
Polnische Feuerwehr verzeichnet über 1.900 Unwettereinsätze und evakuiert 12 Pfadfinderlager über Nacht
Schwere Gewitter und sintflutartige Regenfälle lösten am Samstagmorgen in Zentralpolen über 1.900 Notrufe aus und ließen rund 19.400 Haushalte ohne Strom, während 12 Pfadfinderlager vorsorglich evakuiert wurden.
Landesweiter Notruf-Einsatz
Schwere Unwetter und heftige Regenfälle zogen in der Nacht von Freitag, 21. August, auf Samstag, 22. August, über Polen und lösten bis 8:00 Uhr morgens über 1.900 Feuerwehreinsätze aus. Die Einsätze nahmen im Laufe der Nacht stetig zu; die Staatliche Feuerwehr registrierte 332 Anrufe vor Mitternacht und weitere 777 Anrufe in den frühen Morgenstunden. Oberbrandmeister Karol Kroć erklärte, dass die Gewitterfront das Land wie erwartet in Richtung der nördlichen und nordöstlichen Woiwodschaften durchzog. Die Einsatzkräfte waren in mehreren Woiwodschaften im Einsatz, um Wasser aus überfluteten Kellern zu pumpen, umgestürzte Äste zu beseitigen und beschädigte Stromleitungen zu sichern. Die Staatliche Feuerwehr bestätigte, dass trotz der weitreichenden Behinderungen keine Verletzten oder Todesfälle zu beklagen waren.
Die Front zog wie erwartet nach Norden und Nordosten.
Regionale Verteilung der Sturmschäden
Mazowien verzeichnete die größte Konzentration von Unwettereinsätzen; die Feuerwehr registrierte rund 600 Notrufe in der Woiwodschaft. In der Woiwodschaft Kujawsko-Pomorskie reagierten die Einsatzkräfte auf 400 Anrufe, die sich stark auf die Kreise Brodnica, Mogilno, Inowrocław und Rypin konzentrierten. Die Provinzialfeuerwehr in Toruń stellte fest, dass die überwiegende Mehrheit der örtlichen Einsätze das Abpumpen von Wasser aus überfluteten Kellern, Privatgrundstücken und Straßen betraf, nicht die Beseitigung von umgestürzten Ästen. Wielkopolska verzeichnete mehr als 180 Einsätze, wobei lokale Einsatzleiter über überflutete Grundstücke und umgestürzte Bäume vor allem in den Kreisen Słupca und Gniezno berichteten. In Jarocin führten sintflutartige Regenfälle zu einem Ausfall der städtischen Wasserversorgung und lokalen Überschwemmungen, während auch in Wrocław Straßen überflutet wurden. Weiter nördlich bewältigte die Feuerwehr in Warmińsko-Mazurskie bis Samstagmorgen über 90 Anrufe, die sich hauptsächlich auf das Abpumpen von Hochwasser im Kreis Nowe Miasto konzentrierten.
Vorsorgliche Evakuierung von Pfadfinderlagern
Die Einsatzkräfte organisierten die vorsorgliche Evakuierung von 12 Pfadfinderlagern, die sich in bewaldeten und exponierten Gebieten direkt auf dem Weg der Gewitterfront befanden. Acht Pfadfinderlager wurden vor Mitternacht in fünf verschiedenen Regionen evakuiert, darunter zwei Lager in Mazowieckie, zwei in Wielkopolskie, zwei in Warmińsko-Mazurskie, eines in Dolnośląskie und eines in Małopolskie. Nach Mitternacht evakuierte die Feuerwehr vier weitere Pfadfinderlager in der Woiwodschaft Łódź. Die Feuerwehr brachte alle jugendlichen Teilnehmer und erwachsenen Betreuer in feste Backsteingebäude und schloss alle Evakuierungen ohne gemeldete Verletzungen erfolgreich ab.
Die Teilnehmer und Mitarbeiter wurden in feste Gebäude gebracht.
- Łódzkie
- 4 Lager
- Mazowieckie
- 2 Lager
- Wielkopolskie
- 2 Lager
- Warmińsko-Mazurskie
- 2 Lager
- Dolnośląskie
- 1 Lager
- Małopolskie
- 1 Lager
Stromausfälle und anhaltende Unwetterwarnungen
Orkanartige Winde und umgestürzte Äste zerstörten Teile der lokalen Strominfrastruktur, sodass in der Woiwodschaft Łódź rund 19.400 Haushalte ohne Strom waren. Die Stromausfälle konzentrierten sich stark auf Tomaszów Mazowiecki mit 5.500 betroffenen Kunden, Zgierz mit 4.400 und Piotrków Trybunalski mit 3.200. Das Krisenmanagementzentrum der Woiwodschaft in Łódź verzeichnete 90 spezifische Einsätze wegen umgestürzter Äste und isolierten Wasserpumpens und bestätigte, dass der Wind keine Dächer abgedeckt hatte. In den südlichen Regionen Śląsk und Dolny Śląsk wurden jeweils rund 100 Feuerwehreinsätze registriert. Inzwischen gab das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft weiterhin aktive Unwetterwarnungen für Südwestpolen heraus und gab Starkwindwarnungen für Podlaskie, Mazowieckie, Łódzkie, Warmińsko-Mazurskie, Pomorskie, Świętokrzyskie und Lubelskie heraus.
- Raum Tomaszów Mazowiecki
- 5500 Haushalte
- Raum Zgierz
- 4400 Haushalte
- Raum Piotrków Trybunalski
- 3200 Haushalte

