
Schweizer Frauen-Doppelvierer gewinnt historisches Europagold am Nationalfeiertag
Am Schweizer Nationalfeiertag legte die Frauen-Doppelvierer-Besatzung Nina Wettstein, Célia Dupré, Flavia Lötscher und Lisa Lötscher in den letzten 500 Metern einen Schlussspurt ein, besiegte Deutschland mit 0,68 Sekunden Vorsprung und gewann den Europameistertitel in Varese, Italien.
Historischer Durchbruch
Am 1. August 2026 gewann der Schweizer Frauen-Doppelvierer Gold bei den Europameisterschaften im Rudern in Varese. Es war das erste Mal, dass ein Schweizer Großboot (ein Vierer oder Achter) eine Medaille bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen errang, und es geschah am Nationalfeiertag des Landes. Nina Wettstein, Célia Dupré, Flavia Lötscher und Lisa Lötscher beendeten diese lange Wartezeit in einem einzigen Rennen und schrieben Rudergeschichte.
Wie das Rennen verlief
Das Finale war von den ersten Schlägen an ein Dreikampf. Die Schweizer Crew, die in den Vorläufen die schnellste war, lag an den drei Zwischenmesspunkten (500 m, 1 000 m und 1 500 m) jeweils an dritter Stelle, stets innerhalb eines Schlags von Deutschland und Rumänien. 500 Meter vor dem Ziel trennten die drei Boote nur 0,18 Sekunden. Dann legte das Schweizer Quartett den stärksten Schlussspurt hin und zog im letzten Viertel des Rennens an beiden Rivalen vorbei. Im Ziel trennten 0,68 Sekunden die Schweiz von Deutschland, während Rumänien mit 2,23 Sekunden Rückstand Bronze holte.
- Schweizer Crew Dritte, hinter Deutschland und Rumänien; drei Boote innerhalb von 0,18 s.
- Immer noch Dritte; Abstand zwischen den drei Führenden bleibt unter 0,5 s.
- Crew behält dritten Platz; 500 m zu gehen, alle drei Boote nahezu gleichauf.
- Schweiz überholt beide Rivalen, gewinnt mit 0,68 s Vorsprung vor Deutschland, Rumänien Bronze +2,23 s.
Vierjahresprojekt zahlt sich aus
Swiss Rowing hat über mehrere Saisons ein konkurrenzfähiges Frauen-Doppelvierer-Programm aufgebaut. Bei den Olympischen Spielen 2024 verpasste die Crew eine Medaille um 0,44 Sekunden und wurde Vierte hinter Großbritannien. In Varese drehten die Frauen diesen Rückstand um und besiegten dieselben britischen Olympiasiegerinnen mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung. Das Quartett wurde kaum einen Monat vor den Meisterschaften zusammengestellt und startete zum ersten Mal gemeinsam beim Weltcup auf dem Rotsee, wo sie den fünften Platz belegten.
- Gold-Vorsprung vor Deutschland (Varese 2026)
- 0.68 Sekunden
- Abstand zu Bronze (Olympia 2024 Paris)
- 0.44 Sekunden
Dupré holt zweite internationale Medaille
Für Célia Dupré war das Gold ein persönlicher Meilenstein. Die 25-Jährige aus Genf hatte bereits eine Bronzemedaille im Mixed-Doppelzweier bei den Weltmeisterschaften 2025 in Shanghai an der Seite von Raphaël Ahumada gewonnen. Nun ist sie die erste Schweizerin, die Medaillen bei zwei verschiedenen großen internationalen Seniorenmeisterschaften errungen hat. Das Gold in Varese ist auch ihr erster Titel.
Was es für den Schweizer Rudersport bedeutet
Der Triumph hebt das Profil von Swiss Rowing in einem Moment, da der Sport im Inland an Dynamik gewinnt. Der Zweier ohne Steuermann der Männer mit Patrick Brunner und Jonah Plock wurde am selben Tag Fünfter in seinem Finale und zeigt die Breite des Kaders. Für den Frauen-Doppelvierer ist der Europameistertitel der krönende Abschluss einer Generation, die wiederholt an die Tür geklopft hatte, ohne durchzubrechen.


