Sicherheit · Zürich, Bern und Basel
Schweizer Frauenstreik bringt Tausende auf die Strasse – von Zürich bis Basel für Gleichstellung und gegen Gewalt
Tausende Menschen in Lila gingen am Sonntag in der ganzen Schweiz für den jährlichen feministischen Streik auf die Strasse. Sie forderten Geschlechtergleichstellung, Anerkennung unbezahlter Care-Arbeit und stärkeren Schutz vor Gewalt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Neue Zürcher Zeitung, 20 Minuten, SRF News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Tausende demonstrierten in Zürich, Bern, Basel, Luzern und anderen Städten für Geschlechtergleichstellung und gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Statt eines Marsches veranstalteten Aktivistinnen Brunches, Workshops und eine Abschlusskundgebung auf dem Bundesplatz, unter Verweis auf Ressourcenengpässe wegen der Vorbereitungen für den Care-Streik 2027.
Demonstranten forderten eine kostenlose Gesundheitsversorgung, eine 25-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und die Vergesellschaftung von Wohnraum und präsentierten eine überfällige Rechnung für unbezahlte Arbeit.
Redner in Basel und Luzern hoben aktuelle Femizidfälle hervor und forderten besseren Schutz und mehr Mittel für die Opferhilfe.
- 14.06.Basel: bewilligter Marsch startet ab Petersplatz
- 14.06.Luzern: Marsch setzt sich vom Vögeligärtli Richtung Bundesplatz in Bewegung
- 14.06.Zürich: grosser Zug entlang der Langstrasse, Verkehrsbehinderungen
Ein landesweiter Aufruf zur Gleichstellung
Am 14. Juni kehrte der feministische Streik – lokal als Frauenstreik bekannt – für seine jährliche Mobilisierung in die Schweizer Städte zurück. Landesweit gaben die Organisatoren an, die Beteiligung habe 100'000 überschritten, während Reporter auf Zehntausende schätzten. Märsche und dezentrale Aktionen in Zürich, Bern, Basel und Luzern stellten ein breites Spektrum an Forderungen auf die Agenda – von der Schliessung des Gender-Pay-Gaps bis zur Beendigung von Femiziden und patriarchalen Strukturen.
Bern setzt auf dezentrale Aktionen
Statt einer einzigen grossen Demonstration organisierte das Berner Kollektiv über 50 kleine Aktionen, darunter Brunchs, Bastelworkshops und Yogastunden. Am Nachmittag versammelten sich rund 5'000 Menschen auf dem Bundesplatz zu Reden und DJ-Sets. Die Organisatoren erklärten, die Pause von einem zentralen Marsch sei nötig gewesen, weil Ressourcen bereits in die Vorbereitung eines landesweiten Care-Streiks flössen, der für den 14. Juni 2027 geplant ist.
Basel und Luzern demonstrieren gegen Gewalt
Der bewilligte Marsch in Basel begann um 15:00 Uhr auf dem Petersplatz, die Demonstranten überquerten die Wettsteinbrücke nach Kleinbasel. Franziska Stier, Mediensprecherin des Basler Kollektivs, sagte, aktuelle Ereignisse wie ein Femizid in Binningen hätten den Fokus auf Gewalt gegen Frauen verschärft.
„Eines der zentralen Themen bleibt die Gewalt gegen Frauen und genderqueere Menschen.“
In Luzern zogen Tausende ab 16:00 Uhr vom Vögeligärtli zum Bundesplatz und weiter Richtung Seequai. Annika Burri vom Luzerner Kollektiv forderte mehr Ressourcen für den Opferschutz und eine breitere politische Teilhabe.
„Wir fordern mehr Mittel für den Gewaltschutz sowie mehr Gleichstellung und Teilhabe für Frauen, queere Menschen, Migranten und Menschen mit Behinderungen.“
Zürich fokussiert auf unbezahlte Care-Arbeit
Der grösste Zug fand in Zürich statt, wo ein frühabendlicher Marsch entlang der Langstrasse den Verkehr kurzzeitig zum Erliegen brachte. Das Zürcher Kollektiv präsentierte eine überdimensionierte Rechnung mit dem Vermerk «Zahlungsstatus: überfällig» als Rüge für die unbezahlte Arbeit, die grösstenteils von Frauen geleistet wird. Zu den politischen Forderungen gehörten eine kostenlose Gesundheitsversorgung für alle, eine Reduzierung der Arbeitswoche auf 25 Stunden bei vollem Lohnausgleich und die Vergesellschaftung von Wohnraum.
„Der Sonntag trägt eine unglaubliche Menge unbezahlter, oft unsichtbarer, feminisierter und prekärer Care-Arbeit.“
Ausblick auf 2027
In der gesamten Bewegung ist das langfristige Ziel ein nationaler Care-Streik am 14. Juni 2027. Mehrere Gruppen stellten fest, dass die diesjährigen Aktionen teilweise als Vorbereitung dienten, und die Pause beim Berner Marsch wurde ausdrücklich damit begründet, die Energie auf diese grössere Mobilisierung zu lenken.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Neue Zürcher ZeitungFrauenstreik: Tausende fordern Gleichberechtigung und feiern das 10-Millionen-Nein
- 20 MinutenFrauenstreik Zürich: Demo legt Verkehr weitgehend lahm
- SRF NewsFeministischer Streik: Tausende demonstrieren schweizweit
- SWI swissinfo.chMehrere Tausend Personen demonstrieren in Luzern für Gleichstellung
- Franziska Stier
- Mediensprecherin des feministischen Streikkollektivs Basel
- Annika Burri
- Mitglied des feministischen Streikkollektivs Luzern
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