Regierung · Berlin, Steinfurt und Borken
Jens Spahn entschuldigt sich bei CDU-Basis für Leihmutterschaft in den USA nach Rücktritt als Fraktionschef
Der frühere Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Jens Spahn, hat sich in einem Brief an rund 2.500 Mitglieder seines Wahlkreises gewandt und eingeräumt, zu feige gewesen zu sein, seine veränderte Haltung zur Leihmutterschaft vor der Geburt seines Kindes in den USA offen darzulegen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Frankfurter Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Jens Spahn sandte am 10. September 2026 einen formellen Brief an 2.500 CDU-Mitglieder in Steinfurt I / Borken I und entschuldigte sich dafür, seine veränderte Haltung zur Leihmutterschaft nicht offen dargelegt zu haben.
Der 46-Jährige trat Ende Juli 2026 als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück, nachdem er die Geburt seines Sohnes durch eine Leihmutter in den Vereinigten Staaten bekannt gegeben hatte.
Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten und wird von der CDU abgelehnt, obwohl Spahn sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs von 2018 berief, das die von US-Gerichten festgestellte Elternschaft unter bestimmten Bedingungen anerkennt.
Spahn behielt sein direktes Bundestagsmandat und wechselte in den Haushaltsausschuss, während CSU-Chef Markus Söder andeutete, dass Spahn in Zukunft wieder in die Spitzenpositionen der Partei zurückkehren könnte.

- 2018Der Bundesgerichtshof entscheidet, dass die durch US-Gerichte festgestellte Elternschaft nach Leihmutterschaft unter bestimmten Voraussetzungen mit deutschem Recht vereinbar ist
- Ende Juli 2026Jens Spahn tritt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück, nachdem sein Sohn durch eine Leihmutterschaft in den USA geboren wurde
- Ende August 2026Spahn nimmt an einem fraktionsübergreifenden Abendessen in Münster am Rande einer parlamentarischen Klausurtagung teil
- 10.09.Spahn sendet einen Entschuldigungsbrief an 2.500 CDU-Mitglieder in seinem Wahlkreis Steinfurt I / Borken I
Entschuldigung an die Wahlkreismitglieder
Der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, hat sich am 10. September 2026 in einem schriftlichen Brief an rund 2.500 Mitglieder der Christlich Demokratischen Union in seinem nordrhein-westfälischen Wahlkreis Steinfurt I / Borken I gewandt. Spahn räumte ein, das Vertrauen der Partei gebrochen zu haben, nachdem er mit seinem Ehemann Daniel Funke in den Vereinigten Staaten eine Leihmutter für die Geburt eines Kindes in Anspruch genommen hatte. Leihmutterschaft ist in Deutschland weiterhin illegal, und die CDU lehnt ihre Legalisierung offiziell ab. Spahn hatte Parteitagsbeschlüsse, die die Praxis ablehnen, unterstützt, ohne dazu Stellung zu nehmen, während eine Leihmutter bereits das Kind austrug. Er stellte fest, dass lokale Parteimitglieder nach der Bekanntgabe bei Schützenfesten und Sommerfesten intensiven öffentlichen Fragen und emotionaler Kritik ausgesetzt waren.
„Ich war zu feige, um offen zu sagen, wo ich bei dieser sensiblen Frage stehe.“
Spahn räumte in dem Brief ein, dass sein Schweigen einen direkten Widerspruch zwischen seinen früheren öffentlichen Positionen und seinen persönlichen Entscheidungen geschaffen habe, und bat seine lokale Basis um Vergebung.
Hintergrund der Entscheidung zur Leihmutterschaft
In seinem Brief schilderte der 46-jährige Politiker die langwierigen Überlegungen, die zu der Entscheidung des Paares führten, eine Leihmutterschaft im Ausland in Anspruch zu nehmen. Spahn erklärte, dass er und Funke über viele Jahre hinweg verschiedene Wege zur Vaterschaft geprüft, verworfen und erneut in Betracht gezogen hätten. Seine anfängliche Skepsis gegenüber der Leihmutterschaft habe sich nach der Prüfung der spezifischen rechtlichen und medizinischen Bedingungen in den Vereinigten Staaten geändert. Er wies darauf hin, dass die Leihmutter in finanziell stabilen Verhältnissen lebte und keine genetische Verbindung zu dem Kind hatte.
Spahn verwies zudem auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2018, das feststellte, dass die von US-Gerichten nach einer Leihmutterschaft gewährte rechtliche Elternschaft unter bestimmten Voraussetzungen mit deutschem Recht vereinbar ist. Er erklärte, dass dieser rechtliche Präzedenzfall ihm persönliche Sicherheit gegeben habe, räumte aber ein, dass er es versäumt habe, seine sich wandelnde Haltung öffentlich zu machen, als sich Gelegenheiten dazu boten.
„Ich wollte eine schwierige Debatte vermeiden, auch um meine wachsende Familie zu schützen, und habe damit eine noch viel schwierigere Debatte ausgelöst. Das war falsch. Das bedauere ich zutiefst.“
Rücktritt und neue parlamentarische Rolle
Die Kontroverse führte dazu, dass Spahn Ende Juli 2026 von seinem Posten als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrat, kurz nachdem er die Geburt seines Sohnes bekannt gegeben hatte. Trotz des Rücktritts von der Fraktionsspitze behielt Spahn sein Bundestagsmandat als direkt gewählter Abgeordneter. Seitdem hat er einen Sitz im Haushaltsausschuss des Bundestages eingenommen und zugesagt, seine Heimatregion weiterhin in bundespolitischen Haushaltsfragen zu vertreten.
Stellung in der Union und Zukunftsaussichten
Spahn behält trotz seines Ausscheidens aus der Fraktionsführung die Unterstützung führender konservativer Persönlichkeiten. CSU-Chef Markus Söder erklärte, Spahn könne in Zukunft wieder eine führende politische Rolle übernehmen. Zwei Wochen vor dem Brief nahm Spahn an einem gemeinsamen Abendessen mit Vertretern von CDU, CSU und SPD am Rande einer Klausurtagung in Münster teil. Das öffentliche Eingeständnis des Fehlers spiegelt auch breitere Diskussionen innerhalb der von Bundeskanzler Friedrich Merz geführten CDU über politische Verantwortung und den Umgang mit Fehlern in öffentlichen Ämtern wider.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Jens Spahn
- Ehemaliger Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und derzeitiges Mitglied des Haushaltsausschusses
- Daniel Funke
- Ehemann von Jens Spahn
- Markus Söder
- CSU-Vorsitzender und Bayerischer Ministerpräsident
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler von Deutschland und CDU-Vorsitzender
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