Wirtschaft · Hawthorne und New York
SpaceX strebt Bewertung von 1,8 Billionen Dollar beim größten Börsengang aller Zeiten an – Start am Freitag
Elon Musks SpaceX will am 12. Juni an die Börse gehen – mit dem erwartet größten Börsengang der Geschichte. Angestrebt wird eine Bewertung von knapp 1,8 Billionen Dollar, obwohl das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar verbuchte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ZEIT ONLINE, France 24, Le Temps und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
SpaceX strebt die Aufnahme von 75 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von knapp 1,8 Billionen Dollar an und übertrifft damit den Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019.
Der Umsatz stieg 2025 um 33 % auf 18,7 Milliarden Dollar, doch der Nettoverlust weitete sich auf 4,9 Milliarden Dollar aus, da die Kosten schneller stiegen als die Verkäufe.
Der Satelliteninternetdienst erwirtschaftete 2025 schätzungsweise 11 Milliarden Dollar, hatte über 10 Millionen Kunden und 9.600 Satelliten im Orbit.
Etwa 30 % der 555 Millionen angebotenen Aktien sind für Privatanleger reserviert – ein ungewöhnlich hoher Anteil.
Der rekordverdächtige Börsengang
SpaceX plant, durch den Verkauf von über 555 Millionen Aktien zu je 135 Dollar 75 Milliarden Dollar einzunehmen, wie aus dem Prospekt hervorgeht. Zu diesem Preis würde das Unternehmen mit einer Bewertung zwischen 1.765 und 1.800 Milliarden Dollar an den Markt gehen, je nach Quelle. Damit würde der bisherige Rekord des Börsengangs von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 übertroffen. Die Notierung ist für Freitag, den 12. Juni, an der Wall Street vorgesehen.
Was SpaceX tut
SpaceX wurde 2002 von Musk gegründet und ist vor allem für seine wiederverwendbaren Raketen bekannt, insbesondere die Falcon 9, die im vergangenen Jahr über 500 Flüge absolvierte. Das Unternehmen ist für die US-Raumfahrt und das Militär praktisch unverzichtbar geworden, insbesondere seit der Einstellung des Space-Shuttle-Programms. Der Satelliteninternetdienst Starlink mit rund 9.600 Satelliten im Orbit erwirtschaftete 2025 schätzungsweise 11 Milliarden Dollar der 18,7 Milliarden Dollar Umsatz des Unternehmens und erreichte bis Ende März über 10 Millionen Kunden.
Die finanzielle Lage
Der Umsatz von SpaceX wuchs 2025 im Jahresvergleich um 33 % auf 18,7 Milliarden Dollar, aber die Kosten stiegen schneller, was zu einem Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar führte. Die angestrebte Bewertung liegt beim 90-Fachen des Vorjahresumsatzes – ein Vielfaches, das weit über dem von Nvidia (etwa 20) und Apple (etwa 10) liegt. Das Unternehmen rechtfertigt dies mit dem künftigen Marktpotenzial und verweist auf einen adressierbaren Gesamtmarkt von 1,6 Billionen Dollar allein für Satellitenkonnektivität. Musk hat kürzlich auch seine KI-Firma xAI, die die Plattform X übernommen hatte, in SpaceX integriert.
„Die Nachfrage scheint sich gut zu entwickeln… Es besteht kein Zweifel, dass rund um das Unternehmen eine echte Euphorie herrscht.“
Begeisterung bei Anlegern trifft auf Skepsis
Analysten beschreiben eine beispiellose Aufregung um den Börsengang. Eva Ados von ERShares, die bereits über ein Special Purpose Vehicle Anteile hält, sagte gegenüber AFP, sie habe eine noch nie dagewesene Begeisterung erlebt. Etwa 30 % der neuen Aktien sind für Privatanleger reserviert – ein ungewöhnlich hoher Anteil, der darauf abzielt, die Aktionärsbasis zu verbreitern. Kim Forrest von Bokeh Capital Partners merkte an, dass das „coole" Image der Marke und Musks Marketingtalent das Interesse befeuerten.
„SpaceX wird wahrscheinlich nie eine Aktie in meinen Portfolios sein.“
Forrest wies darauf hin, dass die Ausgaben des Unternehmens außerhalb von Starlink nicht auf direkt profitable Ziele ausgerichtet seien; die Raketenstart- und KI-Sparten verzeichneten erhebliche Verluste. Einige Analysten ziehen Parallelen zu Tesla, das eine Bewertung von über 1.500 Milliarden Dollar hat, ohne der weltgrößte Autohersteller zu sein – ein Titel, den Toyota hält.
Musks langfristige Ambitionen
Die Erlöse aus dem Börsengang sollen jüngste Projekte finanzieren, darunter den Bau von Rechenzentren im Weltraum und die Entwicklung von Mondbasen. Benoît Deper, CEO von Aerospacelab, sagte gegenüber RTBF, dass die Darstellung zwar übertrieben wirken könne und in Europa oft als weit hergeholt empfunden werde, dass SpaceX' Vorschläge aus technischer und physikalischer Sicht jedoch nicht gegen die Gesetze der Physik verstoßen und das Unternehmen eine Erfolgsbilanz bei der Umsetzung scheinbar absurder Versprechungen vorweisen könne.
„Aus rein technischer Sicht gibt es meiner Meinung nach keine größeren Probleme. Aus physikalischer Sicht, was SpaceX vorschlägt – und das ist ein wiederkehrendes Thema –, haben sie in der Vergangenheit viele innovative Dinge vorgeschlagen, die als weit hergeholt galten, die aber letztlich die Gesetze der Physik nicht allzu sehr verletzen und Realität werden.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ZEIT ONLINEMusks Mega-Aktienverkauf: Was den SpaceX-Börsengang besonders macht
- France 24Info éco - J-2 avant l'entrée en Bourse de SpaceX
- Le TempsAvec l'entrée en bourse de SpaceX, Elon Musk vend surtout du rêve... comme le montre le prospectus de l'opération
- Blick.chL'entrée en Bourse de SpaceX affole Wall Street
- Elon Musk
- Gründer und CEO von SpaceX, der das Unternehmen durch den Börsengang führt.
- Matthew Kennedy
- IPO-Spezialist bei Renaissance Capital, der die Anlegernachfrage nach SpaceX kommentiert.
- Eva Ados
- Leiterin der Anlagestrategie bei ERShares, die einen Anteil an SpaceX hält.
- Kim Forrest
- Analystin bei Bokeh Capital Partners, die Skepsis gegenüber der Bewertung von SpaceX äußert.
- Benoît Deper
- CEO von Aerospacelab, der die technische Machbarkeit der SpaceX-Projekte bewertet.
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