1:1-Unentschieden gegen den Irak in A Coruña, gefolgt von einem 3:1-Sieg gegen Peru, der das Selbstvertrauen vor dem Flug in die Vereinigten Staaten wiederherstellte. Trainer Luis de la Fuente, der alle Zweifel zum Schweigen brachte, indem er eine Mannschaft ohne große Namen zu einer perfekten Europameisterschaft führte, trägt nun die Erwartungen einer Nation in ein Turnier, in dem Spanien seit seinem Triumph in Südafrika nicht mehr im Finale stand.

Atlanta

5 Quellen

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