Mutmaßliches Versprühen unbekannter Substanz an Schule in Mińsk Mazowiecki – 346 Menschen evakuiert
Feuerwehr und Polizei rückten am Dienstag, dem 13. Oktober, aus, nachdem gemeldet worden war, dass an der Berufsschule Mechanik eine unbekannte Substanz versprüht worden sei. Einsatzkräfte wiesen später Spuren von Ammoniak nach, fanden am Einsatzort jedoch keine verdächtige feste oder flüssige Substanz.
Was geschah
Am Dienstag, dem 13. Oktober, erhielten die Rettungskräfte gegen 14:30 Uhr die Meldung, dass an der Berufsschule Mechanik in Mińsk Mazowiecki in Masowien eine unbekannte Substanz versprüht worden sei. Die Schulleitung ordnete die Evakuierung an, bevor die Feuerwehr das Gebäude erreichte, und das Gebäude wurde geräumt. Kamil Płochocki, ein Sprecher der Feuerwehr, sagte, neun Personen hätten über Schwindel und Atemnot geklagt, und Rettungskräfte hätten sie in Obhut genommen.
In einem Interview mit TVN24 beschrieb Płochocki den ursprünglichen Notruf in klaren Worten:
Wir erhielten die Information, dass auf dem Schulgelände eine unbekannte Substanz versprüht wurde.
Elf Feuerwehreinheiten, darunter eine Chemieeinheit, rückten gemeinsam mit der Polizei zum Einsatzort aus. Michał Kądziołka, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr von Mińsk Mazowiecki, sagte gegenüber TVN24, die Feuerwehrleute hätten keine verdächtige Substanz in Pulver- oder flüssiger Form gefunden. Nach 19:00 Uhr meldete Płochocki, dass die Einsatzkräfte Spuren von Ammoniak nachgewiesen hätten, woraufhin der Einsatz beendet wurde.
- Die Rettungskräfte erhalten die Meldung, dass an der Schule eine unbekannte Substanz versprüht wurde
- Die Schulleitung ordnet die Evakuierung des Gebäudes an
- Die Feuerwehr meldet Spuren von Ammoniak; der Einsatz wird beendet
Evakuierung und medizinische Versorgung
Die Polizei gab die Zahl der Evakuierten mit 346 Personen an, bestehend aus 316 Schülern und 30 Beschäftigten, wie TVN24 berichtete. Die Feuerwehr hatte zuvor von etwa 500 Personen gesprochen, die das Gebäude verlassen hätten – eine Zahl, die später korrigiert wurde. Super Express berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass 14 Personen medizinische Hilfe benötigten, während TVN24 elf Schüler zählte, die über Schwindel und Übelkeit klagten. Die meisten Berichte nennen einen Schüler, der zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus gebracht wurde, doch Polsat News berichtete von zwei Schülern, die dorthin gebracht wurden.
- Schüler
- 316 Personen
- Beschäftigte
- 30 Personen
Ermittlungen der Polizei
Die Polizei hat nicht bestätigt, dass in der Schule eine Substanz versprüht wurde. Paula Antolak, eine Polizeisprecherin in Mińsk Mazowiecki, sagte, die Beamten nähmen Aussagen auf und sichteten die Überwachungsaufnahmen des Gebäudes.
Wir vernehmen Zeugen und sichern das Material der Videoüberwachung.
Ein Pressesprecher sagte, es sei noch nicht bekannt, wie Gas freigesetzt worden sei oder ob eine dritte Person dafür verantwortlich sei. Die Polizei erklärte, alle Details würden durch die gemeinsam an dem Fall arbeitenden Einsatzkräfte geklärt.
Frühere Vorfälle an Schulen
Der Fall von Mińsk Mazowiecki folgt auf mehrere Angriffe an Schulen in derselben Woche. Am Donnerstag, dem 8. Oktober, betrat ein 19-Jähriger eine Berufsschule in Ostrołęka und trug ein scharfes Werkzeug sowie einen selbstgebauten Sprengsatz in seinem Rucksack bei sich. Am nächsten Tag betrat ein 15-Jähriger mit einem Messer eine Grundschule in Leszczydół-Nowiny und stach auf eine 37-jährige Hausmeisterin ein, die später an ihren Verletzungen starb. Die Polizei teilte zudem mit, sie habe in Sierpc das Telefon eines 17-Jährigen sichergestellt, das Suchanfragen zu einem geplanten Angriff enthalten habe.
Offene Fragen
Mehrere Punkte bleiben ungeklärt, darunter die Frage, wie Gas freigesetzt wurde, ob eine dritte Person beteiligt war und woher die Ammoniakspuren stammen. Die Feststellungen der Feuerwehr und der Polizeibericht ergeben noch keine Ursache, und die Zeugenvernehmungen sowie die Auswertung der Videoüberwachung dauern an.