Film & Medien · Paris
France Télévisions entfernt Wiederholung von La Grande Librairie nach Adèle Haenels Rede über Gaza
France Télévisions hat die vollständige Wiederholung der Folge vom 9. September von La Grande Librairie von seiner Plattform france.tv entfernt, nachdem die Schauspielerin Adèle Haenel Israel des Völkermords in Palästina beschuldigt hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, Mediapart, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
France Télévisions löschte die gesamte Folge vom 9. September von La Grande Librairie am 10. September um etwa 10:30 Uhr.
Haenel verknüpfte das Verschweigen sexualisierter Gewalt mit dem Krieg in Gaza, bezeichnete die israelischen Aktionen als Völkermord und forderte Sanktionen gegen Israel.
France Télévisions erklärte, der Rückzug sei eine Vorsichtsmaßnahme, die bis zur Prüfung durch die Medienaufsicht Arcom aufgrund fehlender Gegenmeinungen in der Sendung warte.
Linke Politiker wie Olivier Faure und Ian Brossat kritisierten die Entfernung, während der Abgeordnete des Rassemblement National, Julien Odoul, Haenels Äußerungen kritisierte.
- 9.09.France 5 strahlt La Grande Librairie live aus, mit Adèle Haenel, die eine abschließende carte blanche zu Gaza hält.
- 10.09.France Télévisions löscht die vollständige Wiederholung der Folge von ihrer digitalen Plattform france.tv.
- 11.09.France Télévisions kündigt eine vorsorgliche Aussetzung bis zur Prüfung durch Arcom an, während Politiker reagieren.
Entfernung der Sendungswiederholung
France Télévisions hat die vollständige Wiederholung der Literatursendung La Grande Librairie am 10. September um etwa 10:30 Uhr von seiner Plattform france.tv entfernt. Die von Augustin Trapenard auf France 5 moderierte Folge wurde ursprünglich am Mittwochabend, dem 9. September, live ausgestrahlt. Die mit dem César ausgezeichnete Schauspielerin und Autorin Adèle Haenel, die zuvor Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur Christophe Ruggia erhoben hatte, war der Hauptgast der Sendung. Sie nahm teil, um ihren Debütroman »Viser juste« vorzustellen, der im Verlag Éditions L'Arche erschienen ist und die Verwandlung eines Kindes schildert, das sein eigenes Verschwinden durch Leben und Kunst nachzeichnet. Zum Abschluss der Sendung hielt Haenel einen Solo-Beitrag mit dem Titel »Droit dans les yeux«, in dem sie den Krieg in Gaza thematisierte.
Haenels Äußerungen zu Gaza und sexualisierter Gewalt
Während des Schlusssegments zog Haenel Parallelen zwischen dem Schweigen über geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt und dem öffentlichen Diskurs über den israelisch-palästinensischen Konflikt. Direkt in die Kamera sprechend kritisierte die 37-jährige Autorin, was sie als das das Land umhüllende Fernsehschweigen über die Militäraktionen in den palästinensischen Gebieten bezeichnete.
„Es ist notwendig zu sprechen, um zu wiederholen, was in diesem Schweigen steckt, damit alle es hören: Der Staat Israel begeht einen Völkermord in Palästina, und Frankreich ist mitschuldig.“
Haenel beendete ihren Monolog mit der Aufforderung an die Zuschauer, die andauernde Gewalt abzulehnen, und rief zu Sanktionen gegen Israel und zur Befreiung Palästinas auf.
Begründung des Senders und regulatorische Prüfung
France Télévisions verteidigte den Rückzug am 11. September in Kommentaren gegenüber AFP und Télérama und erklärte, die Maßnahme sei eine Vorsichtsmaßnahme und keine Zensur. Der öffentlich-rechtliche Sender gab an, mehrere Hinweise und Beschwerden zur Sendung erhalten zu haben. Die Geschäftsleitung erklärte, dass Haenels Aussagen aufgrund der strengen Charta des Senders keine Gegenmeinungen enthielten, um ihre Perspektive während der Live-Sendung auszugleichen. Der Sender setzte die vollständige Wiederholung bis zur Prüfung durch Arcom, die französische Regulierungsbehörde für audiovisuelle und digitale Kommunikation, aus.
„Es gibt keine Zensur.“
Der Sender fügte hinzu, dass Haenel während der Hauptdiskussion frei über ihr Buch gesprochen habe und unter allen Gästen ausgewählt worden sei, um die abschließende »carte blanche« zu halten.
Politische Reaktionen und öffentliche Antworten
Die Löschung rief Reaktionen im gesamten französischen politischen Spektrum hervor. Linke Vertreter, darunter der sozialistische Politiker Olivier Faure, der Senator der Kommunistischen Partei Ian Brossat und Mitglieder von La France insoumise, verurteilten die Entfernung als Zensur im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
„Das Prinzip einer »carte blanche« ist es, das Wort zu erteilen. Gibt es verbotene Standpunkte? Waren Äußerungen dabei, die eine Straftat darstellten? Ohne Rechtfertigung ist diese Unterdrückung eine Schande.“
Im Gegensatz dazu kritisierte der Abgeordnete des Rassemblement National, Julien Odoul, Haenels Auftritt und erklärte, sie habe Hamas-Propaganda ohne Nuancen oder Widerspruch weitergegeben. Nach der Entfernung kommentierte Haenel auf Instagram, dass sie während der Sendung ihren Bildschirm aufgezeichnet habe, in der Annahme, dass France 5 ihren Beitrag herausnehmen könnte, obwohl sie nicht mit der Löschung der gesamten Folge gerechnet habe. Sie stellte fest, dass die Entfernung auch andere Autoren zum Schweigen brachte, die an der Podiumsdiskussion teilgenommen hatten, und behauptete, dass France Télévisions genau das Verbot bestimmter Themen demonstriere, das sie angesprochen hatte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Monde.frCarte blanche d'Adèle Haenel : vives réactions après la suppression d'un replay de " La Grande Librairie "
- MediapartAdèle Haenel et le génocide à Gaza : les coulisses d'une censure du service public
- La Libre.beUne séquence où Adèle Haenel s'exprime sur Israël supprimée de l'antenne: France Télé réagit à la polémique
- Le Monde.frFrance Télévisions se justifie après avoir supprimé une émission avec Adèle Haenel de son replay
- Adèle Haenel
- Französische Schauspielerin, Aktivistin und Autorin des Debütromans Viser juste
- Olivier Faure
- Politiker der französischen Sozialistischen Partei und Vorwahlkandidat
- Julien Odoul
- Abgeordneter des Rassemblement National
- Ian Brossat
- Senator der Kommunistischen Partei Frankreichs
- Christophe Ruggia
- Französischer Filmregisseur, der von Adèle Haenel des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird
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