
22-jähriger Mann nach Nachtschwimmen in der Hamburger Elbe vermisst und vermutlich ertrunken
Ein 22-jähriger Mann wird vermisst und vermutlich ertrunken, nachdem er am späten Samstagabend mit seinem Bruder und einem Freund in die Elbe in Hamburg-Blankenese gestiegen war. Zwei Schwimmer wurden gerettet, der Mann konnte jedoch trotz eines Großeinsatzes nicht gefunden werden.
Der Vorfall
Am Samstagabend stieg ein 22-jähriger Mann mit seinem Bruder und einem Freund in Hamburg-Blankenese nahe dem Wrack der „MS Uwe“ in die Elbe. Die Gruppe geriet gegen 22:30 Uhr in Schwierigkeiten, als der 22-Jährige in Not geriet und die beiden anderen versuchten, ihm zu helfen.
Rettung und Suche
Über 60 Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) setzten Boote, Drohnen, Taucher und Rettungsschwimmer ein. Der Bruder und der Freund wurden aus dem Wasser gezogen, der Vermisste konnte in der Dunkelheit jedoch nicht gefunden werden. Die Suche wurde um 0:40 Uhr eingestellt, der 22-Jährige gilt als ertrunken. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich vor Ort um die Begleiter.
- Feuerwehr alarmiert wegen drei Personen in der Elbe nahe Blankenese.
- Suche eingestellt; 22-jähriger Schwimmer bleibt vermisst, gilt als ertrunken.
Anhaltende Gefahr in der Elbe
Das Schwimmen in der Elbe ist verboten und extrem gefährlich wegen unberechenbarer Unterströmungen und starken Schiffsverkehrs. Die Hamburger Umweltbehörde hatte erst zwei Tage vor dem Vorfall, am Donnerstag, eine aktuelle Warnung herausgegeben.
Die unberechenbaren Unterströmungen, die durch den Schiffsverkehr noch verstärkt werden, werden regelmäßig unterschätzt und stellen auch für geübte Schwimmer eine akute Lebensgefahr dar.
Die Behörde forderte die Menschen auf, offizielle Badestellen zu nutzen und vor dem Betreten von Gewässern aktuelle Wasserqualitätsberichte zu prüfen.
Hitzewelle und Wassersicherheit
Norddeutschland wird von einer Hitzewelle heimgesucht, und niedrige Wasserstände in Verbindung mit steigenden Temperaturen haben den Sauerstoffgehalt in kleineren Oberflächengewässern verringert. Die Umweltbehörde hat die Wasserentnahme aus diesen Gewässern vorübergehend verboten und davor gewarnt, Wasservögel zu füttern, da dies die Nährstoffbelastung erhöhen und die Wasserqualität weiter verschlechtern kann.
Jüngste Tragödien an derselben Stelle
Der Flussabschnitt in Blankenese hat eine düstere Geschichte. Im August 2024 ertrank ein 10-jähriges Mädchen am Falkensteiner Ufer vor den Augen seiner Eltern, was eine massive, aber erfolglose Suche auslöste. Im Jahr 2023 ertrank ein 15-jähriger Junge an derselben Stelle, seine Leiche wurde erst eine Woche später gefunden. Nur wenige Wochen zuvor war ebenfalls ein 16-Jähriger beim Schwimmen in der Elbe ums Leben gekommen.


