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Regierung·vor 3 Std.

Sánchez bekräftigt Zapateros Unschuld nach dessen Gerichtstermin – Plus-Ultra-Verfahren weitet sich auf seine Töchter aus

Bei seiner Ankunft zum Europäischen Rat in Brüssel sicherte Ministerpräsident Pedro Sánchez dem früheren Parteichef José Luis Rodríguez Zapatero die volle Unterstützung der PSOE zu. Dessen Töchter und seine Sekretärin sind nun im Zuge der Plus-Ultra-Ermittlungen offiziell beschuldigt worden.

Rückhalt für den Ex-Regierungschef

Pedro Sánchez hat sich fest hinter José Luis Rodríguez Zapatero gestellt, nachdem der frühere Ministerpräsident im Fall Plus Ultra vor der Audiencia Nacional erschienen war. Der amtierende Regierungschef sagte, er habe in den letzten Tagen mit Zapatero gesprochen und ihn „ruhig“ vorgefunden. Sánchez betonte die „Unterstützung, Empathie und Rückendeckung“ der PSOE für Zapatero, seine Töchter und die betroffenen Parteiangestellten.

Wir vertrauen auf seine Unschuld. Wir respektieren die Justiz und haben Verständnis für die Situation, die seine Familie mit der Anschuldigung seiner Töchter durchmacht.

Alles wird sich aufklären.

Ermittlungen weiten sich aus

Der zuständige Richter José Luis Calama entschied, Zapateros Töchter Alba und Laura Rodríguez Espinosa sowie seine Sekretärin Gertrudis Alcázar offiziell zu beschuldigen. Dieser Schritt erfolgte auf Antrag der Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft, die den Richter um ihre Vernehmung als formelle Beschuldigte gebeten hatte. Dies geschah im Anschluss an Zapateros eigenen Gerichtstermin, nach dem er eine Erklärung veröffentlichte, in der er seine Unschuld und seinen Respekt für die Justiz bekräftigte.

„Das Leben geht weiter, die Regierung handelt“

Sánchez wies die Aufforderungen der Opposition zur Ausrufung von Neuwahlen oder einem Misstrauensantrag zurück und betonte, seine Regierung setze ihre Arbeit fort. In seinen Äußerungen gegenüber Journalisten beim EU-Gipfel in Brüssel sagte er, so viel auch über ein Misstrauensvotum oder vorgezogene Neuwahlen gesprochen werde: „Das Leben geht weiter, die Regierung handelt.“ Er griff auch den PP-Vorsitzenden Alberto Núñez Feijóo an, dem er Doppelmoral vorwarf, wenn er Bedenken über Spaniens Image äußerte, und verwies auf Nachrichten über den Partner der Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso.

Das Leben geht weiter, die Regierung handelt.

Sozialer Schutzschild wegen Iran-Krieg

Über die Affäre um Zapatero hinaus kündigte Sánchez an, dass die Regierung am 29. Juni eine vorgezogene Kabinettssitzung abhalten werde, um das im März verabschiedete Sozialschutz-Dekret zu verlängern. Die Maßnahmen sollen Haushalte und Unternehmen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Iran schützen. Gespräche mit betroffenen Sektoren und parlamentarischen Gruppen liefen bereits, um das Hilfspaket zu verlängern.

Brüssel

5 Quellen

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