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Stellan Skarsgård wird 75: Karrierehöhepunkte mit Golden Globe, erster Oscar-Nominierung und selbstironischem „Nepo-Daddy“-Charme

Der schwedische Schauspieler, bekannt aus „Dune“ und „Mamma Mia!“, feiert am 13. Juni 2026 seinen 75. Geburtstag – frisch von seiner ersten Oscar-Nominierung und einem Golden-Globe-Sieg für „Sentimental Value“.

Eine sechs Jahrzehnte umspannende Karriere

Stellan Skarsgård begeht seinen 75. Geburtstag als einer der international gefragtesten Schauspieler Schwedens. Seine Filmografie umfasst rund 150 Titel, von europäischen Kunsthaus-Klassikern bis zu Hollywood-Blockbustern. Am Stockholmer Flughafen Arlanda begrüßt ein riesiges Foto von Skarsgård die ankommenden Passagiere und reiht ihn unter die bekanntesten Exportprodukte des Landes ein. Der Schauspieler selbst scherzt, einige dieser Filme seien „sehr kurz“ gewesen, doch die Bandbreite ist unbestreitbar.

Wichtige Meilensteine in Stellan Skarsgårds Karriere
  1. Tritt in „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ auf
  2. Spielt Hauptrolle in „Jagd auf Roter Oktober“
  3. Wirkt in „Good Will Hunting“ mit
  4. Stößt zu „Fluch der Karibik 2“
  5. Tritt in „Mamma Mia!“ auf
  6. Spielt an der Seite von Tom Hanks in „Illuminati“
  7. Übernimmt Nebenrolle in „Der Medicus“
  8. Verkörpert Baron Harkonnen in „Dune“
  9. Debütiert in der Star-Wars-Serie „Andor“
  10. Spielt Hauptrolle in „Sentimental Value“
  11. Gewinnt Golden Globe und erhält erste Oscar-Nominierung

Von Teenieschwarm zum Hollywood-Veteranen

Skarsgård gelang der Durchbruch als Teenager in der schwedischen Fernsehserie „Bombi Bitt och jag“, mit der er sofort zum Herzensbrecher wurde. Mit 17 verließ er die Schule, um Schauspieler zu werden, und wechselte bald ins internationale Kino – mit Rollen in „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (1988) und „Jagd auf Roter Oktober“ (1990). Im Laufe der Jahrzehnte stand er an der Seite von Tom Hanks in „Illuminati“ (2009), mit Matt Damon in „Good Will Hunting“ (1997) und vor einem Massenpublikum in „Mamma Mia!“ (2008), „Der Medicus“ (2013) und der „Fluch der Karibik“-Reihe. In jüngerer Zeit teilte er die Leinwand mit Timothée Chalamet im zweiteiligen „Dune“ (2021–2024) und war der Anker der Star-Wars-Serie „Andor“ (2022–2025).

„Sentimental Value“ und späte Karriere-Ehren

Das norwegische Drama „Sentimental Value“ (2025) unter der Regie von Joachim Trier brachte Skarsgård die größte kritische Anerkennung seiner Laufbahn. Er spielt einen Filmemacher, der von seinen Kindern entfremdet ist – eine Rolle, die ihm im Januar 2026 einen Golden Globe, den Europäischen Filmpreis und seine allererste Oscar-Nominierung einbrachte. Bei der Annahme des Globes witzelte er:

Ich dachte, ich wäre zu alt.

Die Branche sah das offensichtlich anders. Dennoch gestand Skarsgård in einem Gespräch Ende 2025 mit seinem Sohn Alexander bei „Actors on Actors“, er fürchte, in eine Schublade gesteckt zu werden: Die meisten Drehbücher, die ihm heute angeboten würden, handelten von Demenz- oder Alzheimer-Patienten – Rollen, für die er sich noch nicht bereit fühle.

„Nepo-Daddy“ und eine weitverzweigte Familie

Fünf von Skarsgårds acht Kindern sind ebenfalls in die Schauspielerei eingestiegen, darunter sein ältester Sohn Alexander. Während eines Gesprächs bei „Actors on Actors“ neckte Alexander den unkonventionellen Stil seines Vaters und erinnerte sich an Kindheitswünsche:

Zieh verdammt nochmal einen Anzug an! Statt deiner komischen Hippie-Sarongs – oder gar nichts.

Stellan Skarsgård hat die Umkehrung des Ruhms angenommen und bezeichnet sich selbst scherzhaft in Stephen Colberts Show als „Nepo-Daddy“ – jemand, der vom Prominentenstatus seiner Kinder profitiert. Nach acht Kindern mit zwei Frauen sagte Skarsgård, er habe sich sterilisieren lassen. Er lebt heute mit seiner zweiten Frau, der 25 Jahre jüngeren Amerikanerin Megan Everett, im Stockholmer Stadtteil Södermalm.

Gesundheit und Humor

Ein Schlaganfall vor einigen Jahren beeinträchtigte Skarsgårds Gedächtnis, sodass es ihm schwerer fällt, sich Namen zu merken und Gesprächen zu folgen. Für seine Texte ist er jetzt auf einen Ohrhörer-Prompter angewiesen. Seinen Witz hat er jedoch nicht verloren, und in Interviews vermittelt er eine geerdete, unbekümmerte Ausstrahlung – eine Eigenschaft, die er zum Teil der schwedischen Sitte zuschreibt, andere in Ruhe zu lassen. Selbst wenn seine Adresse leicht im Internet zu finden sei, so sagt er, belästigen ihn seine Nachbarn nicht.

Stockholm

3 Quellen

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