
Apple stellt Siri AI auf Tim Cooks letzter WWDC vor – EU-Nutzer müssen warten
Auf der wahrscheinlich letzten WWDC unter Tim Cook als CEO präsentierte Apple einen neu aufgebauten Siri-Assistenten, der auf Googles Gemini basiert, sowie iOS 27 und neue Kinderschutzfunktionen. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen, dass die KI-Flaggschifffunktionen nicht in der Europäischen Union starten werden.
Der letzte Akt
Die Worldwide Developers Conference (WWDC) 2026 von Apple begann mit einer aufgezeichneten Keynote, die das Gewicht eines Übergangs trug. Tim Cook betrat die Bühne für das, was mehrere Medien als seine letzte große Produkteinführung als CEO beschreiben, bevor er die Rolle im September an Hardware-Chef John Ternus übergibt. Die Präsentation sollte ein schwieriges Kapitel für das Unternehmen abschließen, das erstmals 2024 einen kontextbewussten Siri versprach, aber nicht liefern konnte, was zu einem Vergleich in Höhe von 250 Millionen Dollar mit Verbrauchergruppen führte.
Siri auf Googles Fundament neu aufgebaut
Nach wiederholten Verzögerungen enthüllte Apple, dass sein neuer Assistent, der unter dem Namen „Siri AI“ firmiert, auf Googles KI-Modell Gemini basiert und nicht auf einer rein hauseigenen Lösung. Das System kann Bildschirminhalte analysieren, auf persönliche Daten in Mail, Kalender, Notizen und Kontakten zugreifen und mehrstufige Aufgaben über Apps hinweg ausführen. Erstmals wird es als eigenständige App verfügbar sein und damit in direkten Wettbewerb mit OpenAIs ChatGPT treten.
Siri ist jetzt ein wirklich leistungsstarker Assistent.
Software-Chef Craig Federighi demonstrierte den Assistenten in Echtzeit: Er zeigte, wie Siri ein Rezept aus einer Nachricht findet, Getränkeempfehlungen gibt und eine Einladung zusammenstellt. Die neue Siri bietet zudem ausdrucksstärkere, anpassbare Stimmen und eine Diktierfunktion, die jedoch viel Speicher benötigen und auf das iPhone Air, iPhone 17 Pro und Pro Max oder iPads mit M4-Chip oder neuer beschränkt sind.
EU-Ausschluss und Google-Partnerschaft
In einer bedeutenden Einschränkung bestätigte Apple, dass „Siri AI“ auf iPhones und iPads in der Europäischen Union zum Start nicht verfügbar sein wird. Das Unternehmen nannte keinen Zeitplan für die EU-Verfügbarkeit und erklärte lediglich, dass die Funktion zunächst auf Englisch angeboten wird, weitere Sprachen sollen schnell folgen. Die Abhängigkeit von Googles Gemini für komplexe Anfragen markiert eine bemerkenswerte Abkehr für ein Unternehmen, das lange auf geräteinterne Verarbeitung und Datenschutz gesetzt hat – eine Spannung, die Federighis Beteuerung, dass Benutzerkontrolle und Datenschutz zentral bleiben, anerkennt.
Damit KI wirklich nützlich ist, muss sie auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sein. Sie muss tief in die Produkte integriert sein, die sie täglich nutzen, auf persönlichem Kontext basieren und in jedem Schritt auf Datenschutz ausgelegt sein.
iOS 27 und Gerätekompatibilität
Apple kündigte iOS 27 und iPadOS 27 mit Fokus auf Geschwindigkeit, Stabilität und Sicherheitsverfeinerungen an, statt einer optischen Überarbeitung. Das Update unterstützt alle Geräte, die iOS 26 ausgeführt haben, und erweitert die Kompatibilität zurück bis zum iPhone 11, das nun acht Jahre alt ist. Die gesamte Apple-Intelligence-Suite, einschließlich der neuen Siri, erfordert jedoch mindestens ein iPhone 15 Pro oder iPhone 16. Das MacBook Neo, Macs mit M1 oder neuer, Apple Vision Pro und aktuelle Apple-Watch-Modelle, die mit einem kompatiblen iPhone gekoppelt sind, unterstützen ebenfalls die KI-Funktionen.
- Apple kündigt auf der WWDC 2024 einen kontextbewussten Siri als Teil von Apple Intelligence an.
- Die überarbeitete Siri wird mehrfach verschoben; Apple hat Mühe, mit der Konkurrenz mitzuhalten.
- Apple gibt bekannt, dass die neue Siri auf Googles KI-Modell Gemini basieren wird.
- Siri AI wird auf der WWDC 2026 live demonstriert, eine Beta ist für später in diesem Jahr versprochen.
Kinderschutz und andere Funktionen
Apple führte mehrere Kinderschutz-Updates ein, darunter Standardeinschränkungen, die Kinder auf von Eltern genehmigte Apps beschränken. Eine neue Funktion „Ask to Browse“ erfordert, dass Kinder vor dem Besuch einer neuen Website um Erlaubnis bitten, und gewalttätige Bilder in Nachrichten werden automatisch unscharf gemacht. Weitere System-Updates umfassen die Fähigkeit von Safari, geöffnete Tabs mithilfe von KI nach Thema zu gruppieren, ein Fotobearbeitungswerkzeug, das eine Person in einem Bild neu positionieren und den Hintergrund ausfüllen kann, sowie eine Home-App, die Überwachungskameraaufnahmen analysieren und beschreiben kann.
- iPhone 11
- 0
- iPhone 15 Pro
- 1
- iPhone 16
- 1
- iPad mini (A17 Pro)
- 1
- iPad (M1+)
- 1
- Mac (M1+)
- 1
- MacBook Neo (A18 Pro)
- 1
- Apple Vision Pro
- 1


