Sozialdemokraten führen schwedische Wahlprognose mit 28,4 % der Stimmen an
Prognosen des Senders SVT geben der Partei von Magdalena Andersson den ersten Platz, während der vierparteiliche linke Oppositionsblock die regierende rechte Koalition mit 51,3 % der Stimmen anführt.
Erste Hochrechnungen
Am Sonntagabend veröffentlichte Prognosen zur schwedischen Parlamentswahl sehen die Sozialdemokraten als stärkste politische Kraft. Daten des öffentlich-rechtlichen Senders SVT zufolge erreichten die von der ehemaligen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson geführten Sozialdemokraten 28,4 % der Stimmen. Die konservative Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Ulf Kristersson erreichte in der SVT-Prognose 18,1 % und liegt damit auf dem zweiten Platz. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten erzielten in den Prognosen 17,2 %. Dieser Wert bedeutet für die Schwedendemokraten einen leichten Rückgang im Vergleich zu früheren Umfragen, nach einem Wahlkampf, in dem ihnen große Aufmerksamkeit galt.
- Sozialdemokraten
- 28.4 %
- Konservative Partei
- 18.1 %
- Schwedendemokraten
- 17.2 %
Teilung zwischen linkem und rechtem Block
Die Abstimmung ergab ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen den beiden konkurrierenden politischen Lagern des Landes. Hochrechnungen zeigen, dass die vier linken Oppositionsparteien zusammen auf 51,3 % der Stimmen kommen, wobei SVT und SRF ihren Anteil auf knapp über 51 % beziffern. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis unter Ministerpräsident Kristersson erreichte hingegen rund 47 %, in ersten Prognosen mit knapp unter 47 % festgehalten. Der Vorsprung von vier Punkten verschafft dem linken Oppositionsblock einen knappen Vorteil gegenüber dem amtierenden Regierungslager. Sender wiesen darauf hin, dass diese Verteilung die endgültige Frage, wer eine stabile Regierungskoalition bilden kann, bis zur vollständigen Auszählung der Stimmen offen lässt.
- Linksoppositionsblock (4 Parteien)
- 51.3 %
- Regierender Mitte-Rechts-Block
- 47 %
Regierungsbildung und Kabinettsperspektiven
Die prognostizierten Prozentsätze eröffnen der ehemaligen Ministerpräsidentin Andersson potenzielle Wege, die amtierende Regierung abzulösen. Andersson strebt an, ein Regierungsbündnis aus den vier linken Oppositionsparteien zu schmieden, um an die Führung zurückzukehren. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte Kristersson vor der Wahl angekündigt, die Schwedendemokraten direkt in sein Kabinett einzubeziehen, falls sein rechtes Bündnis den Sieg erringen sollte. Da die regierende Mitte-Rechts-Koalition mit rund 47 % zurückliegt und der linke Block mit 51,3 % führt, warten beide Lager auf endgültige Sitzverteilungen. Der Prozess der Regierungsbildung bleibt ungewiss, da beide politischen Blöcke die Machbarkeit parlamentarischer Mehrheiten prüfen.


