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Sicherheit·vor 6 Tagen

Polen drohen schwere Gewitter und Hagel: IMGW gibt Warnungen der zweiten Stufe für südliche Regionen heraus

Ein breites Sturmsystem, das von Deutschland herüberzieht, wird am Dienstag den Großteil Polens mit Unwettern überziehen. Meteorologen warnen vor Starkregen, Hagel und möglichen Tornados.

Ein dynamisches Wettersystem soll am Dienstag, dem 9. Juni 2026, über Polen hinwegfegen und schwere Gewitter, Starkregen, Hagel und die Möglichkeit von vereinzelten Tornados mit sich bringen. Das Instytut Meteorologii i Gospodarki Wodnej (IMGW) hat Warnungen der ersten und zweiten Stufe für 13 Woiwodschaften herausgegeben, gültig von 13:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Die gefährlichsten Bedingungen werden im Süden erwartet, wo Warnungen der zweiten Stufe für Kleinpolen und Teile Schlesiens gelten.

Das herannahende System

Polen liegt in einem breiten Tiefdrucktrog, der mit dem Tief Rosi über der Nordsee und Norwegen verbunden ist. Drei Fronten bewegen sich innerhalb dieses Trogs: eine Hauptkaltfront, eine sommerliche Böenlinie vor der Front in der Warmluft und eine sekundäre Kaltfront dahinter. Synoptyk tvnmeteo.pl Arleta Unton-Pyziołek beschrieb ein Band dynamischen Wetters mit einer Breite von etwa 600 Kilometern, das sich um 8:00 Uhr von Bremen in Deutschland bis nach Słupsk in Polen und von Dijon in Frankreich bis nach Verona und Udine in Italien erstreckte. Diese Zone wird sich im Laufe des Tages langsam ostwärts nach Polen verlagern.

Diese Zone wird sich im Laufe des Tages langsam nach Polen, nach Osten, verlagern.

Zeitlicher Ablauf der Stürme

Vor Mittag bilden sich Quellwolken über Ostpommern, Kujawien, Großpolen, Niederschlesien und Oppeln, die vereinzelte Schauer von bis zu 5 Litern pro Quadratmeter bringen. Die Hauptkaltfront und ihr breites Regenband erreichten Polen gegen 9:00 Uhr über den westlichen Randgebieten des Lebuser Landes und Niederschlesiens. Bis Mittag wird sie West- und Mittelpommern, Großpolen, das Lebuser Land und Niederschlesien bedecken und mäßige Niederschläge von 10–20 l/m² liefern. Die ersten Blitze werden im Isergebirge und im Iservorland auftreten.

Nach 12:00 Uhr beginnen sich Gewitter über Mittelpommern, Großpolen, den westlichen Randgebieten des Łódźer Landes und Niederschlesien zu entwickeln. Gegen 14:00 Uhr erstreckt sich die Kaltfront mit mäßigen bis starken Niederschlägen von bis zu 30 l/m² über Ost- und Mittelpommern, Kujawien, das Łódźer Land, Großpolen und ganz Schlesien. Bis 16:00 Uhr bedeckt die Front die Kaschubei, Ermland, Kujawien, Westmasowien, das Łódźer Land, Schlesien und Kleinpolen.

Voranschreiten der Gewitterfront über Polen am 9. Juni 2026
  1. Dynamisches Wetterband erstreckt sich von Bremen bis Słupsk und Dijon bis Udine, etwa 600 km breit.
  2. Hauptkaltfront erreicht Polen über dem westlichen Lebuser Land und Niederschlesien.
  3. Front bedeckt West- und Mittelpommern, Großpolen, Lebuser Land, Niederschlesien; erste Blitze im Isergebirge.
  4. Front erstreckt sich über Ost- und Mittelpommern, Kujawien, Łódźer Land, Großpolen, ganz Schlesien; Niederschlag bis zu 30 l/m².
  5. Front bedeckt Kaschubei, Ermland, Kujawien, Westmasowien, Łódźer Land, Schlesien und Kleinpolen.
  6. Alle Gewitterwarnungen der ersten und zweiten Stufe laufen aus.

Wo die Gefahr am größten ist

Warnungen der zweiten Stufe gelten für Kleinpolen und Teile Schlesiens. In diesen Gebieten werden Niederschlagsmengen von 20–35 mm vorhergesagt, mit örtlichen Ansammlungen um 45 mm. Windböen können 75 km/h erreichen, und es wird mit Hagel gerechnet. Warnungen der ersten Stufe decken die übrigen 11 Woiwodschaften ab, wo Niederschläge bis zu 25 mm, Windböen bis zu 75 km/h und Hagel möglich sind. Das IMGW warnt, dass beide Warnstufen auf gefährliche meteorologische Phänomene hinweisen, die erhebliche Sachschäden verursachen und eine Gefahr für Gesundheit und Leben darstellen können.

Gewitter treten in einem Gürtel von Ermland über Masowien bis nach Schlesien und Kleinpolen auf. Stellenweise werden sie von einem heftigen Ablauf der Phänomene begleitet – starke und sehr starke Niederschläge mit Intensitäten von bis zu 25–35 mm/h und im Süden des Landes bis zu 45 mm/h.

Burza-Alert-IMGW

Superzellenrisiko und Ausblick für den Abend

Um die Mittagszeit herum bilden sich die ersten Gewitterzellen. Einige werden sich im Laufe der Zeit zusammenschließen. Die Meteorologen deuten auf eine wahrscheinliche Entwicklung mehrerer Superzellen oder Mini-Superzellen in einem Korridor von der Danziger Pommern und Ermland über Kujawien und Großpolen bis nach Niederschlesien und der Region Oppeln hin. Im späteren Nachmittag und Abend gelangen multizelluläre Formationen nach Westpommern, einige besser organisiert, mit möglichen stärkeren Windböen an ihren Vorderseiten. Auch kleiner Hagel ist möglich.

Hitze verstärkt die Gefahr

Separate Hitzewarnungen der ersten Stufe gelten für Zentral- und Südostpolen, einschließlich des größten Teils von Masowien und Teilen von Łódź, Heiligkreuz, Lublin und Karpatenvorland. Die Temperaturen können zwischen 14:00 und 18:00 Uhr um die 30°C erreichen. Die Kombination aus großer Hitze und heftigen Gewittern erhöht das Risiko von gewaltsamen atmosphärischen Phänomenen. Die Höchsttemperaturen anderswo werden zwischen 20°C im Nordwesten und 25°C im Südwesten liegen, mit kühleren Bedingungen an der Küste bei 18–20°C.

Warschau · Krakau · Breslau · Danzig

8 Quellen

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